Redaktioneller Beitrag, enthält Affiliate Links*

Das Karo-Kleid von OffOn Clothing hab ich im Spätsommer bestellt, angeschmachtet allerdings schon viel länger. Genau wie viele andere Kleider und Styles von OffOn Clothing. Terracotta-Karo mit halblangen Ärmeln und Taschen ist jetzt also Number One geworden, es bleibt sicher nicht das letzte Teil des nachhaltigen Familienunternehmens.

Das Kleid mag ich besonders, weil es super vom Sommer- zum Herbstkleid werden kann. Kuschelige Strickjacke, Pullunder, Rollkragenpulli und Strumpfhose und Boots statt Sandalen und Sonnenbrille. Fertig für einen Herbstspaziergang.

Kuschelig in Rosa und Orange mit dem Strickmantel von American Vintage, für laue Herbsttage ist die Jeansweste von Edited* eine coole Kombi und lila geht mit den Terracotta-Karos auch ganz hervorragend. Pullover von Jan ’n June*. Dazu passen die Boots von Ten Points perfekt*. Sie sind wirklich mega bequem, ich wollte sie letztes Jahr schon unbedingt haben, es gab sie allerdings nirgends mehr in meiner Größe, als ich sie entdeckt hatte. Es gibt sie auch noch in schwarz und sand.

Was noch dazu passt:

Brille von Izipizi, Jacke von Armedangels*, Sonnenbrille von Kapten + Son*, goldene Tasche von Elektropulli*, Leo-Tasche von Kadodesign (in Soft Pink noch bei ChaChaWomen zu haben). Den Naomi Jumper von Oat Ava in blueberry milk kann ich mir auch sehr gut zu dem Kleid vorstellen, mein Cadigan in Pink passt zumindest sehr gut.

Ich freu mich tatsächlich langsam auf Herbstlooks, wie siehts bei euch aus?

*wenn ihr über einen dieser Links etwas kauft, bekomme ich eine kleine Provision, ohne, dass es euch mehr kostet. Vielen Dank, dass ihr auf diese Art und Weise meine Arbeit wertschätzt.

Es gibt sie, diese lebenslang Rezepte. Die, die man immer und immer wieder macht, hier und da abwandelt, ergänzt – so wie mein Grundrezept für Muffins. Richtig unspektakulär hab ich an Ellas Geburtstag, kurz bevor wir mit den kleinen, ofenfrischen Kuchen Richtung Kita gestiefelt sind, noch die Kamera auf die kunterbunten Mitbringsel gehalten. Ich wusste es ja vorher schon: das Rezept wollen viele haben. Verständlich, manchmal ist simpel eben doch einfach gut. 

War dann auch so, die Muffins hatten einen kurzen Gastauftritt in den Insta-Stories und pling! lauter verrätst du das Rezept Nachrichten in meinem Postfach. Klar, here we go:

Für die Grundvariante müsst ihr euch unter der Puderzucker-Smarties-Haube den nackten Muffin vorstellen, den ihr quasi beliebig variieren könnt. Süß, salzig, herzhaft, die Basis bleibt ungefähr gleich, nur den Zucker würde ich bei herzhaften Varianten weglassen und stattdessen etwas Salz einstreuen. Ansonsten könnt ihr reinhauen, was immer ihr wollt. Was gibts also besseres als so ein easy peasy Grundrezept? 

Grundrezept für Muffins

Zutaten:

  • 150 g Butter
  • 250 g Mehl
  • 2 gehäufte TL Backpulver
  • 2 Eier
  • 200 g Crème fraîche, Schmand oder saure Sahne
  • 150 g Zucker

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180° vorheizen und ein Muffinblech vorbereiten. Das Mehl mit Backpulver vermischen, die Butter schmelzen.
  2. Eier und Crème fraîche mit dem Zucker verrühren, die geschmolzene Butter und die Mehlmischung dazugeben und nochmal gut verrühren.
  3. Den Teig in die Muffinform füllen und die Muffins auf der mittleren Schiene 20-25 Minuten backen.

Für die Kita-Geburtstags-Variante gebt ihr in den Teig einfach ein paar Schokodrops und fürs Topping mixt ihr Zuckerguss aus Puderzucker und Zitronensaft zusammen, gebt ein Löffelchen auf die Muffins und streut Mini-Smarties drüber. Ruck zuck und ich wurde auf dem Sommerfest ein paar Tage später angesprochen, weil einige Kinder zuhause erzählt haben, dass Ella die besten Muffins der Welt mitgebracht hat. Kann man also mal machen.

