Das Leben Eben
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Rabenschwarz statt Rosarot. Ein Tag zum Streichen.

Der Tag fängt schon beschissen an. Ja, genau – beschissen, ich kann es einfach nicht anders sagen. Wecker fünfmal ausgemacht, viel zu spät aufgestanden. Der Grundstein dafür wurde am Abend vorher gelegt, als das kleine Kind, vollkommen fertig, schon um halb sieben einschlief. Um elf war es wieder wach, bis ein Uhr nachts. Ich natürlich auch – und ganz ehrlich, mit der Erkältung, die ich seit gefühlt 6 Wochen mit mir rumschleppe, komme ich mit weniger als 8 Stunden Schlaf in der Nacht nicht durch den Tag.

Von ein Uhr bis halb acht, das macht sechseinhalb Stunden, in denen ich natürlich auch diverse Male kurz wach war. Unruhiger Traum beim Kind, irgendwas quietscht. Seit die Kinder da sind, habe ich einen extrem leichten Schlaf, was solche Störungen in der Nacht angeht. Wieso kann sich das eigentlich nicht auch auf’s morgendliche Aufwachen erstrecken?

Egal. Wie schon gesagt – beschissener Morgen weil zu spät aufgestanden. Nächster Tiefpunkt – das Kind jammert, dass es nicht in die Kita wolle. Auf gar keinen Fall. Tief durchatmen ist angesagt, erst mal Kaffee und Kakao, anziehen, Zähne putzen. Und hier – wie jeden Morgen im Moment, das gleiche Theater. Nein, keine Haare kämmen, keine Zähne putzen, wieso muss ich immer so viele Sachen übereinander anziehen?

Als wir die Morgenroutine geschafft haben, wird die Stimmung besser, beim Kind zumindest. Die Kita-Frage vom Tisch. Jetzt muss ich nur noch das große Kind wach kriegen. Und zwar 20 Minuten, bevor wir eigentlich das Haus verlassen müssen, damit wir um viertel vor neun in der Kita sind. Nicht erst um neun, wie die letzten Wochen, wenn die anderen Kinder schon am Frühstückstisch sitzen.

Wenn es nicht so nervig wäre, wäre es zum lachen. Dieses typische Schlafverhalten, meine kleine Eule. Und weil ich das von mir so gut kenne, fällt es mir jeden Morgen schwer, das Eulenkind zu wecken. Aber es muss sein. Mit Streicheln und Kitzeln, Küssen und Kuscheln versuche ich, das Aufwachen so angenehm wie möglich zu gestalten. Innerlich bin ich aber unruhig und einer der ersten Sätze lautet: „Schatz, wir müssen uns beeilen, wir sind ziemlich spät dran.“

Wie sehr mich das nervt, immer wieder, auch an diesem Tag macht es mich noch wütender und gestresster. Dieser Teufelskreis aus Stress und Hektik, Müdigkeit und Chaos, der nicht jeden Tag, aber viel zu oft seinen Tribut zollt.

Aber, so sehr ich mir mehr Zeit wünsche, heute befinden wir uns nunmal schon mittendrin, im Strudel des Hetzens. Das zweite Morgenprogramm wird im Eilverfahren durchgezogen, dann schnell schnell Schuhe, Schneehosen, Jacken, Schals und Fahrradhelme. Mützen nicht vergessen, bloß die Mützen nicht vergessen. Ab in die Tasche damit.

Der Zeiger auf der Uhr ist gnädig, wir haben etwas Zeit gut gemacht, weil ich beim Anziehen geholfen habe. Jetzt bloß schnell los. Aber nein, natürlich nicht. Die Fahrradlampen müssen mit, Theater, wo sind die bloß? Wir schwitzen alle in unseren dicken Jacken, mich persönlich bringt das immer erst so richtig zum kochen.

Endlich haben wir sie, runter in den Fahrradkeller, Lampen dranbimseln und los. Natürlich im lahme Enten Tempo, wie könnte es auch anders sein an diesem strudeligen Tag. Sonst hetze ich immer hinterher, heute muss ich sie antreiben. Zur Eile, los los, schneller jetzt!

Mein Ton ist schon lange nicht mehr liebevoll oder auch nur freundlich, General Pinkepank hat das Sagen. Ich gebe kurze, knappe Anweisungen, finde die Situation selbst unerträglich und herrschte die Kinder trotzdem weiter an.

Sie sind nicht böse auf mich, aber ich, ich bin böse auf mich. Warum hab ich mich nicht im Griff? Ein dicker Kuss zum Abschied und die Umarmung, fest ist sie und einen Wimpernschlag länger als sonst.

