Das Leben Eben, Familie
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Holter-Holper-Di-Polter-Stolper. Sechs Wochen zu fünft.

Familie als Mobilé - wenn die Geburt eines Babys erstmal alles aus dem Gleichgewicht bringt

Eigentlich lautete die Überschrift: Holter-Holper-Di-Polter-Stolper. Vier Wochen zu fünft. Eigentlich. Und das ist ziemlich bezeichnend dafür, wie es hier so läuft.

Wie unheimlich gerne würde ich schreiben, dass hier alles bestens ist, babypuderleicht, duftig, watteflauschig und rosarot. Dass wir uns alle so sehr lieben wie nie zuvor, dass es hier ganz harmonisch abläuft, ich mein Wochenbett genießen kann und die beiden Großen Ella lieben.

Das Einzige, was davon stimmt, ist der letzte Punkt. Lotta und Bo lieben Ella, abgöttisch. Sie beschützen sie und wollen den ganzen Tag Ella-Küsse verteilen. Keine Eifersucht, die sich aufs Baby richtet, zum Glück.

Du hast nur noch Ella lieb…

Dafür haben sie das Gefühl, dass ich nur noch Ella liebe. Dass ich mich zu wenig mit ihnen beschäftige. Und das lassen sie uns spüren. Nicht mit Absicht natürlich, aber ich sag es mal so: die 3 Wochen kitafreie Zeit, die wir heute hinter uns haben – die hatten es in sich. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass das die härtesten Wochen unseres Lebens waren. Bisher, wer weiß, was noch kommt.

Wir fühlen uns mittlerweile wie die größten Versager, zweifeln irgendwie doch an der bedürfnisorientierten Erziehung, die wir seit jeher umzusetzen versuchen und wissen in vielen Situationen schlicht und ergreifend nicht weiter.

Die Kombination aus „alles wird anders“ weil plötzlich ein neues Familienmitglied da ist, 3 Wochen ohne Kita ist und einer wahnsinnigen Hitzewelle ist einfach unglücklich. Gegen das Wetter kann man nichts machen, „gegen“ Ferien auch nicht – im Gegenteil. Wir versuchen, ihnen die Zeit schön zu machen, ein bisschen Urlaubsfeeling, Ausflüge, ein Ferienbuch mit Aufgaben und sehr viel Eis. Sommerferien eben.

Laaaaaaangweilig!

Aber da gibt es eben auch die Phasen, in denen Leerlauf herrscht. Keine Beschäftigung, nichts besonderes, der ganz normale Alltag, den man als Familie so hat. Mama stillt, Papa kocht essen. Ein Buch lesen während des Stillens? Laaaaaaangweilig! Papa beim Kochen helfen? Laaaaaaangweilig!

Überhaupt, alles außer fernsehen, Tablet spielen und Eis essen ist: Laaaaaaangweilig!

Ich frage mich wirklich, wie man so komplett die Fähigkeit, sich alleine zu beschäftigen, verlieren kann. Eigentlich spielen meine Kinder nämlich ganz hervorragend allein.

Zur Langeweile kommen Streit, Aggressionen, Jammern und Nölen – in der Deluxe Variante.

Hey Schatz, das ist meine Neue…

Ich weiß aber natürlich, dass es einfach unheimlich schwierig für die beiden ist. Meine Freundin Claudia sagt immer zu mir: Stell dir vor, André kommt nach Hause, mit einer anderen Frau im Arm und sagt:

Hallo Schatz, das ist meine Neue, sie wohnt ab jetzt bei uns, ist sie nicht zuckersüß? Aber keine Sorge, dich liebe ich genau wie vorher!“

Wenn ich mir den Vergleich ins Gedächtnis rufe, denke ich hin und wieder: Moment mal, vielleicht kann ich doch verstehen, wie die Kinder reagieren. Ich würde vielleicht auch den ein oder anderen Teller an die Wand pfeffern. Oder es zumindest wollen. Dass man mit knapp 4 und 5,5 Jahren diese Impulskontrolle noch nicht hat, dafür können sie ja nichts.