Eine meiner allerliebsten Lieblingsvariante sind meine Apfel Zimt Muffins mit karamellisierten Walnüssen – das Rezept hat seinen Ursprung ohne die Walnüsse in Muffins, die Nachbarn in Ottensen vor ungefähr 16 Jahren mal vorbei gebracht haben. Ich habe es über die Zeit mit den karamellisierten Walnüssen gepimpt, die ich eine zeitlang immer im Salat (Feldsalat mit Rote Beete, Apfel und karamellisierten Walnüssen) gegessen hab. Vom Salat in die Muffins, absolut bester Überraschungs-Crunch in beidem.

Ihr seht – eigentlich geht mit diesem Grundrezept alles. Ihr könnt auch einfach Früchte in den Teig machen, ein Toffifee in den Teig drücken, Schokodrops und oder Karamell Fudge (wie in diesem göttlichen Salted Caramel Fudge Chocolate Cookies Rezept) unterrühren oder die fertigen Muffins mit geschmolzener Schokolade überziehen und mit Popcorn berieseln. Its up to you, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, Hauptsache ihr habt Spaß dabei.

Und wenn nicht – haut ihr einfach eine Backmischung in den Ofen.

Der September leuchtet. Es ist der Monat, in dem mir morgens nicht mehr die grelle Hitze entgegenknallt, sondern die Sonne warm und kraftvoll durch die Blätter blinkt. Bisher ist es mir nicht so aufgefallen, aber ich mag den September sehr.

Er schmiegt sich wie ein weicher, wohlwollender Übergangsmonat zwischen Sommer und Herbst, macht uns den Übergang leichter. Plötzlich ist es morgens nicht schon grellhell, wenn ich aufstehe. Es ist abends dämmerdunkel, wenn die Kinder unter die Decken kriegen. Es wird wieder etwas kuscheliger und bleibt dabei trotzdem noch septemberhell. Das Licht in dieser Übergangszeit ist besonders. Stark und leuchtend und golden. Immer muss ich stehen bleiben, es beobachten und einfangen. Ein paar Sonnenstrahlen für den Winter sammeln.

Wie immer begrüßen wir den neuen Monat mit einem Desktop Wallpaper. Dieses hier liebe ich sehr sehr sehr. Es ist ein bisschen rauchig, ein bisschen galaktisch und geheimnisvoll. Ein guter Begleiter, finde ich.

Free Desktop Wallpaper September 2022

Wie immer könnt ihr euch das Desktop Wallpaper in unterschiedlichen Größen hier runterladen. Es ist ausschließlich für den privaten Gebrauch gedacht und darf nicht zweckentfremdet genutzt werden.

Free Desktop Wallpaper 2022

Free Desktop Wallpaper Download

1280×1024
1600x 1200
1920×1200
1920×1080
2560×1140
iPad
iPhone
iPhone ohne Kalender
iPhone extra

Design: Swantje Hinrichsen für Pinkepank.

Wie gehts euch mit dem September? Fällt es euch leicht, den Sommer ziehen zu lassen? Freut ihr euch schon auf Strick und Herbst und Tee und Kürbisse? Oder wäre bei euch ewig Sommer, wenn ihr es euch aussuchen könntet?

Auf jeden Fall wünsche ich euch ganz viel Freude mit dem Desktop Wallpaper im September.

Dankeschön? Auf einen Kaffee?

Wenn ihr euch über das Desktop Wallpaper freut, es vielleicht schon seit Jahren benutzt oder ganz neu entdeckt habt, euch aber bei jedem Blick auf einen eurer Bildschirme drüber freut, habt ihr vielleicht Lust, mich als Dankeschön auf einen Kaffee einzuladen?

Weil ich die Desktop Wallpaper und die Printables nicht selbst entwerfe, sondern tolle Grafikerinnen dafür bezahle, könnt ihr mich mit einem kleinen Betrag dabei unterstützen. 

Wenn ihr nach rechts in die Sidebar schaut oder auf dem Handy ganz nach unten scrollt, seht ihr zwei Tassen und einmal Kaffee und Kuchen als Option, wenn ihr auf die Bilder klickt, könnt ihr mich per PayPal auf einen Espresso, einen Flat White oder eben auf Kaffee und Kuchen einladen. Für noch mehr Printables, Inspiration und mehr Tipps, wo ihr in Hamburg gut Kaffee trinken, übernachten, essen und shoppen könnt. Merci!

