Das Leben Eben
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Meine Liebe zu Büchern. Ein Rückblick und ein Wiederbelebungsversuch.

Bücherliebe

Bücher. Morgens, Mittags, Abends, im Sitzen, Stehen oder Laufen.

Als Kind war ich das, was man im allgemeinen als Leseratte bezeichnet. Die örtliche Bücherei verließen wir immer mit einem riesigen Stapel Bücher, der kaum eine Woche reichte. Ziemlich schnell hatte ich alle für mich interessanten Bücher meiner Altergruppierung und der darüber gelesen.

Ich las eigentlich immer. Zuhause, wenn ich nicht mit Freunden unterwegs war, im Gehen auf dem Weg zum Schulbus, bäuchlings auf dem Fußboden, die Beine in der Luft, nachts, heimlich unter der Bettdecke, mit Taschenlampe und Angstkribbeln, erwischt zu werden.

Ich las schnell und leidenschaftlich, ließ mich von guten Geschichten fesseln und musste manchmal ein Buch bis in die hinterste Ecke unter’s Bett werfen, um dem Drang widerstehen zu können, es einfach im ganzen durchzulesen. Mitten in der Nacht.
Ich litt und freute mich mit den Protagonisten, wuchs mit ihnen und weinte, wenn ich die letzte Seite gelesen hatte. Nicht bei allen Büchern natürlich, aber bei vielen. Man könnte sagen, Bücher waren meine erste große Liebe.

Mit Buch und einer Tasse Tee auf dem Sofa | Bücher, meine große Liebe

Plötzlich ausgeliebt

Irgendwann, so mit 15 glaube ich, stand ich vor der Situation, dass ich mehrere großartige Bücher hintereinander gelesen hatte und plötzlich nichts mehr fand, was mich in den Bann zog. Ich geriet in den Strudel der seichten Frauenliteratur, deren Klappentexte sich nur darin unterscheiden, wie die wunderschönen Frauen, die eigentlich alles haben und trotzdem unglücklich sind, heißen, wo sie wohnen und welchen Beruf sie ausüben.

Als ich die immer gleichen Stories mit dem immer gleichen Ende, dass sich wieder nur darin unterschied, wie der Mann hieß, der am Schluss der Schlüssel zum Glück war, nicht mehr ertragen konnte, hörte ich einfach auf zu lesen. Außerdem war ich verliebt, zwischen knutschen, Theater, Musik und Schule blieben die Bücher auf der Strecke.

Auch zwischen 19 und 28 war vielleicht mein eigenes Leben einfach aufregend genug – Abitur, der Umzug nach Hamburg, ein komplett neues Leben, FSJ, Ausbildung, Examen, Notaufnahme, Trennung, zum ersten Mal so richtig Single, eine neue Liebe und dann ein Baby.

In diesen Jahren hab ich es nicht wirklich vermisst, zu lesen. Irgendwie war meine Leseliebe eingeschlafen, langsam aber sicher. So wie eine „echte“ Liebe, die nur noch vor sich hin plätschert, wenn man nicht bereit ist, an ihr zu arbeiten. Außerdem war da plötzlich das Internet, Blogs und wenig bis keine Zeit durch die neue Lebenssituation mit Baby. Zu Müdigkeit und mangelnder Zeit kommt, seit die Kinder auf der Welt sind, auch noch eine miese fiese Konzentrationsschwäche. Zumindest fühlt es sich so an. Nach einer halben Seite schweifen meine Gedanken ab, drehen sich um Wechselwäsche in der Kita, gesundes Essen und die Freizeitgestaltung.

Ein Stapel Bücher, ein heißer Tee und ab auf’s Sofa.

Aber mir fehlt das Lesen. Mir fehlt die intellektuelle Stimulation, mir fehlen die Entspannung und die Entschleunigung, die durch’s Lesen zwangsläufig zustande kommen. Der Geruch eines neuen Buches, das Rascheln der Seiten beim Umblättern. Die Spannung, ob das restliche Buch genauso gut ist wie die ersten Sätze versprechen. Außerdem, und das ist ein nicht unwichtiger Grund, möchte ich meinen Kindern Vorbild im Lesen sein. Ich wünsche mir, dass Bücher zu ihrem Leben gehören, dass sie ihr Denken erweitern und ihre Fantasie beflügeln.