Familie im (Un)Gleichgewicht

Das zweite schöne Beispiel ist der Vergleich einer Familie mit einem Mobilé – wir vier hatten uns einigermaßen austariert, haben mal zu der einen, mal zu der anderen Seite gewackelt. Aber im Grunde hingen wir stabil an unserer Basis. Jetzt ist ein „Anhänger“ dazu gekommen, alles hängt schief und wir müssen erstmal sehen, wer wo am besten „hängt“, damit das Mobilé wieder im Gleichgewicht ist.

Uns wieder ins Gleichgewicht zu bringen und soweit zu kommen, dass jeder wieder seinen Platz gefunden hat – das dauert. Es ist nicht wahnsinnig schlimm und normal ist es auch, es ist nur wahnsinnig anstrengend.

Trauer ums Wochenbett

Es gibt Tage, da trauere ich richtig um meine Wochenbettzeit, um die Ruhe und die Kuscheleinheiten, die ich so gerne entspannt mit Ella genossen hätte. Das gab es diesmal gefühlt nur für wimpernschlagkurze Augenblicke. Ansonsten war das Wochenbett geprägt von Anstrengung. Es allen in der Familie irgendwie Recht zu machen. Mein Baby zu „beschützen“, vor zu viel Lärm, vor zu viel zu früher Aktivität. Und vom Kampf, ein bisschen zu meinem „Recht“ zu kommen, mich nach 40 Wochen Schwangerschaft und der Geburt ein bisschen zu erholen und meinem Körper die Chance zur Regeneration zu geben.

Und die Lösung?

Die eine Lösung für Eifersucht und Ungleichgewicht in einer Familie nach der Geburt eines neuen Babys gibt es nicht. Ich hab nach diesem Post auf Instagram den Link zum Artikel „Die Entthronung des Erstgeborenen“ von Gewünschtetes Wunschkind geschickt bekommen, der André und mir tatsächlich sehr geholfen hat. Ich hatte vor Ellas Geburt schon mal zum Thema Eifersucht von Geschwistern nach der Geburt gegoogelt, aber kaum etwas gelesen, weil ich fast ausschließlich Artikel mit Schwerpunkt „Von einem auf zwei Kinder“ gefunden habe. Die hab ich dann natürlich auch nicht angeklickt. Hätte ich mal machen sollen, den Post von Gewünschtetes Wunschkind hatte ich gern vorher gelesen.

Natürlich hab ich immer noch den Tipp unserer Kinderärztin im Ohr, den sie uns nach Bos Geburt gegeben hat:

„Es geht bei der Eifersucht immer nur um die Mutter.“

Das stimmt, es ist ganz egal, was für tolle Ausflüge oder Aktivitäten André sich ausdenkt oder macht – nach einem megatollen Tag ist abends die „Laune“ im Keller und Lotta, die das zum Glück schon so gut verbalisieren kann, kuschelt sich traurig an mich und fragt: „Hast du Bo und mich eigentlich noch lieb, Mama? Das weiß ich nämlich gar nicht mehr.“

So oder so ähnlich kam das in den sechs Wochen vielleicht fünf Mal vor. In solchen Momenten fällt es mir natürlich leicht, sie ganz fest in den Arm zu nehmen, mit ihr zu kuscheln, ihr die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie braucht und ihr zu sagen, wie sehr ich sie (und Bo) liebe.

Schwieriger, sehr viel schwieriger wird es, wenn die Eifersucht und die Angst um den Platz in meinem Herzen sich in Form von stetigem Jammern, provokantem Verhalten, Aggressivität und Zerstörungswut äußert.

Durchatmen, aushalten und umarmen

Das passiert hier leider alles, wobei ich nach wie vor sehr froh bin, dass Wut und Aggressionen sich nur gegen uns Eltern, nie aber gegen Ella richten. In solchen Momenten der Eskalation, in denen hier Stühle umgeschmissen und Bücher (unter anderem nach mir) geworfen werden (zum Glück bisher eine einmalige Situation) hilft es bei uns am Besten, es auszusitzen. Abzuwarten, bis die Wut oder welches starke Gefühl auch immer gerade hinter dem Ausbruch steckt, zuzulassen. Das ist ziemlich schwierig, wenn man dabei beworfen wird und der eigene Schreibtisch abgeräumt wird.