Tage 11 – Sonntag 21.08.

Wieder die Situation – wir sind mit Freunden auf einem Spielplatz, picknicken – und ich würde eigentlich gern ein paar Snippets drehen, ein paar Fotos schießen als Hamburg-Tipp. Aber ich lasse es. Filme nicht, wie Ella im Sommerkleid über die Hängebrücke läuft, wie schön grün es hier mitten in der Stadt ist. Und schattig. Perfekt für eine Pause mit Kindern. Abends bereue ich, dass ich es nicht doch getan habe. Denn auch, wenn es manchmal nervig ist, das Handy ständig dabei und präsent zu haben – das ist eben auch das Schöne und Vorteilhafte an meinem Job. Dass ich ihn von überall machen kann, mal eben schnell auch mit Familie produzieren und später alles zusammensetzen kann.

Statt mich zu ärgern, freue ich mich aber viel mehr, dass ich wieder die schönen und wertvollen Aspekte meines Jobs sehen kann.

Tag 12 – Montag 22.08.

Heute ist der Tag, an dem ich wieder starten will, zu schreiben. Posts vorzubereiten, damit ich nach der langen Durststrecke auch etwas vorzuweisen habe. Es ist aber auch der erste Montag nach den Schulferien und ich merke nochmal deutlicher, was ich in den Sommerferien schon gespürt habe: selbst ohne meinen Erwerbsjob und ohne Instagram als Ablenkung ist es ein Vollzeitjob, alles rund um Familie und Kinder im Blick und im Griff zu haben. Erst Recht, wenn neben der ersten Schulwoche, in der je Menge Orgakram und Infos auf mich zukommen, noch ein Geburtstag ansteht. Und ein neuer Termin, denn ja: auch das kleinste Kind ist jetzt so groß, dass regelmäßig Hobbys und Verabredungen auf dem Plan stehen.

Trotzdem, ich kann nicht sagen, warum: ich schaffe es besser als an vielen anderen Tagen, mich zu fokussieren. Selbst wenn ich merke, dass all die kleinen und großen To dos, all die Gedanken, Pläne, Ideen und was sonst noch in meinem Kopf ist, wie eine Schar Schmetterlinge aus meinem Kopf zu flattern drohen. Ich bin zuversichtlicher als sonst, dass ich das schon irgendwie schaffe. Liegt es daran, dass gerade ein noch Aufgabenbereich eingeschränkt bespielt wird oder daran, dass mein Blick nicht ständig drauf gerichtet ist, wie gut andere Familien, andere Mütter alles wuppen?

Tag 13 – Dienstag 23.08.

Trotz Auszeit gucke ich täglich kurz bei Instagram rein. Freue mich über die Nachrichten, dass ich, dass meine Stories, mein Content fehlen.

Die Geburtstagsvorbereitungen würde ich normalerweise teilen. Geschenke-Tipps, Kuchen-Rezepte, Deko-Ideen. Diesmal nicht, auch das erste Mal seit langer Zeit. Fotos vom Geburtstagstisch morgen müssen trotzdem sein. André und ich funktionieren gut zusammen bei den Vorbereitungen, gute Absprachen und genaue Zuteilungen, wer was macht, zahlen sich aus. Auch und gerade an so vollgepackten Tagen wie heute.

Aufregung und Vorfreude beim Fast-Geburtstagskind mischen sich mit meiner Müdigkeit und trotzdem explodiert das Gemisch nicht. Stattdessen sitzen wir kuschelnd auf der Küchenbank und wie fast vor jedem Geburtstag kann ich es mir nicht verkneifen, zu sagen: “Und jetzt gerade lag ich wahrscheinlich ganz allein im Bett im Krankenhaus, hab auf Wehen gewartet und die Süßigkeiten aus meiner Kliniktasche gegessen, weil ich kein Abendbrot mehr gekriegt habe.”

Tag 14 – Mittwoch 24.08.

Geburtstagsmorgen! Bevor die Kinder wach sind, mache ich schnell ein paar Bilder vom Geburtstagstisch und vom Kuchen. Dann lege ich die Kamera beiseite und hole sie erst wieder raus, um Erinnerungsbilder für uns zu machen.