Wenn deine erste große Liebe plötzlich vor dir steht

Manchmal ist es ja so – man trifft zufällig eine alte Liebe, schaut sich in die Augen und plötzlich steht das Herz wieder in Flammen. So ging es mir kurz vor Ostern, als ich in der Buchhandlung Lüders im Heussweg nach Büchern für die Kinder suchte. Ich sah die ganzen Bücher, alte und neue Geschichten und hatte plötzlich dieses Gefühl. Diese intensive Wärme im Brustkorb, ein bisschen schwummerig, alles wird weicher und wattiger, die Zeit läuft langsamer und man möchte dieses Gefühl konservieren, weil es sich so gut anfühlt, so besonders.

So ging es mir und weil ich glaube, dass es mit dem Lesen ein bisschen wie mit Sport ist und man Zeit dafür findet, wenn man es wirklich will, schaffe ich mir diese Zeit ab jetzt. Kleine Leseinseln, vielleicht nicht jeden Tagen, aber immer öfter. Denn dieses Gefühl will ich wieder und wieder und wieder.

Bücher - meine große Liebe?

Die Bücher, die die Liebe retten sollen

Die Bücher, die ich für den Wiederbelebungsversuch gekauft habe, sind die Tagebücher von Astrid Lindgren, die Fabelhafte Mrs. Bridge von Evan S. Connell, Mach dich auf von Keri Smith und Slow Family von Julia Dibbern und Nicola Schmidt.*

Seid ihr auch Leseratten? Habt ihr früher viel gelesen und jetzt weniger? Oder umgekehrt? Wie lest ihr und wo? Schnell, langsam, jedes Wort oder seid ihr Überflieger? Findet ihr, dass echte Bücher keine Zukunft haben und seid E-Book Fans? Kauft ihr im Buchladen oder Online? Habt ihr so richtig fesselnde Lieblingsbücher? Solche, die ihr immer wieder empfehlt, die auch nach Jahren noch im Regal stehen? Ich freu mich auf Tipps und bin gespannt darauf, ob und wie ihr lest.

*Partnerlinks – solltet ihr über diese Links ein Buch kaufen, bekomme ich dafür eine kleine Provision. Vielen Dank. Aber für den Fall, dass ihr eine kleine Buchhandlung in eurer Nähe habt, empfehle ich, die Bücher lieber dort zu kaufen.

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28 Kommentare

  1. Oooooohhh! Mir geht es da genauso wie dir, Johanna! Ich L I E B E Bücher! Sie waren meine 1. große Liebe, einige Jahre früher schon da als meine 2. große Liebe, die Musik.
    Ich habe mein 1. Buch gelesen, da konnte ich gerade lesen. Es hieß Tannenwalds Kinderstube und ich habe es verschlungen. Danach las ich Michel aus Lönneberga. Dann kamen so langsam Hanni und Nanni usw.
    Als Teenager habe ich Christiane F. verschlungen, ansonsten eher die BRAVO und Grusel-Groschenromane, bis ich dann in meinen 20ern wieder zu Büchern griff.

    Ich lese langsam…… Wort für Wort. Jede Seite, ohne zu überfliegen. Und ich lese eigentlich fast nur im Bett oder auf dem Sofa sitzend. Meistens abends. Und natürlich im Urlaub, da hab ich dann richtig Zeit dazu und freue mich richtig auf die Strandliege mit meinem Schmöker 🙂

    Lieblingsbücher? Oh ja!!
    Ich liebe die Bücher von Elisabeth Katz über ihre Kretareisen. Ich habe sie schon mehrmals gelesen und fühle mich dann immer mitgenommen auf die wunderschöne Insel Kreta, die ich auch sehr gut kenne.

  2. Ach ich verstehe dich soooo gut! ich bin eine totale Leseratte und nutze jeden Urlaub um pro Tag ein Buch zu lesen -ich inhaliere die Bücher praktisch, wenn ich mal Zeit hab! Nachdem ich früher auch den ein oder anderen Thriller gelesen habe und das nicht so gut vertragen habe, besteht meine tägliche Mini-Lektüre in Kochbüchern 😀
    Sonst hab ich jetzt ganz neu angefangen „Karten!“ von Simon Garfield zu lesen, zwar ein Sachbuch, aber wunderbar unterhaltsam! Auch für die kurze Lektüre zwischendurch finde ich „Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten“ von Neil MacGregor toll. Und allgemein alle Reiseberichte -momentan gibt es im Buchhandel so viele Berichte von Menschen, die kreuz und quer in der Welt unterwegs waren. Das finde ich auch immer wahnsinnig spannend!
    Lg, Miriam

  3. Jamie-Lee Neumeyer sagt

    …Juli Zeh, mit mehreren Werken – als letztes Adler und Engel ( doofer Titel, super Buch)

    Wunde Punkte liegt als nächstes auf dem Stapel.

