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Zwischen Stillen, Brei und BLW. Hallo Beikoststart!

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Zwischen Stillen, Brei und BLW. Hallo Beikoststart!

Zwischen Stillen, Brei und BLW. Hallo Beikoststart!

Zwischen Stillen, Brei und BLW. Hallo Beikoststart!

Der Beikoststart bei Babys sollte meiner Meinung nach vor allem eins sein – für alle Beteiligten so entspannt wie möglich. Ohne Zwang, ohne Druck und ohne schlechtes Gewissen. Essen ist neben Schlafen eins der großen Themen, die frischgebackene Eltern am meisten beschäftigen. Deswegen teile ich meine Erfahrung mit unserem Beikoststart zwischen Stillen, Brei und BLW (Baby led weaning) mit euch. Was mich wahnsinnig gemacht hat und was letztendlich zum „Erfolg“ geführt hat.

Dieser Post soll anderen Eltern ein bisschen den Druck nehmen und Mut machen, ihr Baby aufmerksam zu beobachten. Und anhand ihrer Einschätzung zur Beikostreife dann anzufangen, wenn das Baby bereit zum Essen ist. Wenn das Kind mit 5 Monaten schon so weit ist, finde ich es super, zu diesem Zeitpunkt schon Nahrung anzubieten um Allergien vorzubeugen. Und zwar in der Form, wie es für die jeweilige Familie und die Umstände passt. Ob Brei oder Baby Led Weaning.

Beikoststart ab dem 5. Monat – Druck vom Kinderarzt

U4 beim Kinderarzt. Während wir uns schon anziehen und halb auf dem Weg nach draußen sind, drückt der Arzt mir mit den Worten „Denken Sie dran, unbedingt ab dem 5. Monat mit der Beikost anzufangen. Und unbedingt gleich alles zusammen geben, nicht mehr eins nach dem anderen. Neueste Studien belegen, dass das Allergierisiko SIGNIFIKANT sinkt, wenn Babys so früh wie möglich mit potentiellen Allergenen in Kontakt kommen.“

Ich wundere mich etwas und sage: „Mensch, alles anders als vor vier und sechs Jahren.“, verabschiede mich und verlasse mit der Broschüre in der Hand die Praxis.

Wäre Ella mein erstes Kind, hätte ich noch auf dem Nachhauseweg Obst und Gemüse gekauft und angefangen, Brei zu kochen. Hätte vielleicht versucht, das Essen irgendwie in sie reinzukriegen, obwohl sie sich noch gar nicht für essbares interessiert. Hätte geschwitzt, gelitten, ein schlechtes Gewissen und Gefühl gleichzeitig gehabt. Am Ende hätten wir wahrscheinlich beide geweint, ich hätte möhrenbreiverschmiert gestillt und mich wie eine Versagerin gefühlt.

Beikoststart beim ersten Kind

Was heißt hätte? Bei Lotta war das damals so. Glücklicherweise hieß es damals noch „ab dem 6. Monat“. Glücklicherweise habe ich mich auch damals schon eher auf das verlassen, was meine Hebamme gesagt hat und gewartet, bis Lotta Interesse an Essen hatte und sitzen konnte. Trotzdem war es wahnsinnig anstrengend. Alle anderen Kinder um uns rum futterten ein Gläschen nach dem anderen leer und ich feierte schon Erfolge, wenn ich drei Löffel Brei ins Kind bekam.

Dabei hatte ich immer diese Geschichte meiner Eltern im Kopf:

„Du hast als Kind so wenig gegessen, wir haben dir Butterbrot in Ministückchen gegeben und gefeiert, wenn du ein viertel Brot gegessen hast. Bis du alles wieder ausgekotzt hast.“

Klingt irgendwie ähnlich, oder? Vielleicht hätte mir das früher auffallen müssen, aber es dauerte ein paar Wochen. In diesen Wochen fühlte ich mich gegeißelt von der Vorgabe der „Brei-Pläne“: Unbedingt zuerst die Mittagsmahlzeit ersetzen, in der ersten Woche nur Möhre, dann Möhre-Kartoffel, dann Möhre-Kartoffel-Fleisch. Ich kochte mal nur eine Möhre, um sie zu pürieren, mal ein halbes Kilo, um den Möhrenbrei dann portiönchenweise in Eiswürfelbehältern einzufrieren.