Es ist ein schöner Tag, ein emotionaler Tag. Mein Vater hat heute nach mehr als 30 Jahren heute seinen letzten Tag bei der Berufsfeuerwehr und wird mit einem bombastischen Programm und so viel Liebe verabschiedet, dass ich selbst durchs Telefon auf den Fotos spüre, wie schwer es seinen KollegInnen fällt, ihn gehen zu lassen. Immer wieder kommen mir die Tränen, aus den unterschiedlichsten Gründen. Weil ich mich so unheimlich für meinen Vater freue, dass er so geliebt wird von den Menschen, mit denen er gearbeitet hat. Dazu kommt Wehmut, denn die Feuerwehr gehört schon mein ganzes Leben lang dazu. Auch für mich irgendwie. Und ein kleines bisschen weine ich auch darum, dass ich kein Team habe, zu dem ich gehöre. Kein Team, das mich so verabschieden würde. Und in das Gefühl der bedingungslosen Freude für meinen Vater mischt sich mal wieder die Frage nach meinem Platz in der Welt und was ich den Menschen um mich herum eigentlich bedeute.

Die Frage nach einem Team hat direkt mit meinem Job zu tun. Im Krankenhaus früher hatte ich ein Team, aus dem zum Teil Freundinnen geworden sind, die ich zu meinem großen großen Glück immer noch habe. Natürlich gab es auch die KollegInnen, mit denen ich nicht zurecht kam. Trotzdem spüre ich ganz deutlich wonach sich wahrscheinlich alle Menschen sehnen: ich möchte mich zugehörig fühlen. Einem Team, mit dem ich Alltag erlebe, Zeit verbringe.

Tag 15 – Donnerstag 25.08.

Der vollste Tag der Woche. Orga-Chaos, ich muss in der Schule anrufen und würde mich gern über die Nachmittagsbetreuung aufregen. Mal abgleichen, wie das woanders geregelt ist. Gut ist, glaube ich, dass meine Empörung nicht ungefiltert ins Internet tönt. Trotzdem ist das Thema Abhol- oder Gehzeiten etwas, das ich gern mit der Community diskutieren würde. Wobei diskutieren der Knackpunkt ist. Das fehlt mir, der Austausch, der in manchen Fällen wirklich auch eine Horizonterweiterung ist, meinen Blickwinkel angleicht oder ändert. Was mir nicht fehlt ist das Wissen darum, dass zu jedem etwas kontroverseren Thema jemand schon darauf wartet, mir eins reinzuwürgen.

Die unerwartete Nachricht von letzter Woche beschäftigt uns immer noch. Sie zieht ihre Kreise und wird in den nächsten Monaten die ein oder andere Veränderung mit sich bringen. Einerseits gut, andererseits ist es immer erstmal mit mehr Aufwand verbunden, eingetretene Pfade zu verlassen.

Tag 16 – Freitag 26.08.

Ich versinke in Hörbüchern, das dritte höre ich schon. Ganz offensichtlich habe ich doch Zeit gewonnen. Oder zumindest die Ruhe, mich auf ein Hörbuch einlassen zu können. Das fiel mir bisher so schwer, dass ich kaum eins zu Ende gehört habe.

Jetzt kann ich es kaum erwarten, zu hören, wie es weitergeht, während ich Geschenke und Deko für das Sommerfest von Freunden vorbereite.

Mir läuft wieder ein Thema über den Weg, das ich gern posten würde. Nichts Neues, aber es nervt einfach, dieses ewige Einteilen in Mädchen und Jungs. Aktuell und direkt vor meiner Nase: bei Duschgel und Shampoo. Rot und Rock für Mädchen, Grün und Hose für Jungs. Auch wenn beides als SuperheldIn dargestellt wird, doch eine klare Trennung. Direkt daneben: gefährlicher Dino vs. Prinzessin auf Einhorn. Lila und lange Haare vs. blau und kurze Haare. Rosa, Prinzessin, Mama und Baby, Lieblichkeit und Fürsorge auf der einen Seite – Blau, Feuerwehr, Fußball und Aktivität auf der anderen Seite. So unnötig und ein Aspekt, der einfach immer wieder thematisiert werden muss. Auch wenn er zum Hals raushängt.

Tag 16 – Samstag 27.08.

Sommerfest-Hochzeits-Geburtstags-Sausentag – leider ohne die Gastgeber, die nach 2,5 Jahren ohne zum wirklich unpassendsten Zeitpunkt Corona haben. Wir anderen feiern trotzdem und ich genieße es wahnsinnig, die kleine Babytochter meiner Freundin im Arm zu halten, während sie isst.