    Ahoi aus Bremen, Jamie

  4. Lesen! Ich liebe es und habe es erst vernachlässigt, als ich im Germanistikstudium zum viel lesen verdonnert wurde- denn wenn man etwas aus Pflicht und nicht aus Leidenschaft macht, geht die Lust immer mehr verloren. Nach ein paar Jahren kam die Liebe wieder zurück. Als mein Sohn gerade auf der Welt war und die Bücherei zu meinem Zufluchtsort wurde. Seit zwei Jahren setze ich mir via Goodreads challenges (wobei ich aufpasse, dass das Lesen nicht zur Pflicht wird, sondern nur mehr Raum einnehmen darf) und habe letztes Jahr tatsächlich 42 Bücher gelesen. Dieses Jahr steht die 50 als Challengezahl da und tatsächlich hab ich schon 17 gelesen und gemerkt- man hat immer Zeit zu lesen, wenn man zum Beispiel Serienschauen einschränkt und statt mit Handy in der Bahn zu sitzen liest.

  5. Antonia sagt

    Liebe Johanna,
    vielen Dank für diesen Text! Bei mir war es ziemlich ähnlich, als Kind sogar mit dem Buch ins Bad und irgendwann ist es weniger geworden. Ich glaube, bei mir lag es daran, dass ich mit meinem Freund zusammen gezogen bin. Ein absoluter Nicht-Leser, der mir natürlich nicht die Büchern weggenommen, aber trotzdem irgendwie abgefärbt hat. Mein neuer Plan ist jetzt, jeden Abend zumindest zehn Minuten zu lesen. Ein Buch (Harry Potter, auch mit 28 noch…) habe ich mit der Strategie schon geschafft. Das größte Problem ist, dass mein Kind die Lesezeichen mopst 🙈 Apropos Kind – dieser Punkt mit dem Vorbild ist auch für mich ein wichtiger Faktor gewesen.
    Ich freue mich schon auf einen Post mit deinen Empfehlungen. Vielleicht wäre es ja Zeit für einen pinkepankschen Online-Buchclub 😉 mich würde das auf jeden Fall motivieren!
    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    Antonia

    • Johanna sagt

      Liebe Antonia,

      jaha, mit dem Buch ins Bad, in die Badewanne! Mir ist auch mal eins reingefallen…
      Bei uns ist es mittlerweile so, dass ICH die Nicht-Leserin bin, was mein Freund mir auch manchmal etwas spöttisch sagt und das wurmt mich total. Weil ich ja „eigentlich“ lese…

      Oh ja, wenn ich wieder im Lesen drin bin, mache ich vielleicht einen Buchclub auf. Oder zumindest regelmäßige Buchempfehlungen.

      Liebe Grüße, hab ein schönes Wochenende!

  6. Liebe Johanna,
    hier herrscht ebenfalls eine große Leseliebe.Seit meiner Kindheit und wie schön,von da habe ich auch noch viele Bücher die ich jetzt meinem Sohn vorlese.
    Während meiner Krankenschwesterausbildubg habe ich die Romane von Susanne Barden verschlungen.
    Aktuell habe ich Panikherz,Letzte Nacht und die Triologie über Tatiana und Alexander von Paullina Simons gelesen.
    Unglaublich,empfehlenswert und mit hoher Suchtgefahr(Paullina Simons).
    Ich lese ca 2 Bücher im Monat…kein eBook…Öls School 😉
    Ich höre einen Lesecirkel Podcast und oft kaufe ich nach deren Buchempfehlungen.Fast immer im Laden,kleine individuelle…die großen Ketten mg ich nicht.
    Ich hoffe meine Leseliebe meinem Kind vererbt zu haben…noch ist es nicht so ganz erkennbar.

    Viel Freude mit den neuen Büchern;))

    Sandra

    • Johanna sagt

      Liebe Sandra,

      wie schön, dass du die Bücher von früher noch hast, wir haben auch noch das ein oder andere und lesen den Kindern natürlich auch daraus vor. Zwei Bücher im Monat ist doch ein super Schnitt, vielleicht schaffe ich das ja auch bald wieder.