Die Kitatür fällt hinter mir ins Schloss, es ist windig und frisch. Ich genieße die Abkühlung erstmal, auf halbem Weg zwischen Kita und Wohung ziehe ich meine Schal ja der Tasche, rosa Strick blitzt vom Taschenboden zu mir raus. Ich hab die Mützen vergessen.

Also zurück zur Kita, ist immerhin gut für meine Schrittzahl, denke ich, während ich durch den Nieselregen zurück laufe.

Die viereinhalb Stunden ohne Kinder zuhause bin ich wie gelähmt. Der Regen prasselt ans Fenster, ich schaffe das ein oder andere, ein wenig Arbeit, plane ein paar Mahlzeiten. Eine Stunde, bevor ich sie wieder abholen muss, räume ich im Turbogang auf. Ich bin so müde, so müde und hoffe, dass wir ohne Theater nach Hause kommen.

In der Kita ist erstmal alles gut, ich helfe beim Anziehen, aber es zieht sich, ich merke, wie ich unruhig werde und denke: ich will doch einfach nur  nach Hause.

Ein anderes Kind macht heute auch nicht mit, ich höre der Mama an, dass auch sie genervt ist, ihr Ton ist nicht so liebevoll wie sonst, heute kann auch sie das Anziehen und Losgehen nicht in kleine, motivierende Geschichten verpacken, wie sie es sonst immer tut. Darum habe ich sie schon oft beneidet, um diese Energie, die gute Laune. Heute bin ich einfach erleichtert, dass es bei ihr auch solche Tage gibt. Ich lächle sie an, fühle mich kurz wie eine Verbündete und hoffe, sie versteht mich.

Erster Disput, noch bevor wir losfahren – die Kinder wollen ins Kropkå, auf Kuchen und Kakao. Ich möchte heute nicht, ich ahne, dass die Kombination unserer Stimmungen eskalieren könnte. Außerdem hatten wir nach den Geburtstagen jetzt erstmal genug Kuchen und Süßigkeiten. Natürlich erzähle ich den Kindern den zweiten Grund.

Sie versuchen, Kompromisse rauszuhandeln (was mich eigentlich stolz macht), aber ich habe einfach keinen Nerv. Nachdem ich mehrere Male nein gesagt habe und erklärt habe, worum es mir geht, drehe ich mich um und sage: „Ich gehe jetzt!“. Und ich gehe los. Das habe ich noch nie nie nie gemacht und ich finde es ganz furchtbar und verurteile es scharf, wenn ich es bei anderen Eltern mitkriege. Denn natürlich würde ich nie gehen und meine Kinder irgendwo stehen lassen. Dessen sollen sie sich auch sicher sein, immer. Und trotzdem, gestern bin ich losgegangen.

Und dann. Laufrad und Fahrrad im Straßenverkehr, sowieso mein Puls-Thema. Manchmal läuft es glatt, meistens nicht. Einer weit vorne, der andere weit hinten, ich dazwischen, wechselndere Blick nach vorne, hinten, vorne. Oder beide dicht beieinander, hintereinander, ein Rennen und ich sehe schon die Räder mit lauter gebrochen Armen und Beinen dazwischen.

Das ist natürlich nur meine (Horror)Vorstellung, die Realität sieht so aus:

„Ich kann nicht mehr, Mama, weißt du, ich kann einfach nicht mehr!“ weint das Kind. Normalerweise würde ich ihn auf den Arm nehmen, ihm sagen, dass ich das kenne, gut verstehe und er einfach seinen Kopf anlehnen soll. Ich würde ihn nach Hause tragen, das Laufrad ebenfalls irgendwie.

Aber heute sage ich nur: ich kann auch nicht mehr, wir sind fast zuhause, komm schon, fahr!

Es ist, als ob ich uns von oben zuschauen würde und ich denke die ganze Zeit: „Wer ist diese böse, unzufriedene, müde, meckernde Frau? Was läuft da schief?“ Aber unten auf dem Boden treibe ich die Kinder nach Hause und bin froh, so froh, als die schwere Tür vom Fahrradkeller mit einem dumpfen Geräusch hinter uns zufällt und die Welt ausschließt.

Oben in der Wohnung lassen wir uns alle erschöpft auf’s Sofa sinken, ich drücke das tränennasse Gesicht meines Kindes an mich und wir geben uns gegenseitig Halt, spenden uns Trost in diesem Moment. Durchatmen, runterkommen. Und dann – Bibi und Tina, mittlerweile nicht mehr nur als Hörspiel, sondern auch als Serie. Eine Folge dauert lang, 30 Minuten, jeder darf eine aussuchen. An diesen Tagen, an denen ich selbst zum Vorlesen zu erschöpft bin, geht das klar. Und ich hab noch nicht mal ein schlechtes Gewissen. Hauptsache, es ist leise. Wir kuscheln dabei, mit Flauschdecken und zum ersten Mal an diesem Tag überkommt mich das Kinderglückgefühl.