Ich hab in dem Fall Ella zügig aus der Schusslinie gebracht und die Wut ausgehalten. Ein bisschen geweint, signalisiert, dass ich da bin. Und irgendwann hatte ich mein schluchzendes Kind im Arm.

„Mama, es geht mir nicht gut!“

Dass ich diesen Wutausbruch so aushalten konnte, liegt an dem Artikel, den ich oben verlinkt habe. Ich hatte beim ersten Lesen mehrmals das Gefühl „Die schreiben doch über uns!“. Denn tatsächlich geht es in dem Artikel auch um mehrere Kinder, obwohl der Titel etwas anderes vermuten lässt. Und die Quintessenz, die sich eingebrannt hat, ist, dass die Kinder auf unterschiedlichste Art und Weise zeigen, dass es ihnen nicht gut geht. Dass sie unglücklich sind, hilflos. Dass sie nicht mehr wissen, wo ihr Platz in der Familie ist und dass für manche Kinder ihr Ventil eben Aggressivität ist. Für andere das Jammern. Oder oder oder.

Eltern als Team

Extrem wichtig und hilfreich finde ich in dieser Situation, dass André den Post auch gelesen hat. Wenn einer von uns an seine Grenze kommt und Genöle, Wut oder Provokation nicht mehr aushalten kann, übernimmt der andere. Oder erinnert an den Post. Dann geht es meistens wieder.

Überhaupt ist es immer und auch gerade in dieser anstrengenden Übergangszeit wahnsinnig wichtig, dass man sich als Eltern einig ist, unterstützt und wohlwollend sieht. Wir waren zwischendurch schon wieder am Ende. An dem Punkt, an dem wir gegenseitig aufrechneten, wer was macht, wer wie lange schläft, wer sich wieviel kümmert und um was. Das passiert. Und es passiert immer schneller, je weniger Schlaf, Entlastung und Zeit für einen selbst übrig bleibt.

Gegeneinander zu kämpfen und den anderen als Feind zu sehen bringt aber tatsächlich einfach mal gar nix. Höchstens schlechte Stimmung. Die individuelle Belastung wird subjektiv empfunden, glaube ich. Ähnlich wie Schmerz. Deswegen bringt es mehr, dem anderen auch mal eine halbe Stunde auf dem Sofa zu gönnen. Ihn ausschlafen zu lassen obwohl man selbst nachts gestillt hat. Einen Kaffee ans Bett zu bringen. Eine Umarmung, die ein bisschen länger dauert als sonst. Auch, wenn man erstmal ein bisschen mehr machen, ein bisschen mehr geben muss – man bekommt es zurück.

In Form vom Lieblingspudding, der ungefragt im Kühlschrank steht. In Form von Sätzen wie „Nein, ich möchte, dass du dich jetzt mal hinlegst und dich ein bisschen ausruhst.“. In Form von Familienharmonie und dem Gefühl: auch, wenn hier gerade alles um uns rum krachen geht. Wir sind die Basis, wir kriegen das hin. Wir sind ein Team.

Die Elternbedürfnisse bei bedürfnisorientierter Erziehung

André hat an einem dieser schlimmen Tage einen Satz zu mir gesagt, den ich wahrscheinlich nie wieder vergessen werde. Ähnlich wie die eindringliche Aussage „Mama, es geht mir nicht gut“ aus dem Artikel von Gewünschtetes Wunschkind. Er hat gesagt:

„Vielleicht sollten wir anfangen, unser Verhalten auch aus der bedürfnisorientierten Perspektive zu betrachten.“

Und das sollten wir. Absolut. Ich habe hier noch nicht oft konkret über Erziehung geschrieben, weil wir immer irgendwie alles aus dem Bauch heraus machen. Aus meinem Bauch meistens. Und André zieht mit, wofür ich sehr dankbar bin. Dass unsere Art der Erziehung der bedürfnisorientierten Erziehung sehr nahe ist, wusste ich ganz lange nicht. Bis dieses Thema in meiner Internet-Blogger-Blase irgendwie aufkam. Da las ich auch zum ersten Mal, dass die Elternbedürfnisse ein Bestandteil des Konzepts sind.