      Und noch was anderes – du bist Krankenschwester und jetzt Pilateslehrerin? Machst du beides parallel? Ich find es ja immer spannend zu sehen, wie es anderen Krankenschwestern so ergeht in ihrer beruflichen Laufbahn.

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
      Johanna

  7. Hach. Eine wunderhübsche Ode an die Bücher! Sehr toll <3
    Ich habe das Lesen als Kind geliebt! Am liebsten Internatsgeschichten… (Hanni & Nanni etc.)
    Ich lese immer noch gerne. Leider finde ich oft einfach nicht die Zeit dafür. Aber wenn ich mal wieder ein Buch in die Hand nehme und das mich in seinen Bann zieh, kann es sein, dass ich es nicht mehr aus der Hand lege bis es zu Ende ist 🙂

    • Johanna sagt

      Liebe Yvonne,

      Hanni & Nanni, jaaa, das hab ich auch geliebt!!! Hach, ich hoffe sehr, dass eins der Bücher, die ich gekauft habe, ein Bann-Buch ist, das sind mir die liebsten!

      Hab ein schönes Wochenende, lg, Johanna

  8. Ach ja, Johanna, wie gut ich das kenne… Ich habe ebenfalls Bücher verschlungen, auch noch im Studium, wenn dann auch teilweise gezwungenermaßen und irgendwann ist es so ausgeplätschert. Viel zu oft lese ich abends nur bei Blogs rein, oder online Zeitungen und Zeitschriften. Dabei gibt es doch nichts Schöneres, als sich schon morgens auf das Buch auf dem Nachttisch freuen! Ich habe mir fest vorgenommen, ruhig auch mal in ein Buch zu investieren und mir dafür mal andere Kleinigkeiten verkneifen. Bücher, die ich lesen möchte, notiere ich mir meist gleich und schaue dann von Zeit zu Zeit, was ich gebraucht bei rebuy zum günstigen Preis ergattern kann.
    Viele Grüße und auf dass wir Leseratten unserem Namen wieder alle Ehre machen!
    Constanze

    • Johanna sagt

      Liebe Constanze,

      ja, das geht mir auch so, obwohl ich kaum noch zum selbst lesen komme, ich schreibe dann meistens selbst oder arbeite für den Shop oder oder oder. Und meistens sind das eben Dinge, bei denen ich nebenbei Serien gucken kann, deswegen haben die mittlerweile den Büchern den Rang abgelaufen. Das fing tatsächlich schon an, als angefangen habe zu nähen usw. (mittlerweile auch eine alte Liebe ;-)), da konnte ich auch nicht lesen, also hab ich Serien geguckt.

      Aber ich geb dir absolut Recht, die Vorfreude und dieses unbedingt wissen wollen, wie die Geschichte weiter geht, das vermisse ich auch sehr beim Lesen. Also – für mehr Bücher auf dem Nachttisch! Und rebuy werd ich mir mal anschauen, danke für den Tipp!

  9. [Huch, ich weiß nicht, was mit meinem Kommentar passiert ist, und woher das ‚Hardenbergstraße 62‘ kommt, bzw. wo sie ist.]

    Ich hab mich in deiner Beschreibung von dir als Kind 1:1 wiederentdeckt, ich war auch so, und irgendwann bin ich auch bei der ‚Chick-Lit‘ angekommen in der Bibliothek. Zum Glück standen da auch die Bücher von Jane Austen dazwischen. Mit 16/17 hab ich sie verschlungen und v. a. ‚Stolz und Vorurteil‘ hat mich sehr beeindruckt, das hab ich seitdem ungefähr drei Mal gelesen und den Film dazu unzählige Male gesehen.

    Weitere Lieblingsbücher von mir, die ich gern und oft weiterempfehle bzw, verschenke:

    ‚Wir haben Raketen geangelt‘ von Karen Köhler,
    ‚Becks letzter Sommer‘ von Benedict Wells,
    ‚Mut für zwei‘ von Julia Malchow
    ‚Wie wir leben wollen‘ von Matthias Jügler (Hg.)
    ‚Altes Land‘ von Dörte Hansen
    ‚Alles ist erleuchtet‘ von Jonathan Safran Foer

    Ich könnte noch etliche mehr aufzählen, aber das soll erstmal reichen, ich will dich ja auch nicht erschlagen mit Buchtipps.

    Am liebsten kaufe ich meine Bücher in kleinen, unabhängigen Buchhandlungen, aber auch gern mal Secondhand bei Oxfam oder über Ebay. Bei Amazon und Co. bestelle ich mittlerweile gar nicht mehr.