Nach einer Weile raffe ich mich auf, ich muss Erwachsenenpflichten erledigen. Das Altpapier kleinmachen und bündeln, es hat sich einiges angesammelt, die Reste vom Shop, Kartons und Geschenkpapier von zwei Geburtstagen.

Was soll ich sagen – kaum bin ich weg, gibt es Streit. Egal, warum, Streit, Geschrei, es ist laut und meine Nerven sind heute dünn und gespannt wie Drahtseile. Das warme Gefühl vom Kinderglück weicht der Ernüchterung und ich frage mich, warum, warum zum Teufel muss hier eigentlich immer Theater sein?

Ich wäre selbst so gerne diese entspannte, fröhliche Mama, mit einem Lächeln auf den Lippen und liebevoller Nachsicht, unendlich viel Kraft. Diese Mama, die das Kind nach Hause trägt, wenn es nicht mehr kann. Weil, verdammt, ja, ich erinnere mich dran – auch als Kind ist das Leben an manchen Tagen, in manchen Moment verdammt schwer.

Wir kriegen den Tag irgendwie rum, mit neuen Büchern, die mein Freund vorliest, als er nach Hause kommt, ein Moment, in dem ich mal durchatmen kann. Der restliche Abend verläuft einigermaßen okay, aber es knirscht und knarzt im Getriebe. Die Familie, der Tag, nichts läuft heute rund. Im Nachhinein erstaunt es mich, wie sehr es die täglichen Kleinigkeiten und Routinen sind, die bestimmen, ob wir funktionieren oder nicht. Wenn es die fettigen Finger, die an der frisch gewaschenen Wäsche abgewischt werden statt im Bad gewaschen zu werden, sind, die das Fass zum Überlaufen bringen.

Das fünfte „Bitte zieh jetzt deinen Schlafanzug an, damit wir ins Bett gehen können“, das einfach konsequent ignoriert wird, trotz Augenhöhe und Augenkontakt, reicht für mich heute. Wie ein trotziger Teenager schnappe ich mir meinen Laptop und knalle die Schlafzimmertür zu. Das tut gut. Und BÄM, gleich noch eine, danke Altbau, dass wir zwei Türen zum zuknallen haben. Ich lasse die Familie stehen und bin raus, ich ziehe mich raus, um nicht maximal zu eskalieren, das will keiner, das braucht keiner und am Ende bereue ich selbst es sowieso am meisten.

Die Minuten im dunklen Schlafzimmer auf dem Bett, in denen ich anfange, diesen Text zu schreiben. Ich bin bitterböse, höre die Kinder weinen und versuche, die Geräuschkulisse einfach auszublenden. In diesem Moment bin ich so froh und dankbar, dass mein Freund den Rest übernimmt. Zähne putzen, anziehen, Geschichte. Und dann kommen sie. Klettern auf meinen Schoß, kuscheln sich an und flüstern mir ein „Entschuldigung, Mama…“ ins Ohr.

Ob ich zu ihnen ins Bett kommen kann. Kann ich, klar kann ich. Da ist es wieder. Kinderglück, Liebe, Geborgenheit. Ich kann und ich will, wir kuscheln uns unter warme Bettdecken, kleine Kinderhände legen sich um meinen Hals. Sie liegen da, entspannt, halten sich an mir fest,  lassen den Tag los und schlafen ein.

Dieser Moment, wenn ich zwischen beiden Kindern liege und ihrem ruhigen Atem lausche, alles friedlich und still wird, ist einer meiner liebsten Momente des Tages. Weil ich Zeit habe, mich auf das zu besinnen, was wichtig ist. Und was nicht. Ich lasse den Tag Revue passieren, immer in diesen Momenten. Und so glücklich es mich macht, diese kleinen Hände zu spüren, die Füße, die sich unter meinen Körper schieben, ihr Vertrauen – an Tagen wie diesen reicht das nicht ganz, um versöhnt und glücklich einzuschlafen.

