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Baby Bump Update 21. SSW + die Frage: Braucht man beim dritten Kind noch eine Hebamme?

Baby Bump Update 21.SSW im Sommerkleid von Mara Mea und die Frage nach der Hebamme

In der 9. SSW habe ich angefangen, nach einer Hebamme zu suchen. Drei lange Wochen und 46 Emails später hatte ich endlich eine Hebamme gefunden, die für meinen errechneten Geburtstermin noch freie Kapazitäten hatte. Gestern, am letzten Tag der 21. SSW hab ich sie getroffen und bin super glücklich, dass wir auf einer Wellenlänge liegen. Und insgesamt auch einfach, dass ich eine Hebamme für’s Wochenbett gefunden habe.

Trotzdem habe ich mich zwischendurch öfter mal gefragt:

Braucht man beim dritten Kind noch eine Hebamme?

Die Frage kam mir nicht in den Kopf, weil ich die Arbeit der Hebammen für unnötig halte oder weil ich denke, dass ich beim dritten Kind keine Hilfe mehr bräuchte. Eigentlich wird mir mit jedem Kind klarer, wie wichtig Hilfe ist. Sei es im Wochenbett von einer Hebamme, von Freunden, die im Notfall mal auf die Kinder aufpassen könnten, Hilfe beim Putzen oder oder oder.

Eigentlich habe ich überlegt, ob ich wirklich auch beim dritten Kind noch eine Hebamme brauche, weil ich zwischendurch wirklich Sorge hatte, niemanden zu finden. Und dann dachte ich plötzlich – wie geht es wohl Frauen, die das erste Kind erwarten und keine Hebamme für die Wochenbettversorgung finden?

Ich habe zwar während der dritten Schwangerschaft mehr Angst als in den Schwangerschaften davor, aber was die Versorgung und alles drumrum angeht, bin ich doch deutlich entspannter (bis auf solche Fragen wie diese hier…).

Erstgebärend und keine Hebamme?

Ich weiß natürlich beim dritten Kind einfach eher als beim ersten, was auf mich zukommt – wenn alles gut geht. Und auch, wenn ich in meiner ersten Schwangerschaft sehr entspannt war und eine wirklich schöne Geburt hatte – als Lotta dann da war, war ich doch einfach froh, dass meine Hebamme die ersten Tage kam.

Richtig stillen – nur dank meiner Wochenbett-Hebamme

Das Stillen zum Beispiel hat mir erst meine Hebamme zuhause richtig gezeigt – und dafür bin ich ihr bis heute unendlich dankbar. Denn nach drei Tagen im Krankenhaus (würde ich übrigens nie wieder machen wenn ich die Wahl habe) mit Hebammen, die Lottas Kopf und meine Brust mit Schmackes gegeneinanderklatschten und meinten, so würde das klappen, tat jedes Anlegen erstmal weh.

Wie froh war ich, als meine Hebamme mir zuhause gezeigt hat, wie das Baby die Brustwarze wirklich in den Mund nehmen muss, damit das Stillen gut und schmerzfrei klappt.

Die Hebamme – für Kind und MUTTER

Wir hatten wirklich wenig Probleme insgesamt, bei manchen Terminen haben Susanne, meine Hebamme, und ich auch einfach nur gequatscht. Besonders schön finde ich im Nachhinein, dass sie auch für mich da war. Sie hat darauf geachtet, dass ich mich nicht übernehme, dass auch mal der Mann wickeln kann und hat mir immer mal wieder gesagt, dass der Tag kommen wird, an dem mich das heulende Elend überfällt, obwohl doch eigentlich alles gut ist.

Und was soll ich sagen – es kam auch so. Zwei Tage lang habe ich nur geheult. Aber ich war darauf vorbereitet und habe mich irgendwie trotz allem sicher gefühlt.

Was, wenn mir das niemand gesagt hätte?

Während meiner fast dreiwöchigen Suche nach einer Hebamme habe ich natürlich viel an die beiden Hebammen gedacht, die mich in der Schwangerschaft und im Wochenbett begleitet haben. Susanne war wirklich toll und ich dachte zwischendurch immer mal wieder – was, wenn Susanne mit das damals nicht gesagt hätte? Ich hätte mich viel unsicherer und bestimmt in dem ein oder anderen Moment verloren gefühlt.