    Ganz liebe Grüße aus Leipzig
    Johanna

    • Johanna sagt

      Liebe Johanna,

      vielen Dank für die tollen Tipps! Ich find es toll, dass du in kleinen Buchhandlungen kaufst, ich würd das auch gerne sehr viel öfter machen. Aber im Moment scheitert das auch an der Zeit irgendwie. Obwohl – eigentlich kaufe ich Bücher für mich immer nur in Buchhandlungen, für mich hab ich noch nie online Bücher bestellt. Nur für die Kinder. Da gibt es leider in den meisten Buchhandlungen noch nicht so eine tolle Auswahl, finde ich. Außer bei Stories natürlich.

      Von Jane Austen hab ich zugegebenermaßen bisher nur Filme gesehen, aber die liebe ich auch – vielleicht wage ich mich da auch mal an die Bücher!

      Ich danke dir, liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

  10. Find ich so gut, dass du dem Lesen und den vielen tollen Bücher noch eine Chance gibst (ist ja nicht üblich bei ‚vergangenen Lieben‘).
    Ich wünsche Dir ganz viel Spaß und viele schöne Lesestunden.

    Linda

    • Johanna sagt

      Liebe Linda,

      das stimmt, wenn man eine neue Liebe hat (die bei mir wohl das Internet bzw. Bloggen/Schreiben/Fotografieren ist), dann hat man eigentlich keinen Anreiz, die alte Liebe wieder aufzuwärmen. Aber irgendwie hab ich mich doch als Person vor Augen, die liest. Es nicht zu tun, passt nicht zu meinem Bild von mir und nicht zu dem, das ich meinen Kindern vermitteln will.
      Also hoffe ich, die Liebe entflammt wieder und ich schaffe es, alles unter einen Hut zu kriegen ;-).

  11. Ohwei! Mrs Pinkepank – Liebe Johanna!
    Irgendwie packt es mich gerade. Die Geschichte – dieser eine neue Blog Beitrag von Dir – warum lese ICH eigentlich nicht mehr? Oder aber: Was ist los mit mir? Irgendwie ist das mit den Büchern ein Thema, was mich gerade bewegt und total berührt. Vor lauter Blog gehoppse, und sowieso das Ding mit dem worldwideweb, hat mich wohl ziemlich lesemüde gemacht. Ich lese. Ja, ziemlich viel. Aber auch ziemlich viel unnötiges Gedöns, über Dinge, die eigentlich gar nicht wirklich „intellektuell stimulieren“, wie du so schön sagst. Und weißt du was? Ich werde gleich noch losgehen und mir die Lindgren Tagebücher holen! Das klingt unschlagbar gut und ich brauche das jetzt – an diesem leider grauen Tag im dennoch schönen Hamburg! Danke und nochmals Danke für diesen gelungenen und äußerst anregenden Beitrag!

    • Johanna sagt

      Liebe Daniela,

      du sagst es – lesemüde irgendwie. Weil man so viel liest, aber irgendwie doch nichts „richtiges“. Oft zumindest. Hach, ich freu mich sehr, dass ich dich damit motivieren kann! Ich wünsch dir viel Spaß beim Lesen und einen wunderschönen Tag heute – mit Sonne und bei 15 Grad!

      liebe Grüße,
      Johanna

      • Liebe Johanna! Ja – wie wunderbar, dass sich da gestern noch die Sonne breit gemacht über unseren schönen Stadtteilen. DAS ist Hamburg. Liebste Grüße

  12. Nadine sagt

    Liebe Johanna,
    mir ging es wie dir: Irgendwie alles ausgelesen, was ich toll fand und mich gefragt und was nun? Das allerdings dann mit 30. Meine Konzentration wurde allerdings durch das Internet eher gestört, und nicht durch das Kind. Deswegen habe ich das jetzt wirklich zurückgeschraubt, was auch (leider) heißt, dass ich weniger Blogs lese. Ich lese jetzt auch wieder etwas mehr. So ein Buch pro Monat fänd ich gut, passt bisher. Gerne auch mehr, aber vieles trifft einfach nicht meinen Geschmack oder ist mir v.a. auch zu schlecht geschrieben. Hier und da les ich auch gerne Sachbücher.
    Slow Family fand ich super!
    Über tolle Buchtipps freu ich mich sehr!
    Liebe Grüße Nadine