Während ich auf diese winzigen Hände, den kleinen Mund und die Augen, die verraten, dass sie träumt, schaue, ploppt in meinem Kopf wieder diese Idee auf, die ich zuerst vor gut einem Jahr hatte. Die Idee, die ich umsetzen würde, wenn ich eine Million Euro zur Verfügung hätte (wobei ich ehrlich gesagt wohl deutlich mehr bräuchte) und die in meiner Vorstellung so eine Bereicherung für junge Mütter wäre.

Die Party ist sehr schön, aber meine Freundin und ihre Familie fehlen einfach. Wir machen lustige Videos, essen leckerste Halloumi-Burger, füllen das Gästebuch aus und als wir es vor Kälte nicht mehr aushalten (jap, der Herbst steht vor der Tür), fahren wir zurück nach Hamburg.

Tag 17 – Sonntag 28.08.

Nichts los, wir tüdeln durch den Tag. Wäre wohl auch so ein Tag gewesen, an dem ich random meinen Kaffee und den Sonnenuntergang gepostet hätte.

Tag 18 – Montag 29.08.

Montag, die letzten drei Tage meiner Auszeit brechen an. Ich gerade ein bisschen in Panik, weil ich eigentlich viel vorbereiten wollte. Wirklich viel. Aber dann denke ich mir: dann wär es irgendwie auch keine Auszeit gewesen. Keine echte. Ich schreibe den Text zum Haus und merke, wie glücklich es mich macht, Texte zu schreiben. Auch, wenn es keine weltverändernden Texte sind. Sondern einfach nur kleine und große Geschichten aus meinem Leben.

Tag 19 – Dienstag 30.08.

Dienstag. Ich checke aus Spaß, um wieviel geringer meine Stunden bei Instagram in den letzten Wochen waren und bin überrascht, dass ich an einigen Tagen tatsächlich mehr als eine ganze Stunde bei Instagram verbracht habe. Verrückt, ich hätte gewettet, dass ich jeden Tag nur mal ganz kurz reingeschaut habe. Dennoch ist das deutlich weniger Zeit, als ich sonst in Instagram investiere. So zwischen 3-8 Stunden sind es täglich, plus das ganze Drumherum. Emails, Abstimmen mit meiner Schwester, Verträge lesen, Steuern, Kooperationen, Kommentare und Nachrichten beantworten.

Heute bin ich zwiegespalten, ob ich mich auf Donnerstag freue. Ich hab nach wie vor so viele Ideen, bin nach wie vor schlecht in Planung und Umsetzung und kriege sofort wieder Druck auf der Brust, als ich durch Insta scrolle und sehe, wie leicht einigen meiner Kolleginnen neue Formate von der Hand gehen. Wie viel und wie schnell sie Neues produzieren, dabei auch immer gut aussehen. Ich bin nicht neidisch, ich muss nur rausfinden, wie ich diese Eindrücke in Motivation umwandle statt sie mich lähmen zu lassen.

Tag 20 – Mittwoch 31.08.

Letzter Urlaubstag. Fazit meiner Pause? Es geht mir richtig gut. So gut wie schon ewig nicht. Ja, PMS, Periodenkopfschmerz und ein sich seltsam verhaltender Zyklus kicken immer noch hart rein. Ich bin immer noch manchmal müde und erschöpft. Die Wucht der Pubertätswelle, die sich urplötzlich haushoch vor mir auftürmt, auf mich niederprasselt und mich kurz mit in die Tiefe reißt, bis ich mich nach Luft und Lösungen schnappend wieder an die Oberfläche gekämpft habe, überwältigt mich manchmal immer noch. Ich weiß immer noch nicht, wie zum Teufel ich anfangen soll, die Zimmer umzustellen. Aber. ABER. Da ist Leichtigkeit und Freude und Glück zurück in meinem Herzen. Es klingt so kitschig, ich kann es selbst kaum glauben. Aber ich fühle es. Die letzten Tage nochmal mehr, ganz deutlich. Und: ich kann plötzlich wieder klarer sehen. Meine Ziele, meine Themen.

Bedeutet: klar wie Kloßbrühe, ab jetzt gibts regelmäßig ohne wenn und aber Pausen für mich. Regelmäßig, nicht erst wieder in 10 Jahren. Verrückte Kiste. Erzählt doch mal – habt ihr das auch schon mal so erlebt?