Autor: Johanna

Gästebad Make Over

Grün-gemusterte Fliesen, 120 Jahre alt, so alt wie das Haus, in dem wir wohnen. Ein schnörkeliges Waschbecken, winzig, verziert in dem gleichen Grün der Fliesen und vermutlich genau so alt. Unser Gästebad. „Bloß nicht aus dem Wasserhahn trinken, das sind alte Rohre, womöglich bleihaltig.“ hieß es, als wir die Altbauwohnung zum ersten Mal sahen. Die Eigentümer wollten so viel wie möglich im Original-Zustand belassen, auch wenn das heißt, dass es hier und da nicht so makellos aussieht, wie man es sich wünschen würde. Ich liebe diese alten Stilelemente und das Mini-Bad hat mich sofort verzaubert. Manchmal schaue ich das Waschbecken an und denke daran, wer sich hier wohl schon alles die Hände gewaschen hat, was dieses Haus schon für Geschichten erlebt hat. Die Geschichten, auch wenn ich sie nicht kenne, machen für mich einen großen Teil des Altbauzaubers aus. Mittlerweile leben wir seit 5 Jahren hier, das Gästebad ist schön wie am Anfang – im wahrsten Sinne des Wortes. Hier hat sich kaum etwas getan, seit wir eingezogen sind, nur einen Spiegel habe ich bisher …

Wie ich zum ersten Mal nach 8 Jahren wieder Auto gefahren bin

Zwischen Gaspedal und Handbremse

Oder: nach der eineinhalb Jahre langen Bremsspur stottert der Motor erstmal, bevor er wieder Fahrt aufnimmt. „Du kannst nicht einfach so weitermachen.“ flüstert eine Stimme in meinem Kopf. „Du brauchst ein Spektakel, einen Relaunch, ein BIG BANG, einen (Content) Plan für mindestens ein Jahr, bevor du wieder loslegst. Du musst Trends setzen, statt ihnen hinterher zu hetzen!“. Mein Herz klopft, ich spüre es bis zum Hals. Ich denke zurück an Anfang 2020: Krippeneingewöhnung, Pläne, Posts, Pinkepank. Ein bisschen mehr wieder Ich sein. Damit sollte es weitergehen. Ich spüre noch meinen Fuß auf dem Gaspedal, wie ich es langsam, aber sicher, durchtrete. Und dann: Vollbremsung und eine eineinhalb Jahre lange Bremsspur. Die Trümmer liegen noch auf dem Seitenstreifen. Jetzt ist Ella in der Kita, Homeschooling zum Glück gerade kein Thema mehr, Hirn und Herz brodeln, ich will loslegen, das Gaspedal durchtreten und Staub aufwirbeln. Geschichten erzählen, Worte jonglieren, Gefühle transportieren, Herzblut nach draußen tragen. Aber mit dem Losschreiben, Losproduzieren, Loslegen ist es wie mit dem Losfahren vor kurzem in echt. Hallo Handbremse! Auto gefahren bin ich …

Free Desktop Wallpaper Oktober 2021

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Happy Herbst, happy Ferien. Die ersten beiden Oktoberwochen sind für uns Hamburger immer schon Herbstferien. Das fühlt sich manchmal etwas komisch an, weil in einigen Bundesländern die letzten Kinder gerade erst eingeschult wurden. Wir haben dieses Jahr quasi beides ein bisschen, eine Einschulungs-Nachfeier, die wir durch Corona erst jetzt nachgefeiert haben. Das war wirklich schön, wir haben alles noch mal so gemacht, wie wir es bei einer richtigen Einschulung gemacht hätten. Nur der Schulteil, der fehlt natürlich. Und jetzt eben Ferien. Fehmarn-Ferien, auf einem Hof mit befreundeten Familien, Kindern, die den ganzen Tag reiten, spielen und stromern, sich spät abends das Stroh aus den Haaren ziehen lassen und vor Aufregung trotzdem nicht einschlafen können. Weil der nächste Tag ganz bestimmt noch besser wird als der heutige. Urlaub mit Kindern ist bekanntermaßen nur Alltag woanders. Und so sitzen wir um halb elf auf dem Sofa, während die Kinder um uns herum Herbstlieder singen, malen, lesen und Äpfel knuspern. Das Leben eben. Unser Leben eben. Ich versuche, Frieden damit zu schließen. Mit dem Laptop auf den Beinen …

Organisation und Überblick im Familienalltag. Tipps und Tricks und ein praktischer Alltagshelfer.

Werbung Ordnung ist das halbe Leben, heißt es. Ich war lange sehr überzeugt davon, auch mit kreativem Chaos ganz gut durch die Tage zu kommen. Aber je älter die Kinder werden, je mehr Hobbys, Verabredungen und Termine dazukommen, desto mehr merke ich: Ordnung hilft mir, den Überblick zu behalten. Neben „alles hat seinen Platz“, woran wir noch arbeiten, ist „alles wird aufgeschrieben“ essentiell wichtig. Termine, Gedanken, Anekdoten, wer, wann, wo, was. Plus Unterpunkte. Denn machen wir uns nichts vor: das Leben von fünf Personen, davon zwei schulpflichtig und zwei berufstätig, im Blick zu haben, ist eine Herausforderung. Den Überblick behalten – mit zwei Kalendern Auch, wenn André und ich einen gemeinsamen Online-Kalender führen, Papier ist mein Medium. Ich brauche einen Kalender, in den ich mit der Hand schreiben kann, was so ansteht. Außerdem ist Papier mein Rettungsanker im Mental Load Meer. Alles, was ich aufschreiben kann, vergesse ich nicht, trotzdem ist es aus dem Kopf raus und dieser etwas leichter. Außerdem schreibe ich auf, was gerade so los ist bei den Kindern und uns. Meilensteine, …