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1000 Fragen an mich selbst #15

1000 Fragen an dich selbst - mehr Selbstfürsorge im Mama-Alltag (3)

Hui, zum ersten Mal hätte ich die 1000 Fragen an mich selbst fast nicht „pünktlich“ geschafft. Es ist zwar wirklich kurz vor knapp, aber es ist noch Samstag. Die letzte Woche war anstrengend (mimimi) und es fiel mehr schwer, überhaupt Energie aufzubringen, mich durch den Tag zu schleppen.

Dementsprechend hatte ich auch nicht wirklich viel Kraft übrig, mir Gedanken zu machen und die dann auch noch zu formulieren.

Aber – hier sind sie, meine Antworten auf die nächsten 20 Fragen.

Neu dabei?

Falls ihr neu dabei seid und gerne noch einsteigen möchtet, alle Infos findet ihr in diesem Post und unter dem Schlagwort 1000 Fragen an dich selbst hier auf dem Blog.

1000 Fragen an mich selbst #15

281: Malst du oft den Teufel an die Wand? 

Oft nicht, aber es kommt schon vor. Vor allem in Situationen, die unbekannt sind und mir Angst machen.

282: Was schiebst du zu häufig auf?

Unangenehme Dinge. Eigentlich genau falsch rum, es wird immer geraten, die unangenehmen Erledigungen so schnell wie möglich hinter sich zu bringen.

283: Sind Tiere genau so wichtig wie Menschen?

Sehr sehr schwierige Frage, gerade für mich als Vegetarierin. Ich habe lange drüber nachgedacht und ich kann nur zu dem Entschluss kommen: solange nicht die Entscheidung Leben oder Tod für entweder einen oder den anderen im Raum steht, ja.

284: Bist du dir deiner selbst bewusst? 

Seit einiger Zeit ja, sehr sogar, würde ich sagen. Und ich sag’s schon wieder, aber es stimmt einfach – nicht zuletzt auch, weil ich mir Zeit nehme, diese Fragen zu beantworten. Ich nehme mir die Zeit für mich, um über mich und meine Meinung nachzudenken.

285: Was war ein unvergesslicher Tag für dich? 

Die unvergesslichen Tage sind immer die, an denen etwas besonderes passiert. Besonders schlimm vergisst man genau so wenig wie besonders schön – allerdings ist unvergesslich irgendwie positiv besetzt. Und weil ich mich nicht für einen Tag entscheiden kann: der Tag, als ich André kennengelernt hab, der Tag, an dem Lotta geboren wurde und – Überraschung – der Tag, an dem Bo geboren wurde.

286: Was wagst du dir nicht einzugestehen? 

Eigentlich bin ich gerade ganz gut darin, Dinge einzugestehen. Es gibt sicher irgendetwas, das noch „verborgen“ ist, irgendwo tief in mir. Aber alles, was oberflächlich genug ist, dass ich selbst drankomme, schaffe ich, mir einzugestehen.

287: Bei welcher Filmszene musst du weinen? 

Die Frage müsste für mich eher lauten: Bei welcher Filmszene musst du NICHT weinen? Ich weine wirklich ständig bei Filmen, wenn es schön ist, romantisch, traurig, dramatisch. Klassiker selbstverständlich: Titanic. Ich muss zugeben – kein Film hat mich in SO VIELEN Szenen zum Heulen (okay, Schluchzen) gebracht (und ja – obwohl ich den Film vermutlich seit 10 Jahren nicht gesehen habe, steigen mir sofort die Tränen in die Augen, wenn ich an die Szene denke, in der Rose langsam im Rettungsboot vom Schiff gelassen wird, Jack ihr nachschaut und die Zeit stehen zu bleiben scheint – bis Rose zurück ins Schiff springt).

288: Welche gute Idee hattest du zuletzt? 

Die letzte richtig gute, große Idee war, diese 1000 Fragen an mich selbst Reihe zu starten. Weil sie etwas in Bewegung gebracht hat, ich habe das Gefühl, unter anderem deswegen in den letzten Monaten so viel geschafft zu haben wie lange, lange Zeit nicht. Und eine banale, aber sehr gute Idee war, meinen Freund Mikrowellenpopcorn mitbringen zu lassen, das ich knuspern kann, während ich die Fragen aus meiner grandiosen letzten Idee beantworte.

289: Welche Geschichte würdest du gerne mit der ganzen Welt teilen? 

Es gibt nicht DIE Geschichte, die ich gerne mit der Welt teilen würde und es ist auch nicht (nur) meine. Ich würde gerne die Geschichten von Müttern mit der Welt teilen. Über ihren Mut, ihre Stärke und auch ihre Ängste schreiben. Die Sorgen, die Hoffnungen, die kleinen und großen Emotionen, die Verzweiflung, die Herausforderungen. Ihre Leidenschaften, Lieben, ihre Schwächen, über ihre Herzen, ihren Geist und Verstand. Ihre Entscheidungen. Über alleineinerziehende Mütter, Mütter, die arbeiten und die, die zuhause bleiben. Über den Balance-Act von Müttern, im Kleinen zuhause und im Großen in der Gesellschaft. Über Mütter mit Unterstützung und solche, die allein dastehen.