Es braucht die Nacht, es müssen acht Stunden Schlaf dazwischen liegen. Obwohl ich so müde bin, dass ich die Augen kaum offen halten kann, kann ich nicht einschlafen. Die Disharmonie des Tages lässt mich nicht los und ich poste ein Bild auf Instagram mit den Worten:

Live mindfully - Flow Kalender 2017

„Nach Tagen wie diesen möchte ich einfach nur noch: wieder spielen können und nicht mehr erwachsen sein. Hier läuft gerade so einiges unrund und ich frage mich so oft, wo eigentlich dieses Gefühl von Leichtigkeit hin ist, das ich früher mal kannte. Zwischen den ganzen Trotzanfällen und Alltagskämpfen fällt es mir schon schwer, den normalen Alltag durchzukriegen – und dabei wünsche ich mir so sehr ein bisschen Entspannung und Erholung und Gemütlichkeit. Jetzt, wo es (nach den Geburtstagen) auch bei uns endlich weihnachtlich werden darf. Wie ist das bei euch? Wie ist das bei euch? Habt ihr dieses Gefühl von Leichtigkeit und Unbeschwertheit noch, seit ihr Familie habt?“

Ein Thema, zu dem es einiges zu sagen gibt. Ich weiß, es sind die kleinen Momente, die zählen, die an vielen Tagen auch alles vergessen lassen. Eine spontane Umarmung, ein „Ich liebe dich, Mama“, ein kurz angelehnter Kopf, das Wissen, dass sie sich bei mir sicher fühlen und fallen lassen können. Dass sie mir vertrauen und mich bedingungslos lieben. Wenn sie plötzlich eine lustige Geschichte erzählen oder Dinge sagen und man hin und weg ist, woher sie sowas wissen.  Dieser Moment, wenn sie friedlich im Bett liegen und schlafen, man durchatmen und zum Partner sagen kann: „Sind sie nicht süß?“

Und ich weiß, dass es Zeiten geben wird, in denen ich dieses Chaos, diese Lautstärke, die Spielsachen überall in der Wohnung so schmerzlich vermissen werde, dass es kaum auszuhalten sein wird.

Ich würde auch um nichts in der Welt tauschen, nicht gegen das Leben vor den Kindern. Denn natürlich gab es auch damals Phasen, in denen ich mich gefragt habe, wo die Leichtigkeit hin ist. Die Kinder sind nicht die Schuldigen an dieser Situation, das ist mir in jedem Moment schmerzlich bewusst und manchmal kann ich trotzdem niemand nach Hause tragen oder es ertragen, auch beim siebten „Zieh jetzt bitte deine Schuhe an!“ ruhig zu bleiben.

Zum Glück sind solche Tage nicht die Regel, aber es gibt sie und ich glaube, es gibt sie in fast allen Familien. Mir hilft es immer sehr, wenn ich sehe: du bist nicht allein damit. Andere Mütter sind auch erschöpft, andere Mütter schaffen es auch nicht immer, freundlich und nett zu ihren Kindern zu sein. Ich weiß, dass ich gestern einfach zu wenig Schlaf hatte, zermürbt war von meiner Erkältung, die ich seit Wochen nicht los werde und mich nicht frei machen konnte von den Erwartungen anderer.

Womit ich wieder bei einem meiner Dauerthemen wäre – Selbstfürsorge.

Mit diesem Wissen habe ich heute Nacht fast 8 Stunden geschlafen, bin früh genug aufgestanden, habe morgens Musik angemacht und wir haben uns fröhlich und ohne Stress zu den Klängen von „Unter meinem Bett“ angezogen, sind zur Kita, haben nicht gestritten und ich wette, der restliche Tag wird vielleicht nicht rosarot, aber zumindest nicht rabenschwarz.

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37 Kommentare

  1. Marie sagt

    Danke für deinen ehrlichen Beitrag. Das tut so gut! <3 In den letzten Tagen hatte ich genau solche Situationen und fühlte mich schlecht deswegen.

  2. Micha sagt

    Liebe Johanna,

    Es tut so gut , zu wissen, dass es anderen Eltern auch so geht. Obwohl wir versuchen alles zu geben, reicht es manchmal doch nicht! Aber es muss nicht immer alles perfekt sein, wir sind keine Maschinen, sondern Menschen! Ich denke mir dann immer, wenn die Kinder das lernen, dass man nicht immer perfekt sein muss, nicht immer funktionieren muss, wenn man nicht mehr kann, dann geben wir ihnen eigentlich was wertvolles mit. Da kann es sein, dass ich meine Kinder mal anschauze, wenn etwas beim fünften Mal immer noch nicht an ihr Ohr dringt. Aber das kann man später noch mal in Ruhe klären. Eltern müssen und können nicht immer perfekt sein …und das gleiche gilt dann auch für die Kinder.
    Viele Grüße
    Micha
    Mama von 2 Mädels, 8 und 3, die mir manchmal den letzten Nerv rauben und die ich über alles Liebe.