Ich fühlte mich rebellisch, weil ich schon in der ersten Woche anderes Gemüse als die empfohlene Möhre und Pastinake ausprobierte (hat trotzdem nicht geschmeckt). Und ich machte André zur Schnecke, wenn er die Breimahlzeit mal übernahm und mir nicht aufs Gramm genau sagen konnte, wieviel Lotta gegessen hatte. Druck und schlechtes Gewissen, so sah unser Beikoststart damals zumindest eine zeitlang aus.

Zwischen Stillen, Brei und BLW. Hallo Beikoststart!

Dein Kind isst keinen Brei? DU VERSAGERIN!

Ja, shame on me, aber ich wusste es damals nicht besser. Ich wollte schließlich nicht Schuld sein, dass mein Kind zeitlebens an diversen Allergien leiden muss. Irgendwann hat sich die Situation entspannt. Wann und warum weiß ich nicht mehr genau. Vielleicht, als es endlich Brot in kleinen Häppchen gab. Wir haben einfach einen Weg gefunden, irgendwann doch auf unser Bauchgefühl und nicht auf „hätte-sollte-muss“ gehört.

Wie und wann wir die ganze Sache mit dem Essen bei Bo angefangen haben – ich muss gestehen, ich weiß es nicht mehr genau. Bei meinen Bilder-Recherchen habe ich ein Bild von ihm mit Löffel in der Hand mit sieben Monaten gefunden, vorher nichts. Bei ihm scheint der Start in die Welt der festen Nahrung also mehr oder weniger so unspektakulär gewesen zu sein, dass ich mich kaum dran erinnern kann. Ich weiß nur noch, dass ich keine Lust auf Brei hatte und wollte, dass er möglichst das mitessen kann, was wir essen. Das war wohl der Zeitpunkt, zu dem ich auf BLW gestoßen bin (und damit auch auf das breifrei Kochbuch, das wir immer noch benutzen).

Und bei Ella? Bei Ella mischen wir einfach alles, probieren alles aus und lassen sie in ihrem Tempo schauen, was sie mag. Und was nicht.

Mischform aus BLW und Brei

Ich muss ja gestehen, dass mir mehr nach BLW ist. Das bedeutet, ihr unterschiedliche Obst- und Gemüsesorten weich gegart oder von Natur aus relativ weich, anzubieten, die sie selbst in die Hand nimmt, in den Mund steckt, entdeckt und irgendwann auch isst. Das findet sie auch richtig gut – im Magen landet nur bisher so gut wie nichts. Deswegen habe ich zusätzlich einfach mal Brei ausprobiert. Am besten findet sie im Moment tatsächlich eine Mischung aus beidem. Gefüttert werden möchte sie allerdings auch mit dem Brei nicht. Ich mache also ein bisschen Brei auf den Löffel, sie nimmt ihn sich und steckt ihn in den Mund. Manchmal ist dann noch Brei drauf – manchmal nicht.

Aber sie genießt es wahnsinnig, Essen und Konsistenzen zu entdecken, hat sichtlich Spaß daran. Ich stille noch voll, die Mahlzeiten sind im Moment also noch eher Annäherung.

Zwischen Stillen, Brei und BLW. Hallo Beikoststart!

Selbstgekocht oder gekauft?

Auch hier bin ich ziemlich entspannt, muss ich sagen. Mir persönlich schmecken die selbst gekochten Breie besser als die gekauften. Aber wir haben auch ein paar gekaufte Gläschen im Regal, für stressige Tage oder wenn ich einfach mal keine Lust oder Zeit habe, zu kochen. Fast Food für Babys sozusagen. Hier achte ich auf Bioqualität und darauf, Breie mit Fleisch zu kaufen. Da wir beide Vegetarier sind, muss ich Fleisch und Fisch tatsächlich fertig zubereitet kaufen. Ich erinnere mich noch gut an den Tag, als ich im Bio-Laden stand und ein Stück Fleisch für Lotta kaufen wollte – aber absolut keine Ahnung hatte, wie ich das zubereiten sollte, damit es so weich wird, dass ein Baby es essen kann. Jap, was soll ich sagen, so ist es eben.

Zwischen Stillen, Brei und BLW. Hallo Beikoststart!

Zum selbst kochen bin ich wirklich ein Fan unserer i Prep&Cook (Werbung im verlinkten Post), es ist so angenehm, einfach Obst oder Gemüse kleinzuschnibbeln, garen und dann gleich pürieren zu lassen.