Und dass die Gefahr der bedürfnisorientierten Erziehung ein Eltern-Burn-Out sei, wenn man diesen Pfeiler, die Elternbedürfnisse, nicht beachtet. Das haben wir lange nicht. Jetzt merken wir mal wieder sehr deutlich, dass wir auf uns achten müssen und uns gegenseitig Zeit und Raum geben müssen, damit wir ein Team sein können und die Familie funktioniert.

Exklusive Mama-Zeit

Mehr zu geben hilft tatsächlich auch gegen die Ängste und Eifersucht der Kinder. Am besten mit jedem allein, aber auch zusammen. Hauptsache, Mama ist dabei und macht mit. Morgens mal zu zweit das Lieblingsspiel spielen während die anderen noch schlafen. Zusammen kochen. Ein Buch lesen. Einfach mit im Zimmer sitzen und gemeinsam ein Hörspiel hören. Das morgendliche Kuscheln ohne Baby auf dem Arm.

Aufmerksam sein, achtsam sein. Ich weiß, das fällt schwer. Mit Schlafmangel und Stillhirn, dem Gefühl, dass man sich sowieso 24/7 um alles und jeden kümmert außer um sich selbst. Aber es wird besser, bei uns funktioniert es. Es dauert ein bisschen, aber mit jedem mehr, dass wir geben, mit jedem mehr an Mama-Zeit und Aufmerksamkeit die ich mir von meinem gefühlt eh schon nur noch haarfeinen Kontingent abknapse – desto mehr bekomme ich zurück.

In Form von glücklicheren Kindern, in Form von familiärer Harmonie. In Form von Zeit, die man plötzlich hat, weil die Großen wieder anfangen, gemeinsam zu spielen. Oder sich selbst zu beschäftigen.

Ein Lichtblick im Chaos

Natürlich ist nicht plötzlich wieder alles wie früher. Wir brauchen an freien Tagen immer noch bis Mittags, um alle ausgehfertig zu sein. Es gibt immer noch die kleinen Kämpfe des Alltags. Mein Meckern, weil alle zu laut sind. Das Langeweile-Jammern. Die Angst der Kinder. Die große Wut und das große Kuscheln. Das Gefühl von uns Eltern, keine Zeit für uns und manchmal sogar keine Luft zum Atmen zu haben.

Aber es wird besser.

 

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18 Kommentare

  1. Sylvia sagt

    Ach Johanna, was für ein herrlicher Beitrag. Bei uns sind es mittlerweile schon 5 Monate zu Fünft und es hat sich alles deutlich entspannt. Aber ich habe die ersten Wochen nach der Geburt von unserem Baby noch sehr gut vor Augen. Es war an manchen Tagen die reinste Katastrophe. Und auch wir hatten 3 Wochen nach der Geburt 2 kitafreie Wochen. Was für ein timing! Mein Mann war wirklich sehr engagiert die 2 Großen bei Laune zu halten, sie zu unterhalten, mit ihnen schöne Sachen und Ausflüge zu machen. Aber, und das ist letztlich wirklich der entscheidende Punkt, die Mama war eben nur selten dabei. So schön die Zeit mit Papa auch war (und sie hatten wirklich immer viel Spaß), so besch… war die Stimmung dann zu Hause. Ich bin heilfroh, diese stimmungsgeladene Zeit hinter uns gelassen zu haben. Und jetzt genießen wir die Familienzeit umso mehr. Nahezu alle Ausflüge werden zu Fünft unternommen. Und jetzt, wo die große Tochter in die Schule gekommen ist, ändert sich auch wieder einiges. Umso besser ist es, das wir uns vor der Einschulung schon wieder gut als Familie eingegroovt hatten 😉
    Es stimmt also wirklich: ALLES WIRD GUT!