  13. Liebe Johanna,
    mir geht es da wie dir!
    Früher war ich eine richtige Leseratte und habe vor allem Astrid Lindgren und Bille und Zottel verschlungen.
    Heute lese ich zwar gern auch mal die „seichte Frauenliteratur“ , aber du hast Recht und die Geschichten ähneln sich viel zu stark!
    Vor zwei Jahren habe ich das letzte Mal Bücher gelesen, die ich verschlungen habe und dafür alles stehen und liegen gelassen. Die Ostseetrilogie von Patricia Koelle kann ich dir auf jeden Fall empfehlen! Sehr spannend, lustig, traurig, romantisch… für mich die genau richtige Mischung 🙂

    Jetzt bin ich aber auch gespannt, ob ich hier ein paar neue Buchtipps finde und auch endlich mal wieder ans Lesen komme.

    Freue mich auf jeden Fall, dass deine Liebe zu Büchern wieder entfacht ist.

    Liebe Grüße
    Vanessa

  14. Judith sagt

    Du sprichst mir aus der Seele. Ich liebe Bücher. Und zwar die aus Papier und keine E-Books.
    Ich laufe täglich mit einem dicken Schinken in der Handtasche rum in der Hoffnung, dass sich beim Warten auf die Bahn oder in der Mittagspause ein kurzer Moment ergibt.
    Ich lese allerdings nur Krimis. Diese „Frauen-Bücher“ spielen mir zuviel heile Welt und gauckeln einem vor, dass man ohne Mann nur ein halber Mensch ist.

    Was aber langsam zu einem kleinen Platzproblem führt ist, dass ich Bücher auch gerne anschaue. Sie machen für mich einen Raum erst richtig gemütlich. Deswegen bin ich mittlerweile schon dazu übergegangen, Bücher die mir nicht so gut gefallen haben, hinterher zu verkaufen oder zu verschenken. Bücher wegzuwerfen würde für mich nie,nie,niemals in Frage kommen.

    Liebe Grüße

    Judith

  15. Miriam sagt

    Liebe Johanna,
    Ich muss auch noch einen kleinen Kommentar schreiben ☺️ Auf diesen Artikel zu stoßen und zu merken, dass es vielen so geht, ist gerade sehr erbaulich 😬
    Ich hoffe, dass ich auch ganz bald wieder schaffe, in ein Buch abzutauchen…es ist wirklich komisch, dass man da manchmal wie gelähmt ist und es nicht schafft, anzufangen!
    Dabei gibt es viele Bücher, die mich sehr glücklich gemacht haben. Zum Beispiel von Nataša Dragnić „Jeden Tag, jede Stunde“ …eine Liebesgeschichte, die einen seufzen lässt, ohne Kitsch…märchenhaft…aber eigentlich Urlaubsgefühle erweckt!
    Ich bin definitiv der „echte Bücher“- Typ! 😊
    Viele Grüße, Miriam

  16. Jenny sagt

    Ich liebe es zu lesen! Das hat sogar so weit geführt, dass ich Deutschlehrerin geworden bin.
    Was ich quasi immer empfehle, egal für welche Altersstufe, sind die Zarmonien Bücher von Walter Moers – ganz besonders „Die 13 1/2 Leben des Käpt´n Blaubär“ und „Die Stadt der Träumenden Bücher“ oder „Rumo“. Das ist das wirklich allerschönste, was ich je gelesen habe und ich hab alles von ihm sicher schon 4-5 Mal gelesen (wenn nicht öfter für Unterrichtsplanung 😉 ). Das schöne ist, dass es sie auch als wirklich schöne Hörbuchversionen gibt, gelesen von Dirk Bach. Meine zweite große Liebe ist Terry Pratchett, der ist allerdings vielen zu klamaukig. Ich denke aber wenn man Moers mag, mag man sicher auch die Scheibenwelt – die ist skurill, fantasievoll und unglaublich klug geschrieben, finde ich.

    Übrigens kommt von Moers im August nach wirklich laaaanger Abstinenz ein neues Buch raus – „Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr“ – Fan werden lohnt also grade ganz besonders :D!

    LG
    Jenny

  17. Oh, ich liebe es zu lesen, leider komme ich seit wir die Kinder haben kaum noch dazu. Seitdem höre ich alles was mich interessiert als Hörbuch, schlafe jedoch nach wenigen Sätzen ein und weiss morgens oft nicht, was sie dort erzählt haben.
    Ich glaube jedoch, dass das mit dem Älterwerden der Kinder wieder besser wird, ich liebe es Bücher zu besitzen 🙂

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