Nach wie vor bin ich trotzdem überhaupt nicht gegen gekaufte Gläschen. Aber wenn ich sehe, wie einfach und schnell es geht, selbst frisches Apfel-Birnen-Mus zu kochen und der Geschmack dann auch noch sensationell viel besser ist – dann kommen die gekauften Gläschen wirklich nur auf den Tisch, damit es auch Fleisch und Fisch gibt.

Der richtige Zeitpunkt? Unsere Anhaltspunkte

Wann man mit der Beikost starten kann und sollte ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Auf keinen Fall lässt es sich pauschal auf den Zeitpunkt „ab dem 5. Monat“ festlegen. Ella hat zum Beispiel zum allerersten Mal überhaupt Interesse an Essen gezeigt, da war sie schon fast volle 6 Monate alt. Es gibt die sogenannten „Beikostreifezeichen“, an denen man sich orientieren sollte.

Beikostreifezeichen
  • Stabiles Sitzen
  • kontrollierte Koordination von Hand und Mund
  • zielgerichtete Zungenbeweglichkeit
  • vom Baby ausgehende Beikostbereitschaft,

Was genau dahinter steckt und was es zu beachten gibt, könnt ihr im Artikel „Fragen an die Hebamme: Was sind Beikostreifezeichen“ nachlesen.

Flexibilität und Individualität beim Beikoststart

Wie oben schon erwähnt ist Essen neben Schlafen und der Entwicklung des Babys eins der Hauptthemen für Eltern. In Bezug auf die Entwicklung ist bei den meisten Eltern eins schon angekommen: nicht zu viel vergleichen, Babys sind einfach individuell. Genau aus diesem Grund erschließt sich mir nicht, warum das beim Thema Essen anders sein soll. Hier herrscht immer noch so ein großer Druck. Sei es durch einige Kinderärzte, die Aussagen über den zwingenden Beikoststart ab dem 5. Monat in dieser Vehemenz machen, ohne dann weiter für Fragen zur Verfügung zu stehen (ein Artikel aus dem Ärzteblatt zum Thema Stillen und Beikost von 2016 findet ihr bei Interesse hier).

Druck von Kinderärzten/-ärztinnen

Es sind natürlich nicht alle Kinderärzte so. Wir sind in einer Praxis mit drei Ärzten, beim letzten Mal waren wir bei einer Ärztin, der wir erzählt haben, wie wir das machen mit dem Beikoststart und sie fand das vollkommen in Ordnung. Auf keinen Fall möchte ich Ärzte und Ärztinnen hier an den Pranger stellen. Ich glaube nur, dass sie einen sehr großen Einfluss auf Eltern haben, gerade beim ersten Kind. Und vielleicht wäre es einen Gedanken wert, hier zumindest Alternativen aufzuzeigen. Oder einfach die Broschüren, die rausgegeben werden, mal zu überarbeiten. Den Hinweis darauf zu geben, dass Hebammen auch zum Beikoststart noch mal zur Hilfe gerufen werden können. Oder einfach darauf hinzuweisen, dass man es versuchen kann – die Welt aber auch nicht untergeht, wenn es erst zwei, drei Monate später klappt.

Druck von Familie und Freunden

Druck in Bezug auf den Beikoststart entsteht viel zu oft auch noch durch die Gesellschaft. Freunde und Familie, die mit hochgezogenen Augenbrauen fragen:

„Was, du stillst immer noch? Reicht das denn nicht mal langsam?“.

Solche Kommentare verunsichern und nerven. Genau, wie jede Frau für sich entscheiden sollte, ob sie stillt oder nicht, sollte auch jede Mutter selbst entscheiden können, wie lange sie stillt. Ohne dafür ver- oder beurteilt zu werden.

Ich habe einmal 15 und einmal 17 Monate lang gestillt. Mit Einführung der Beikost haben sich die Stillmahlzeiten ganz von selbst nach und nach reduziert, bis wir irgendwann nur noch beim Einschlafstillen waren. Es gibt zwei, drei Situationen, in denen die Kinder krank waren und auch tagsüber mal wieder mehr gestillt wurden. Ich weiß noch ganz genau, dass ich ein paar Mal zu André gesagt habe, wie froh ich bin, dass ich noch stille. Alles andere haben die beiden während dieser Krankheitsphasen nämlich verweigert.

Zwischen Stillen, Brei und BLW. Hallo Beikoststart!