Der Balance-Act der Mütter.

An dieser Stelle möchte ich noch kurz sagen: natürlich und ohne Frage sind die Geschichten von Frauen ohne Kinder es ebenso wert, mit der Welt geteilt zu werden. Ich habe wirklich ziemlich lange über die Situation nachgedacht, dass in meinem Kopf sofort „Mütter“ aufploppen, wenn ich über die Frage nachdenke.

Diskriminiere ich damit kinderlose Frauen? Und wie bescheuert ist es eigentlich, dass ich Frauen sofort in Mütter und Nicht-Mütter teile? Gibt es in der Realität auch diesen „Gap“ zwischen Frauen mit und denen ohne Kinder? Vielleicht weniger zwischen Freundinnen und innerhalb der Familie, aber zwischen sich fremden Frauen?

Supporten statt bashen

Ein Thema, das mich nicht nur bei dieser Frage nicht loslässt. Ich habe seit einiger Zeit das Gefühl: Je weniger eine Frau daran gemessen werden sollte, ob sie Mutter ist, desto mehr passiert genau das. Dieses ganze Mutter-Ding bauscht sich in eine vollkommen falsche Richtung auf. Nämlich nicht in Richtung „Wir kämpfen gemeinsam für unsere Rechte“. Wir bashen uns stattdessen gegenseitig. Dafür, dass wir arbeiten gehen oder eben nicht, zu früh wieder arbeiten oder zu spät. Dafür, dass wir uns politisch nicht genug engagieren. Dafür, dass die Kinderklamotten zu teuer und die Altbauwohnungen zu groß sind, aber die Rentenvorsorge (vermutlich) zu klein ist.

Statt übergewichtige Frauen werden jetzt Size-Zero-Moms gebasht oder hirnlose Interior-Moms, die den ganzen Tag nur Kinderzimmer dekorieren und umräumen, um ihre zwei größten Leidenschaften Kinder und Einrichtung auf der drittgrößten, natürlich Instagram, präsentieren zu können.

Wenn ich mir überlege, welche Energie, welche Macht wir Frauen, wir Mütter, entwickeln könnten, wenn wir uns stattdessen gegenseitig unterstützen würden. Wenn wir positive, konstruktive Kritik äußern, Lösungen entwicklen und das alles bündeln würden – ich glaube dann, ja DANN hätten wir wirklich eine Geschichte, die ich liebend gerne mit der ganzen Welt teilen würde.

290: Verzeihst du anderen Menschen leicht?

Das kommt sehr auf die Person an und auch darauf, wie schlimm das ist, was es zu verzeihen gilt.

291: Was hast du früher in einer Beziehung getan, tust es heute aber nicht mehr?

Ich sag’s nicht gerne, aber früher hab ich absolut filmreife Eifersuchts-Ausraster hingelegt. Das gibt es mittlerweile nicht mehr, zum Glück.

292: Was hoffst du, nie mehr zu erleben?

Auch, wenn es unrealistisch ist: ich hoffe, nie mehr zu erleben, wie jemand, den ich liebe, stirbt oder krank wird. Das wäre natürlich meine allergrößte Hoffnung. Aber da Krankheit und Tod einfach zum Leben dazu gehören, hoffe ich einfach darauf, dass ich nicht noch mal einen Shitstorm im Internet erleben muss.

293: Gilt für dich das Motto „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“?

Nein, absolut nicht. Denn ich weiß aus Erfahrung – wenn ich davon später Wind bekomme, macht es das viel viel schlimmer, lässt mich manchmal nie wieder los und beeinflusst dadurch alles, was kommt.

294: Wie wichtig ist bei deinen Entscheidungen die Meinung anderer?

Auch hier wieder die Antwort – das kommt drauf an, welche Entscheidung ich treffen muss, welche Tragweite sie hat und wessen Meinung ich dazu einholen könnte.

295: Bist du ein Zukunftsträumer oder ein Vergangenheitsträumer?

Ich war lange beides, tendenziell aber eher ein Zukunfträumer. Eine Frage in der Art habe ich auch schon mal beantwortet. Lange Zeit habe ich quasi nur für die Zukunft gelebt und immer gedacht: Wenn ich nur erst den Studienplatz/Kinder/eine schönere Wohnung/mehr Geld/weniger Stress/einen schlankeren Körper/… habe, wird alles besser.

Ich konnte lange Zeit das jetzt nicht genießen, hatte immer das Gefühl, früher hatte ich es besser und die Zukunft kann auch nur besser werden. Dadurch hab ich den Blick auf die schönen und wertvollen Menschen und Ereignisse im Jetzt oft aus den Augen verloren.

296: Nimmst du eine Konfrontation leicht an?

Ja, oft vielleicht zu leicht. Ich mag (persönliche) Konfrontationen, aus denen sich Diskussionen entwickeln. Auch, wenn sie selten zu einer Lösung führen. Konfrontationen im Internet finde ich allerdings selten bereichernd und zielführend, weil oft sofort persönlich verletzt und unter der Gürtellinie agiert wird. Hier versuche ich mittlerweile, Konfrontationen aus dem Weg zu gehen.