  3. frauwilke sagt

    An der Stelle, wo die Kinder zu dir ins Bett kommen, kamen mir die Tränen. Hier ist es nicht anders und es ist überall so. Und es geht auch gar nicht anders, denke ich. Außer die Mama oder der Papa sind Roboter. Stecke gerade in der Eingewöhnung mit dem Kleinen und habe Schiss vor Januar, wenn ich wieder arbeiten gehe und der Geduldsfaden dank Straßenverkehr und Schulalltag wohl noch kürzer wird. Höre mich auch immer nur noch meckern und blöd argumentieren, obwohl ich das immer so gut konnte. Du bist nicht allein und letztendlich weiß jeder wie es läuft!!! Ein toller Artikel, schön lang und detailliert…all deine Gefanken, in denen ich mich wiederfinde. Weiter so!

  4. Jessica Elaine sagt

    Ach Johanna, ich fühle mit dir. Und ich glaube jede Mama kennt diese Tage. Totale Erschöpfung. Und trotzdem muss es weiter gehen. Manchmal hilft es mir, dann kurz {inne zu halten} und durchzuatmen. Hier kommt noch dazu, dass ich seit viereinhalb Jahren keine Nacht länger als 5 Stunden gestückelt schlafe. Diese Müdigkeit gibt einem dann echt den Rest. Dann wünsche ich mir, dass Abends jemand Nacht Hause käme und die Sorgen mit mir teilen würde.

    Aber ich sitze hier in der Ubahn und nicke bei jedem deiner Sätze und dein Artikel macht mir Mut. Morgen wird es wieder besser.

    Herzliche Grüße aus dem Süden!

    Jessi

  5. Bei uns sind es ganz oft die Montage die so heillos schieflaufen. An denen ich denke, eigentlich sollten die Batterien doch voll sein und ich erst am Freitag die gehetzte und sich beschwerende Mama sein. Aber nein, es sind immer wieder diese blöden Montage – an denen ich manchmal selbst vor den Kindern heule – aus Hilflosigkeit und Ärger und Wut – über die Kinder die nicht hören wollen, sich streiten und über meine eigene Reaktion und das schlchte Gewissen ihnen gegenüber, wenn der Ton dann doch viel schärfer geworden ist, als mir lieb war.
    Also du bist wirklich nicht allein und es ist doch gut, dass man selbstreflektiert sein Verhalten nur besser machen kann.

  6. Cornelia sagt

    Puh, ich kenne solche Tage… leider! Du hast das wirklich toll geschrieben!
    Ich hoffe , ich finde die Leichtigkeit, die Gemütlichkeit und den Zauber in der Weihnachtszeit mit den Kindern… und etwas Zeit für mich wäre toll!
    Liebe Grüße
    Cornelia

  7. Liebe Johanna, am Ende deines Posts liefen mir die Tränen über die Wangen. Danke für’s Teilen! Hier gibt es sie auch, die rabenschwarzen Tage…manchmal. Zumeist überwiegen die rosaroten Momente. Liebste Grüße, Olivia

  8. Silke sagt

    Danke, von Herzen danke! ❤️ Und alles Gute für einen heute halbrosa und morgen vielleicht ganz rosaroten Tag (weil Wochenende)…

  9. …und nun sitze ich hier und weine leise Tränen, begleitet von lautem Schniefen. Hach. Schöner Text, wenn auch traurig und verzweifelt. Aber gut nachvollziehbar. Und weißt du was? Wir wollen alle immer perfekt sein. Immer. Es immer, immer, immer alleine schaffen. Das geht aber nicht. Das kann gar nicht gehen.
    Wir müssen lernen, uns zu verzeihen, wenn wir mal nicht perfekt sein können. Deine Kinder werden diese Tage nicht in Erinnerung haben, wenn sie auf ihre Kindheit zurück blicken. Sie werden bunte Konfettischnipsel in Erinnerung haben. Mit dem Laufrad durch die City düsen, daran werden sie sich erinnern. Auf dem Balkon rumhängen und mit Mama coole Kekse backen, das werden sie erzählen.
    Mach dir also nicht so sehr zu schaffen. Ich kenn das. Sehr gut sogar. Und auch ich bin froh, wenn die sonst so fröhliche Mama in der Kita mal ausrastet. Weil wir doch alle nur Menschen sind. Und weil Kinder uns herausfordern. Jeden. Tag.

    Fühl dich gedrückt!