Das Beste aus allen Welten

Der Schluss, zu dem ich komme, nachdem ich jetzt das dritte Kind gestillt und Richtung Essen begleitet habe (und noch tue): jede Familie sollte sich das Beste aus allen Welten herauspicken. Das, was individuell passt und sich intuitiv richtig anfühlt. Ich bin der festen Überzeugung, dass man ohne Druck ein wesentlich entspannteres Essverhalten lernen und lehren kann.

Und weil sich das jetzt so schlau und reflektiert anhört, bei uns aber auch längst nicht immer klappt bzw. schwieriger wird, je älter die Kinder werden (bei uns), versuche ich, mir von meinem  eigenen Rat eine dicke Scheibe abzuschneiden und mit in die nächsten Wochen zu nehmen.

Unser Weg – eurer kann ganz anders sein

Mir ist wichtig, noch mal zu sagen, dass ich hier von meiner persönlichen Erfahrung berichte. Keins unserer Kinder hat Mangelerscheinungen, ist unter- oder übergewichtig und sie sind alle gesund. Jedes Kind bringt unterschiedliche Voraussetzungen mit und kann andere Bedürfnisse haben. Kinder, die einen Nährstoffmangel oder Erkrankungen haben und sich vielleicht nach einer bestimmten Diät richten müssen, brauchen sicherlich mehr „Plan“ beim Essen.

Falls ihr euch weiter informieren möchtet, habe ich euch ein paar – wie ich finde – interessante Links rausgesucht.

Interessante Links zum Thema Beikoststart

Bücher zum Beikoststart

Wie lief oder läuft der Beikoststart bei euch?

14 Kommentare

  1. Christina sagt

    Liebe Johanna,
    Du schreibst mir aus der Seele. Beim ersten Kind genau diesen Druck verspürt, die Blicke der Kinderärztin noch im Gedächtnis.
    Alles versucht, Kind wollte einfach nicht essen. Und schon gar keinen Brei, obwohl dieser selbstverständlich selber gemacht war…
    Jetzt beim zweiten Kind habe ich alles entspannt angehen lassen, biete „Häppchen“ genauso an wie Brei ( auch gekaufte Gläschen) und tada: er isst. Mal mehr, Mal weniger. Die Menge wiege ich nicht ab, sondern vertraue aufs Bauchgefühl und damit lassen sich auch die Blicke des Umfelds aushalten ;)
    LG

  2. Anna sagt

    Moin du liebe. Toll geschrieben! Hier lief es ähnlich, mein Sohn (9monate) hatte mit 5Monaten total Bock auf Brei und ganz schnell sind wir tagsüber komplett auf Brei gestiegen, er isst einfach super gerne (mir ging es etwas zu schnell, aber wir wollten ihn das Tempo bestimmen lassen) zum einschlafen und nachts Stille ich noch und ich hoffe das bleibt mir auch noch etwas erhalten.
    Er ist auch mein drittes Kind, also bin ich auch deutlich entspannter.
    Zwischendurch bekommt er auch feste Nahrung von dem, was bei uns auf dem Tisch steht. Findet er interessant, aber eine volle Mahlzeit könnte ich damit noch nicht ersetzen, zumal die Flüssigkeit fehlen würde, denn trinken tut er so gar nicht gut, weder aus einer Flasche noch aus einem normalen Becher. Aber kommt Zeit, kommt Rat.
    Ich habe nur eine Frage. Ich persönlich esse immer weniger Fleisch und strebe eine vegetarische Ernährung an. Bisher hat mein Sohn noch keinFleisch bekommen. Warum hast du als Vegetarierin deinen Kindern Fleisch gegeben und wie lange? Ich finde es für mich schwierig, ich möchte kein Fleisch mehr essen, aber gebe meinem Kind Fleisch? Vielleicht kannst du mir da mit deinen Erfahrungen weiterhelfen.
    Liebe Grüße aus Bremen, Anna

  3. Wiebke sagt

    Ich sehe das auch so – möglichst entspannt rangehen und nicht beirren lassen. Ich hab meine Tochter fast 1,5 Jahre quasi voll gestillt. Sie wollte nur vereinzelt mal was essen und für mich war das auch so in Ordnung. Als sie dann zur Tagesmutter kam, hat sie angefangen, Essen richtig super zu finden und isst seitdem gern und oft auch richtig viel. Unsere Kinderärztin hat uns zum Glück auch machen lassen und nur gesagt:“Na was wollen sie denn machen? Sie können ihr Kind ja nicht zwingen.“

  4. Amy Feylar sagt

    Schöner Artikel, obwohl ich mich manchmal frage, warum man sich überhaupt unter Druck setzen lässt. Jetzt beim 2. Kind stille auch wieder weiter über den ersten Geburtstag hinaus und mein Sohn wollte sich nur selber füttern, der Große fand dreckige Hände doof und würde sich heute noch füttern lassen. Alle Kinder sind unterschiedlich.