Aber – Hebammen können auch blöd sein

Weil Susanne leider in meiner zweiten Schwangerschaft keine Zeit mehr hatte, suchte ich mir eine neue Hebamme – die dann leider krank war und mir eine Vertretung schickte. Mit ihr lag ich überhaupt nicht auf einer Wellenlänge, hatte das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden und wurde einmal sogar von ihr ausgelacht, als ich heulend vor ihr stand.

Sie kam irgendwie, wann sie wollte und machte uns die Umstellung von einem auf zwei Kinder dadurch nicht leichter, sondern stresste nur zusätzlich, weil wir uns immer ihr anpassen musste. So empfand ich das auf jeden Fall damals.

Also – brauche ich beim dritten Kind eine Hebamme?

Diese beiden Aspekte – die supergute Erfahrung beim ersten Mal und die eher negative im zweiten Wochenbett führten mich zu der Überlegung: Brauche ich wirklich eine Hebamme? Wenn dadurch, dass ich beim dritten Kind eine habe, vielleicht eine Frau, die zum ersten Mal Mutter wird, keine findet?

Kann ich nicht vielleicht verzichten, wenn ich dadurch eine anderen Mutter das Glück hat, während des ersten Wochenbetts von den Erfahrungen einer Hebamme zu profitieren?

Ich konnte mich dank Instagram während der schwierigen Suche mit ein paar Hebammen austauschen. Sie alle und übrigens auch meine Gynäkologin, haben mir einstimmig dazu geraten, nicht aufzugeben, weiterzusuchen und auch beim dritten Kind nicht auf auf die Betreuung durch eine Hebamme zu verzichten.

Meine Hebamme beim dritten Kind

Dank des Zuspruchs habe ich tatsächlich nicht aufgegeben, nach den ersten 30 erfolglosen Emails noch eine Anfragen-Welle verschickt – und hatte Glück. Gestern kam Leah, meine Hebamme, für ein erstes Kennenlernen zu uns nach Hause und was soll ich sagen – perfect Match.

Sie wirkt fröhlich und offen, unsere Ansichten scheinen sich, soweit ich das nach dem einen Treffen beurteilen kann, weitestgehend zu decken.

Baby Bump Update 21.SSW im Sommerkleid von Mara Mea und die Frage nach der Hebamme

Happy End der 21. SSW

Das Treffen und der zweite große Ultraschall waren tatsächlich die „wichtigsten“ Ereignisse der 21. SSW. Verändert hat sich sonst nur, dass ich morgens einen Bärenhunger habe und es nicht mehr schaffe, die Kinder ohne Frühstück in die Kita zu bringen. Und, dass ich das Stillkissen als Lagerungshilfe beim Schlafen wieder rausgeholt habe. Das ist zum einschlafen sehr viel bequemer – schlafen tue ich trotzdem leider mittlerweile nicht mehr so gut, ich wachte nachts oft auf und fühle mich dadurch morgens meistens nicht besonders ausgeschlafen.

Aber ich will nicht meckern – ich habe das große Glück, auch einfach mal Vormittags ein kleines Nickerchen zu machen oder Abends gegen 21 Uhr mit den Kindern einzuschlafen.

Tipp zur Hebammen-Suche

Um noch mal zu der Hebammen-Suche zurück zu kommen: ich hatte tatsächlich auch einfach ein bisschen Hemmungen, zu früh mit der Suche anzufangen. Aber – das ist absoluter Quatsch. Um Stress zu vermeiden, solltet ihr wirklich mit positivem Schwangerschaftstest anfangen zu suchen. Oder vielleicht, wenn ihr das erste Mal beim Gynäkologen wart und die Schwangerschaft bestätigt wurde.

Auf keinen Fall mit dem Gedanken „Es kann ja vor der 12. SSW noch so viel passieren“ einfach erstmal abwarten. Ich finde tatsächlich auch, dass die ganzen Schwangerschafts-Apps gleich als erstes darauf hinweisen sollten, dass man sich so früh wie möglich um eine Hebamme kümmern sollte. Denn eine App ist doch tatsächlich mit das erste, was viele Schwangere sich „besorgen“.

Hebammen-Info Freie Kapazitäten

Für Hamburg hab ich hier eine Seite gefunden, unter der Hebammen kurzfristig frei gewordene Kapazitäten melden können – bequem nach Stadtteil kann man also schauen, ob nicht doch noch jemand für den errechneten Geburtstermin frei geworden ist. So einen Service gibt es bestimmt auch für andere Städte.

In diesem Sinne – ich drücke allen Schwangeren ganz fest die Daumen, dass sie trotz der schwierigen Situation eine Hebamme finden.

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