  2. Ich musste grade ein bisschen weinen. Mein Kind ist 3,5, das Baby 2 Wochen und hier gehts ähnlich zu. Interessanterweise ist es bei uns am schlimmsten, wenn mein Mann und ich beide anwesend sind. Bei Ausflügen mit Papa alleine ist alles prima, auch wenn ich mit beiden alleine zuhause bin, aber wehe wir sind alle zusammen- da bricht die Wut durch…mir tut mein großes Kind leid, ich würde es ihm gerne erleichtern. Die 3 Wochen Kitafrei starten heute. Mal schauen, wie wir das meistern. Alles gute euch

  3. Liebe Johanna, vielen Dank für diesen ehrlichen und emotionalen Einblick in euren Alltag! Und für die Tipps. Uns steht die Enttrohnung noch bevor, gleichzeitig mit Arbeitsortwechsel meines Mannes (viiiiel längerer Arbeitsweg und nichts mehr mit bringen / abholen des Großen). Ich bin gespannt! Alles Liebe und haltet durch, ihr macht es super!

  4. Meine Kinder sind ja schon ein bißchen älter, aber je näher das Ende meiner Schwangerschaft rückt, desto mehr mache ich mir um genau das, über das du schreibst, Gedanken. Und Bauchgrummeln kriege ich auch, wenn ich an die Zukunft denke.
    Deswegen: Danke für diesen Text, ich werde ihn im Herbst sicher noch einmal brauchen.

    Ich wünsche euch beim Austarieren weiterhin viel Erfolg und Kraft und eine dicke Umarmung schicke ich euch auch!

  5. Sonja sagt

    Wahnsinn, du sprichst mir aus der Seele! Unser 3. Kind kam Mitte Juli, genau zum Beginn der Kita Ferien der beiden großen Brüder. Es waren, wie du schreibst auch für uns die härtesten Wochen jemals.
    Die Hitzewelle hat auch uns alles erschwert. Gemeinsame Aktivitäten- für das Baby zu heiss. Ausruhen zu Hause: für die großen zu langweilig.
    Danke für den tollen Artikel !

  6. Suliisulaa sagt

    So so gut geschrieben!
    Wir sind nicht in der gleichen Situation und trotzdem empfinde ich den Text als wertvoll und werde ihn sicher immer wieder mal empfehlen.
    Viel Kraft, auf dass es bald an den meisten Tagen wieder ziemlich rund läuft!

  7. Hanne sagt

    Liebe Johanna, so ein wichtiger und authentischer Post, danke! Du bist mir aufgrund dieser Authentizität, ohne dich persönlich zu kennen, so sympathisch, es ist eben nicht nur alles Friede Freude Eierkuchen. So gar nicht. Ich finde es wahnsinnig toll wie ehrlich und reflektiert du diese Situationen beschreibst. Wir haben bisher ein Kind und möchten gerne ein zweites, sind aber jetzt schon teilweise sehr stark an unseren nervlichen Grenzen und haben einige (!) Tage an denen wir uns alle einfach nur gegenseitig anschnauzen. Das tut mir weh, denn eigentlich wollte ich natürlich nie ein solches Familienleben leben. Aber so ist es eben und ich bin mir sicher, dass es irgendwann auch besser und harmonischer wird. So wie du es eben auch beschreibst.
    Ich wünsche euch fünfen alles Liebe und hoffe, dass euer Familienmobilé baldmöglichst seine Balance findet!
    Liebe Grüße

  8. Madeleine sagt

    Versager! Genauso fühlten wir uns auch, als Nummer zwei kam und nach drei Wochen einfach mal die nächsten 10 Wochen jeden Vabd durchschrie. Es war damals die Weihnachtszwit und an Heilg Abend hatten wir den Tiefpunkt unserer Elternschaft erreicht und der Tochter bereits am Frühstückstisch, nach ihrem ersten Wutanfall verkündet, der Weihnachtsmann komme nicht zu ihr. Wir fühlten uns so schlecht und ich hatte Angst, meine enge Bindung zu ihr leidet. Auf der anderen Seite war da auch dieses hilflose Bündel, das es so schwer hatte in dieser Welt anzukommen… Ich hatte im vorfeld gelesen, man sollte tatsächlich jede Hilfe annehmen, vor allem wenn mal jemand das große Kind nehmen will. So kommt es zusätzlich zu intensiven Erlebnisse und uneingeschränkter Aufmerksamkeit. Bei nunmer drei dann!