    Du siehst – wir handhaben das ähnlich wie ihr- aber ich frage mich manchmal bei dem Thema “ Bauchgefühl” und medizinische Themen, dass dies eine schwierige Verbindung ist. Wie viele schwierige Unterhaltungen hatte ich mit Müttern, die auch Impfentscheidungen oder Antibiotikagabe von einem Bauchgefühl abhängig machen. Und irgendwie beißt sich das. Viele andere medizinische Entscheidungen würden wir nicht so handhaben, daher stehe ich da manchmal vor einem Dilema, warum ich mich in diesem Teilbereich des Essens dann auch so Verhalte, nach einem Gefühl zu agieren.

  5. Caroline sagt

    Ich bin gerade dabei, meiner Tochter das Essen zu zeigen. Ich bin alleinerziehend, sie ist mein erstes Kind. Von Blw Plänen bin ich zu Brei übergegangen, von Brei dann wieder (aktueller Stand) zurück auf Null. Das Essen startete ganz gut, wurde immer schlechter und jetzt sind wir wieder beim Stillen à la Minibaby angelangt. Und das Hauptproblem ist: ich bin unentspannt. Einerseits möchte ich durch ‚ersetzte‘ Mahlzeiten mehr Unabhängigkeit für mich, andererseits (und das ist mein Hauptanliegen) möchte ich, dass sie mit Freude entdeckt, experimentiert und irgendwann auch isst. Und ja, um uns herum essen alle Babys gefühlt wie die Weltmeister…

  6. Lydia sagt

    Liebe Johanna,
    Vielen Dank für den schönen Beitrag. Mein Sogn hat ab den 6 Monat Brei bekommen. Er hat nicht viel gegessen aber später dann immer mehr . So das ich bis zu 11 Monate gestillt habe. Dann gab es Brei später feste Nahrung und statt nachts Brust gab es Reißmilch. War eine Empfehlung von meiner Hebamme. Was super war ! Bei meinen zweiten Kind ist es bissel schwierig und ich mache mir sorgen und leider Druck . Meine Tochter ist jetzt 7 Monate alt und wir haben es mit selbst gekochten Brei versucht , was sie nicht wollte. Wir haben es erst mal gelassen und es wieder versucht. Aber sie schaut mich immer an bitte lass es. Jetzt bekommt sie wenn wir abends essen ein Brot in die Hand. Das ist sie auch aber manchmal verschluckt sie sich . Wir werden es noch mal mit Brei versuchen und mit den Stücken weich gekocht mal schauen ob es klappt. Aber ich finde es bis jetzt nicht schlimm das ich voll stille. Aber trotzdem macht man sich Gedanken.
    Liebe Grüße Lydia

  7. Liebe Johanna, erst gestern habe ich dich bei Insta gefragt, ob du einen Artikel zu eurem Beikostweg schreibst. Und schwupp, da ist er schon :) hab vielen Dank dafür denn er spiegelt genau meine Meinung und auch unseren Weg. Bereits mein erster Sohn ist mit einer Mischung aus BLW und Brei aufgewachsen. Und nun ist mein zweiter Sohn (6 M) dabei Lebensmittel auf seine Art kennenzulernen. Und tatsächlich macht es ihm Spaß und er freut sich auf das gemeinsame Essen mit uns. Manchmal kann er es gar nicht abwarten, bis das Lätzchen drum ist. Momentan ist Dinkelbrot mit Erdnussmus, Kartoffeln und Gurke sein Favorit. Aber auch Süßkartoffeln kommen gut an. Daneben stille ich voll und warte einfach ab, wann das Essen mehr und das Stillen weniger wird. Und auch wenn mich manche Kommentare von Außen nerven gehe ich entspannt unseren Beikostweg.