  10. Ich freue mich, dass Du auch diese Seiten des Familienlebens mit uns teilst. Deinen Text habe ich gerade aufmerksam gelesen – und ich finde es richtig gut, dass du aufzeigst, dass eben nicht immer alles so rosig läuft, wie man es sich wünscht. Und das ist einfach nur menschlich. Zum einen zeigt dieser Text auf, dass nicht immer alles rosarot sein kann (und das geht so unglaublich vielen Familien in zig Situationen so!!!) und zum anderen ist es aber auch für Dich sehr wichtig, einfach mal Dampf abzulassen, wie ich finde. Ich find‘ diese persönliche Gefühlsnote auf deinem Blog sehr sehr angenehm – du hast so viel um die Ohren, liebe Johanna – und wie das ganze offline überhaupt aussieht, kann ich nur erahnen. Ich hab da echt Respekt vor, wie Du das alles meisterst! Und die wenigen rabenschwarzen Tage, die es hin und wieder in unseren Alltag schaffen, machen dich – oder uns alle – auch jedesmal ein bißchen stärker. Wir wachsen an unseren Herausforderungen und ich bin mir sicher, Bo und Lotta haben ’ne super Mama, dein Freund ’ne klasse Freundin und wir alle hier ’ne tolle Pinkepank von der wir gerne lesen und hören!
    Ganz liebe Grüße, Daniela

  11. So ein schöner Text. Danke dafür. Mir geht es auch manchmal so und ich (ver)zweifle dann immer kurz. Es tut wirklich gut zu wissen, dass man nicht alleine ist – dass man nicht die Einzige ist, der es so geht.
    Liebste Grüße, Alicia

  12. Bärbel sagt

    ❤️ Ich kann mich gut erinnern mein Jo !!.. und hab heute manchmal noch ein schlechtes Gewissen ! Aber hätte es nicht so formulieren können.. damals .. vor fast 30 Jahren 💕.. schön das du es kannst 😘hdgdl

  13. Juliana sagt

    Ach Johanna. Genau so ist es! <3 Sehr toll geschrieben. Und ich glaube einfach es gehört irgendwie dazu. Es ist so unglaublich anstrengend und doch so schön Kinder zu haben.

  14. Fritzi sagt

    Jetzt hab ich tatsächlich Tränen in den Augen. So ehrlich, so Alltag, so menschlich.
    Danke für diesen Text liebe Johanna. Mir geht es ganz oft genauso. Und jetzt fühle ich mich nicht mehr so alleine damit. Du bist eine tolle Mama!

  15. Ich drücke dich GANZ feste !
    Du bist eine wundervolle Mama und deine Kinder lieben dich <3
    Jeder macht Fehler, jeder hat mal mehr mal weniger Geduld – das ist so menschlich !

    Alles Liebe
    deine Dani

  16. Oksana sagt

    Puhh, wow, was für ein Text! Ich sitze gerade an der Wand gelehnt und hoffe, dass die Kinder jetzt endlich einschlafen und ich etwas Zeit nur für mich habe! Wir können uns die Hand geben, Johanna! Und ich glaube trotz all den Schwierigkeiten die der Alltag mit sich bringt, wissen wir doch, dass wir es einfach nicht noch besser machen konnten, wir gehen an unsere Grenzen und im Herzen sind wir die Besten Mamis für unsere Kinder! Liebe Grüße O.

  17. Ich kann mich sooo gut in deinem Text wiederfinden 😍 Danke dafür, und glaub mir: du bist nicht allein!! Lg Ulli

  18. Wow, ich bin paff von so viel ehrlichkeit und echten erzählungen einer Mama. Ich bin mit meinen 27 jetzt im alter wo die Freunde um einen herum anfangen, zu heiraten, Familie aufzubauen und so weiter. Für mich hat das alles noch keine hasst. Ich hege einen Kinderwunsch aber der muss nicht morgen in erfüllung gehen. Und auch als (noch) Kinderlose Frau kennen ich diese schlechten Tage all zu gut, denn mit vier Katzen hat man auch genug mühe, und ich denke mir auch oft, man wo ist meine „ich“ Zeit. Deshalb war ich jetzt so bewegt und so gepackt von deinem Text liebe Johanna und dachte bei jedem Abschnitt aufs neue „ja ich kann dich sehr gut verstehen, ja ich fühle mit dir“. Ich denke nur solange die guten, die Rosaroten Tage überwiegen darf auch ruhig ein schlechter dazwischen sein, denn immer nur auf der Ponyweider spazieren ist auch lahm. Aber egal was passiert, solange dein Kinder zu dir kommen und dich brauchen ist alles gut. Mach weiter so und Kopf hoch ich bin mir sicher, dass viele Mütter mit dir leiden.

    Liebe Grüße

  19. Du hast es hier und jetzt schon trillionenmal gehört, aber dieser Text ist so „raw“- so ehrlich, so authentisch. Man fühlt und denkt jedes geschriebene Wort mit, leidet mit deiner Frustration über schlußendlich dich selbst. So einen Tag erleben wir alle- wer nicht, der belügt sich doch irgendwo selber. Es macht niemanden zu einem besseren oder schlechteren Menschen, sondern ist einfach das Leben mit (Klein-)Kindern: kräftezehrend, liebevoll, zum Haare-raufen, tiefen Frieden-empfindend und dann wieder vollkommenen Unverständnis über soviel Chaos ÜBERALL.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Danke für diese ehrlichen Worte!