297: In welchen Punkten unterscheidest du dich von deiner Mutter? 

Darüber werd ich beim morgigen Besuch noch mal gründlich nachdenken.

298: Wo bist du am liebsten? 

Obwohl ich mich immer als Stadtmenschen gesehen habe, würde ich mittlerweile sagen: speziell am Meer und übergeordnet in der Natur.

299: Wirst du vom anderen Geschlecht genug beachtet? 

Puh, ich muss sagen – darauf achte ich nicht wirklich. Klar dreht sich manchmal auf der Straße jemand nach mir um oder schaut mir beim Vorbeigehen länger als gewöhnlich in die Augen. Angelächelt werde ich auch manchmal – also ja, dafür, dass ich meistens mit zwei kleinen Kindern (und im Moment auch noch schwanger) unterwegs bin, finde ich schon.

Vielleicht werde ich aber auch manchmal nur erkannt und angelächelt, weil die Freundinnen der lächelnden Typen mir auf Instagram folgen. Wer weiß. Und solange MEIN Mann mich beachtet, ist auch die zweite Variante voll okay. Obwohl so ein gelegentliches Lächeln das Selbstwertgefühl natürlich enorm steigert. Ihr wisst, was ich meine.

300: Was ist dein Lieblingsdessert?

Frische Erdbeeren oder Kaffee.

So, ich bin ganz gespannt, was euer Lieblingsdessert ist und welche Geschichte ihr gerne mit der ganzen Welt teilen wollt. Deswegen kommt hier euer Link Up:

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Und wie immer die Fragen für die nächste Woche:

1000 Fragen an mich selbst #16

301: Worin bist du ein Naturtalent?
302: Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum Positiven verändert?
303: In welcher Situation warst du unfair?
304: Fühlst du dich fit?
305: Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt?
306: Von welchem Buch warst du enttäuscht?
307: Welchen Grund hatte dein letzter Umzug?
308: Neigst du zu Schwarz-Weiß-Denken?
309: Was fühlst du, wenn du verliebt bist?
310: Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken?
311: Welche Dinge stehen noch auf deiner To-Do-Liste?
312: Hegst du oft Zweifel?
313: Womit bist du unzufrieden?
314: Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug?
315: Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?
316: Bist du schon mal schikaniert worden?
317: Wie spontan bist du?
318: Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos?
319: In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle?
320: Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?

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7 Kommentare

  1. Hallo Johanna,
    Ich finde deine Geschichte, die du in die Welt verbreiten möchtest eine wirklich fantastische Idee! Zu gerne würde ich darüber mehr lesen! Danke für deine Antworten, die mich wieder einmal mehr über meine haben nachdenken lassen 😘
    Liebe Grüße

  2. Pingback: 1000 Fragen an mich selbst #15 Challenge - über Verzeihen

  3. Pingback: 1000 Fragen an mich selbst - #15 - Mama Maus Blog

  4. Sabina sagt

    Liebe Johanna,
    schon seit langem schaue ich (immer wenn Zeit ist) in Deinem Blog vorbei. Das Kommentieren ist aber „nicht so meins“, doch Deine Antwort auf die Frage nach der Geschichte, die zu teilen ist, schafft es mich in die Welt der Kommentare zu ziehen.
    Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin Frau, Tocher, Ehefrau, Mutter zweier Kinder, Vorgesetzte und täglich Vorurteilen ausgesetzt, denn ich:
    …arbete in Vollzeit, obwohl die Kinder 7 und 5 Jahre alt sind…
    …arbeite an meiner Karriere und der Ehemann tritt kürzer…
    …bin übergewichtig…

    Es ist auch interessant, dass sich jeder dazu berufen fühlt die genannten Dinge zu kommentieren und auch zu kritisieren. Meine Erfahrung ist sogar die, dass insbesondere Frauen hier grenzüberschreitend sind.
    Ich würde mir, genau so wie Du auch, mehr Respekt vor den Entscheidungen und Lebensmodellen anderer Frauen wünschen. Nie käme ich auf die Idee eine Frau herabzusetzten, nur weil sie keine Kinder hat (bei mir sah es lange danach aus, dass ich keine bekomme – bis mir der Mann begegente, mit dem ich welche haben wollte). Ebenso wenig würde ich es jemals kritisieren, dass sich eine Mutter entscheidet nicht oder doch oder nur in Teilen arbeiten zu gehen. Und ganz sicher würde es mir nicht passieren jemanden wegen seines Körpers zu kritisieren.

    Liebe Grüße
    Sabina

  5. Lena sagt

    Liebe Johanna, gabe gerade das erste Mal deinen Blog gelesen!
    Einfach toll und ehrlich.
    Freue mich dir zu folgen
    Viele Grüße aus dem Kraichgau
    Lena Kreidenweiß 🤗 fast so cool wie Pinkepank 😂

  6. Pingback: 1000 Fragen an mich selbst #14–#16 – Familienblog Mama notes

  7. Pingback: Ein paar Fragen und ein paar Antworten 101-150 - LUISELIEBT

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