    Liebe Grüße Nancy

  8. Steffi sagt

    Ein super toller Artikel ??lieben Dank ?diese Frage Waaas du stillst immer noch ? Schrecklich. Ich vergesse nie als ich damals beim Arzt war um mir die Stillpille verschreiben zu lassen und er meinte warum ich noch stillen würde die kleine (13 Monate) könnte doch schon Fleischwurst (schüttel) essen. Unglaublich.

  9. Stefanie sagt

    Sehr schöner Artikel! Bei Kind 1 haben wir auch alles genau nach Beikostschema und „wir ersetzen eine Stillmahlzeit“ gemacht. Ich erinnere mich an diverse Tage an denen ich frustriert, genervt und angespannt war, weil das Kind nicht essen bzw. die „notwendigen“
    Mengen essen wollte.
    Bei Kind 2 stillen wir seit 9 1/2 Monaten und seit dem 6. Monat haben wir Beikost eingeführt. Auch mit einer Mischung aus Brei und selber Essen und Essen wie der Rest der Familie. Kind 2 genießt und fordert es auch selbst etwas in der Hand zu haben – nebenbei kommt man selbst auch noch zum Essen. Für uns funktioniert dieser Weg aktuell sehr gut.

  10. Dori sagt

    Liebe Johanna, für die Vielfalt des Themas noch meine two cents: Mein Baby hat weder tagsüber länger als 20 Minuten, noch nachts mehr als eine Stunde am Stück geschlafen. Da wir alle sehr auf dem Zahnfleisch gingen, wurde der Rat eines Arztes (und zwar aus der Notaufnahme, ich bin schlicht unter dem Schlafmangel zusammengeklappt), mit 4 Monaten vielleicht mal Brei zu probieren, gerne angenommen. Unterm Strich war es so: Das Kind schlief weder mehr noch besser, hat aber von Beginn an schüsselweise Brei weginhaliert. Wegen zu geringer Körperspannung und dem Bedürfnis, auch mit 6 Monaten schon vorwärts zu kommen, hat er das Sitzen komplett übersprungen und musste es mit 15 Monaten und Physio nacharbeiten. So gesehen war das eigenständige Sitzen absolut kein Indikator für´s Essen bei uns, Auswirkungen auf den Schlaf hatte das „echte Essen“ aber auch nicht.

  11. Leonie sagt

    Liebe Johanna,
    lieben Dank für deinen Erfahrungsbericht und die Links zum Beikoststart. Ich habe uns in vielen Punkten wiedererkannt. Ich biete meiner neun Monate alten Tochter Fingerfood an und das klappt super.
    Kennst du den Blog breifreibaby.de? Dort gibt es zahlreiche Rezepte, aber auch Infos rund um die Beikost.
    Alles Liebe
    Leonie

  12. Sylvia sagt

    Liebe Johanna!
    Ich hab auch 3 Kinder und alle 3 waren im 1. LJ vollkommen unterschiedliche Esser. Die 1. Tochter hat „nach Plan“ gegessen (ist jetzt 6 Jahre her), was mir es damals sehr einfach gemacht hat. Der Sohn hingegen war nach 3-4 Löffeln Brei fertig mit Essen. Das hat mich anfangs total gestresst. Er konnte doch davon nicht satt sein, dachte ich. Er aß tatsächlich erst so richtig viel, als er laufen konnte (so mit 10 Monaten). Ab dann hat er ordentlich reingehauen ? Und er war schon immer ein sehr sauberer Esser und konnte früh schon prima mit Besteck essen. Und die kleine Tochter isst so gut wie alles, aber von allem nur Mini-Portionen, dafür möchte sie aber öfter mal snacken. Ich hab also ständig verschiedene Dosen mit Obst, Knabbereien etc in der Tasche. Wenn ich nen Teller vor sie stelle, fliegt sofort alles durch die Gegend. Ich darf ihr immer nur kleine Sachen vor die Nase legen. Beim 3. Kind bin ich aber tatsächlich am entspanntesten, egal in welcher Hinsicht! Mein Bauchgefühl ist mein bester Berater geworden ☺️
    Viele Grüße, Sylvia

  13. Janina sagt

    Liebe Johanna,
    vielen Dank für den tollen Artikel und die Links. Ich bin hier bei Baby Nr 2 (6 Monate) viel entspannter und lasse alles auf mich zu kommen. Diesmal kein Druck was das Thema abstillen angeht. Danke, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst! Liebe Grüße, Janina

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