  20. Kathrin Gehrke sagt

    Danke für diesen wunderbaren Post❤️ Er tut gut, da er mir aus der Seele spricht.
    Liebe Grüße aus Köln!

  21. Danke! Danke für deine Worte, deine Ehrlichkeit und deine Gedanken. Der Text kam genau zur richtigen Zeit. Auch bei uns war es ein furchtbarer Tag, ich so sauer auf mich, mich selbst zum Teil wie 2 verhalten zu haben (meine Tochter ist 2.5 Jahre alt und manchmal der personifizierte Trotz). Und vor allem hat mich geärgert, dass ich mich nicht verhalten habe wie ich es vielleicht gewollt hätte, sondern zusätzlich durch die „Ich muss jetzt aber endlich, endlich los in Büro. Ich bin doch schön zu spät.“ Verzweiflung den morgendlichen Kampf ums Schlafanzug ausziehen, das Zähneputzen, jedes einzelne Kleidungsstück (…) alles andere als deeskaliert habe. Es war schrecklich. Der ganze Tag war schrecklich und ich fühlte mich wie die unfairste und unfähigste Mutter aller Zeiten. Danke für deine Worte. Ich wollte bei jedem Satz“ Jaaaaaa! Jaaaaaaaaaa! Genau. So.“ rufen. Wir wissen doch, dass wir alle solche Tage haben und doch denken wir an diesen, wir wären die einzigen. ♡

  22. Marieke sagt

    Diese realistische Geschichte geht runter wie leckeres Öl!
    Wunderbare Worte für doch so realistisch manchmal schwere aber doch so wunderschöne Zeiten (:.

  23. Jenny sagt

    Danke!!! Ich habe mich in deinem Beitrag so deutlich wiedererkannt. Bei uns ist es auch oft genauso wie du es geschrieben hast. Das ich sauer auf mich selbst bin, die 2 sich streiten sobald ich mich entferne, wir so oft unter Zeitdruck stehen u ich am hetzen bin usw usw. Es tut so gut zu wissen, das man nicht allein ist. Danke!

  24. Sarah sagt

    Schön geschrieben und schön dass du das teilst. Ich have viel zu oft Tage wie diese und ich habe mich und meine Kinder wieder erkannt in deinen Wörtern über deine Familie. Sind wirklich anstrengende Jahre und wir machen schwere Arbeit. Danke.

  25. Kathy sagt

    Wundervoll ❤️ Genau das habe ich gebraucht… du schreibst mit aus der Seele. Diese Momente oder auch mal Tage wiegen gefühlt so schwer, weil es sich falsch anfühlt, aber manchmal ist man eben selbst auch mal durch – und ich versuche mir dann auch wieder bewusst zu machen, dass es in 99% der Fälle mit Liebe, Geduld und Respekt passiert, diese Leistung muss man für sich selbst auch mal bewusst machen und schätzen. Und spätestens wenn sie (nach aktuell hartem „ins-Bett-gehen-Kampf“) ruhig und gleichmäßig neben einem atmen und schlafen herrscht wieder nichts als bedingungslose, alles ausfüllende Liebe 😉

  26. Liebe Johanna,
    so schön und ehrlich geschrieben ❤️ Und ich stimme dir so zu. Habe auch 2 Kids (3 und 5) und kenne genau diese beschissenen Tage, dieses affige Gehetze und den großen Ärger über einen selbst. Und das Grübeln warum man sich denn „so“ verhält. In besonders schwierigen Phasen hilft meinem Nervenkostüm „Neurodoron“ von Weleda 😅
    Mit Herzensgruß, Mira