  9. Julika sagt

    Was für ein wichtiger,ehrlicher,authentischer und mutiger Beitrag! Danke dafür!!! Wir leben zwar seit einigen Monaten „nur“ nur zu viert zusammen, aber wir haben ähnliche Probleme(gehabt). Gerade läuft es wieder nicht so rund und ich freue mich,dass morgen wieder Kitastart ist. Ich wünsche dir und deiner Familie von Herzen alles Liebe!!!
    Julika

  10. Steffi sagt

    Danke für diesen tollen Text liebe Johanna. Wir sind nur zu dritt und trotzdem kann ich soviel von Deinen Worten für uns ableiten! 💕
    Sie bauen auf und machen Mut.

  11. Das kommt mir alles sehr bekannt vor, aber bei uns waren es „nur“ zwei Kinder. Gerettet hatte uns damals auch der Text vom gewünschtesten Wunschkind und die Zeit. Ich wünsche dir und deinem Mann ganz viel Kraft und ganz viele schönen Momente!

  12. Ariane sagt

    Hallo Johanna,

    Wir sind seit 10 Monaten zu fünft und ich kenne das alles auch. Dann hat sich das eingegroovt u schien echt gut zu laufen bis die Ferien bei uns begonnen haben. Und die dauern ja 9 Wochen bei uns in Ö!
    Ich dachte mir, dass das auch gut klappen wird wie die letzten Jahre…denkste! Manchmal wollte ich einfach nur weg von diesem Gezanke u Genöle, das für mich ungewohnt war. Manchmal saß ich einfach nur da und heulte während meine Kinder sich stritten…
    Nun haben wir 5 Wochen hinter uns und wir haben neu zueinander gefunden. Es klappt alles viel viel viel besser wieder. Bis auf ein paat „Aussetzer“, auch meinerseits…Meine Großen sind auch bei der Geburt vom Kleinsten 5 u 3 gewesen…
    Kopf hoch!

    Liebe Grüße

  13. Annika sagt

    Ein toller Text, liebe Johanna! Tatsächlich finde ich uns (zumindest wenn es um die Elternrolle geht) ein Stückchen wieder. Bei uns geht es allerdings nicht um die Veränderung von einem zum zweiten (oder x-beliebigen weiteren) Kind, sondern um die Veränderung von 12 Jahre Pärchen zu Familie mit einem Kind. Und auch schon das hat uns in der Anfangszeit so manches Mal an unsere Grenzen gebracht. Man schenkt diesem Wurm den ganzen Tag Liebe und Aufmerksamkeit und soll abends selbiges dann auch nochmal dem Partner zeigen. Für mich sehr schwer! Was euch betrifft, vielleicht hilft dir dieser Spruch in so mancher Situation: „Liebe mich dann am meisten, wenn ich es am wenigsten verdient habe. Denn dann brauche ich es am meisten!“ Kopf hoch und stark bleiben! Das wird schon! Herzlichst, Annika von _wohnverknallt

  14. maritta sagt

    Super geschrieben, sehr ehrlich und echt. Wir hatten auch sehr viele anstrengende Phasen, mittlerweile sind meine Jungs größer ( 14 und 18), aber ich erkenne vieles wieder, auch was wir falsch gemacht haben. Rückblickend würde ich sagen, dass es am wichtigsten ist, sich mit dem Partner in den großen, wichtigen Fragen einig zu sein.
    Danke für den Text und alles Liebe Dir und Deiner Familie.
    xxx

  15. Kathy sagt

    Einfach ein wunderschöner Artikel. Danke dir dafür! Und ganz viel Kraft und viele Momente (noch so kurz) voller Liebe in der kommenden Zeit…

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