  27. Stella sagt

    Puh…also ich habe noch keine Kinder, musste aber gerad wirklich weinen, als ich deinen Beitrag gelesen hab…Deine ehrlichen Worte an uns und zu dir selbst gehen wirklich direkt ins Herz und man will einfach nur, dass du es schaffst so glücklich und liebevoll zu sein, wie du es möchtest. Du bist eine wundervolle Mama, allein deshalb, weil dir alles was du tust so unglaublich bewusst ist und du immer versuchst die Mama zu sein, die du sein kannst. Dass dich seit Wochen eine Erkältung plagt, kann und wird wohl genau daran liegen, dass du im Dauerstress bist und es seit einigen Wochen schon etwas unrund läuft. Der Körper hat es sehr schwer gesund zu bleiben, wenn der Geist nicht ausgeglichen ist. Mir helfen in solchen Zeiten immer Achtsamkeitstrainings, die einem helfen sich auf das Positive zu konzentrieren und Kleinigkeiten die nicht laufen egal werden zu lassen. Das macht schon eine Menge aus für das eigene Glück. Ansonsten kann ich dir auch noch natürliches Vitamin C empfehlen. Da man als Mama (kenne ich von meiner Schwester, bin nämlich stolze Tante des süßesten Neffen der Welt 😉 ) wenig Zeit hat sich selbst ständig mit ganz viel frischem Vitamin C zu versorgen, kann ich zum Beispiel die Vitamin C Kapseln von http://www.vitaminexpress.org/bio-acerola-vitamin-c-pulver/ empfehlen. Das ist natürliches Vitamin C ohne Ascorbinsäure aus der Acerolakirsche. Ich denke mal das würde deinem Immunsystem auch gut tun. Und so ein Pulver ist schneller geschluckt als sich ständig heiße Zitronen zu machen. 😉 Ich wünsche Dir und Deiner Familie eine wundervolle Adventszeit! Ich bin mir sicher ihr werdet auch viele wundervolle Stunden miteinander verbringen. 🙂

    Alles Liebe
    Stella

  28. Nadine sagt

    Vielen Dank für diesen tollen Text!!! Hier gab es 2 solcher Tage in dieser Woche…. und ich fühlte mich so schlecht… aber dein Text baut mich auf …. wir sind nicht allein… 😘

  29. Ach Johanna, Du spricht denke ich allen Müttern aus der Seele. Wir jonglieren so viele Bälle im Alltag, dass wir jeden Artisten im Zirkus damit in den Schatten stellen würden.

    Mein Kleiner schläft seit er auf der Welt ist so schlecht, dass ich mich an 4 Stunden Schlaf am Stück nicht mehr erinnern kann. Das Einschlafen jeden Abend ein Drama in 3 Akten. Kurz nachm Einschlafen meistens ein schlechter Traum und erneutes in den Schlaf wiegen ist angesagt. Gemeinsame Abende mit dem Mann auf der Couch? Fehlanzeige. Eigentlich wäre man gut damit bedient sich direkt mit hinzulegen. Morgens muss ich mir immer erstmal ein Gesicht malen, damit sich meine eigene Familie nicht vor mir erschreckt. Babysitter? Auf Dauer recht teuer. Die Großeltern? Leider nicht in der Nähe. Neulich waren sie aber mal da und wir gingen müde aber dankbar für die Möglichkeit ein Drei-Gang-Menü essen. Kurz nachm Dessert (ein Glück nicht früher) dann der Anruf: Sorry, aber ihr müsst kommen. Er lässt sich nicht von uns beruhigen… Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte. Für lange Überlegungen war aber keine Zeit, denn wir mussten schnell zu Fuß nach Hause…

    Ich frage mich täglich wann das alles besser wird. Wenn er reden kann, und sagt, was ihn bedrückt? Muss ich entspannter werden? Wieder mehr Sport machen, der sowohl Rücken als auch Figur gut tun würde? Nur wann? Mehr Schlaf würde schon helfen. Aber dann ist schon wieder Chaos in der Wohnung und ich muss aufräumen oder Essen machen statt zum Pilates…

    Fürs morgendliche aus dem Bett kommen zumindest für den Dezember hätte ich eine Idee. Kennst Du Elf on the Shelf? Ein kleiner Weihnachtself, den man jeden Abend an anderer Stelle in der Wohnung positioniert. Er beobachtet die Kinder bis zum Heiligen Abend und berichtet dem Weihnachtsmann von ihren Streichen. Jeden Morgen gilt es ihn aufs Neue zu finden, wo er sich versteckt hat. Das ist meistens ein Ansporn schnell aufzustehen. „Na, wer von Euch entdeckt ihn heute zuerst?“

    Drück Dich!

    Melanie

  30. Britta sagt

    Hallo Johanna.

    Diesen Text hätte ich schreiben können. Manchmal reicht nur leider nicht die Nacht um mich davon zu erholen.

    Und mich beruhigt es nicht besonders, dass andere auch diese Tage kennen. Mir geht es dadurch nicht besser. Geht es anderen genauso?

    Britta

  31. Verena sagt

    Och nöööö, liebe Johanna, du hast zu uns rüber gelinst 😜 Aber schön das auch bei Dir nicht alles rosarot ist. Die Realität fehlt mir bei einigen Blogs, bei Deinem ist es anders.
    Ich bin, ganz besonders im Moment, alles andere als entspannt. Da werde ich , leider, auch mal lauter.
    Aber wenn diese Hammer Tage dann endlich geschafft sind und sie so friedlich in ihren Bezten liegen. Hach, da wird mein Herz ganz schwer.
    Liebe Grüße Verena

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