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„Don’t worry, be family“. Für mehr Leichtigkeit in Familien, mehr Pizza-Picknick im Pyjama und Tee-Partys im Tüllrock (+Giveaway mit BabyOne)

"Don’t worry, be family". Für mehr Leichtigkeit in Familien, mehr Pizza-Picknick im Pyjama und Tee-Partys im Tüllrock

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Lange bevor ich Kinder hatte, habe ich aus einer Zeitschrift eine Seite rausgerissen. Sie hing jahrelang an meiner Pinnwand, in diversen Wohnungen. Sie hat mich begleitet und jedes Mal, wenn ich sie gesehen habe zwischen den Fotos von Freunden, Kassenzetteln und Co. dachte ich:

So möchte ich sein, wenn ich Kinder habe.

Auf der Seite waren eine Frau und ein kleines Mädchen zu sehen. Beide im rosa Tüllrock, das Setting: eine Kinder-Tee-Party. Die Frau steht im Tüllrock auf dem Tisch, gießt Tee ein und es sieht aus, als ob beide Spaß haben und glücklich sind.

Diese Leichtigkeit wollte ich mitnehmen ins Muttersein. Das war der Plan.

Seit ich Mutter bin, weiß ich, dass eigentlich nichts nach Plan läuft. Nie. So gut wie nie zumindest. Ich weiß aber mittlerweile auch, dass davon weder die Welt untergeht noch unsere Kinder zu schlechten Menschen werden. Das findet auch BabyOne und ruft mit „Don’t worry, be family“ dazu auf, Familienleben ein bisschen weniger ernst zu sehen. Druck raus, Alltag rein, Familienleben muss nicht instagrammable sein. Wir sollten lieber ein bisschen häufiger über die Dinge lachen, die eben passieren. Ehrlich zu uns und zu anderen Eltern zu sein.

Ich freue mich total, Teil der Kampagne „Don’t worry, be family“ sein zu dürfen und erzähle mit anderen Bloggern was so alles schief laufen kann im Leben mit Kindern. Lustige Anekdoten aus unserem Familienleben, die in ähnlicher Form sicher jede Familie kennt. Zum Beispiel:

Die Stille im Kinderzimmer

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Ich finde es toll, dass BabyOne Familien damit Mut machen will, einfach Spaß an Familie zu haben. Einfach öfter mal „Ja“ zu sagen. Die Leichtigkeit zu genießen, die Kinder in unser erwachsenes Leben bringen können, wenn wir sie zulassen. Mehr Tee-Partys im Tüllrock zu feiern, um auf mein Beispiel vom Anfang zurückzukommen.

Familien sind einfach nicht so wie in der Werbung und nicht so, wie es uns ein veraltetes Familienbild von vor 60 Jahren weiß machen will.

Ihr wisst, welches Bild von Familie ich meine, oder?

„Die ganze Familie (Mama, Papa, zwei Kinder, Junge und Mädchen) kommt fröhlich in moderater Lautstärke nach Hause, mit seidig glänzendem Haar, den Einkaufskorb voller gesunder Einkäufe und einer Packung Süßigkeiten. Lächelnd räumt jeder das weg, was er soll, danach finden sich immer noch lächelnd alle zu einem harmonischen Gesellschaftsspiel am Tisch im sauberen und sehr aufgeräumten Wohnzimmer ein. Alle sind mit einer Süßigkeit zufrieden und liegen sich lachend in den Armen.“

Das Ganze ist hinterlegt mit einem fröhlichen Jingle, man sitzt davor und denkt: „SO soll Familie sein, so sieht Familienleben aus, wenn man es richtig macht. Ich bin ein Versager.“

"Don’t worry, be family". Für mehr Leichtigkeit in Familien, mehr Pizza-Picknick im Pyjama und Tee-Partys im Tüllrock

Bei allen klappt es, nur bei mir nicht

Und dann liegt man nachts wach, macht sich Vorwürfe. Hat ein schlechtes Gewissen und wälzt Ratgeber, wie man es besser machen könnte. Am nächsten Morgen ist man müde, hat dünne Nerven, das Familienleben ist genauso chaotisch wie immer. Man brüllt, sagt ständig Nein, ärgert sich, stolpert über Spielzeug, schmeißt die Gemüsesticks in den Müll. Findet stattdessen Bonbonpapier im Kinderzimmer, kocht zum fünften Mal in der Woche Nudeln mit Buttersoße. Ist frustriert und überhaupt, wieso läuft es eigentlich nur bei MIR so?

Ihr wisst, was ich meine, oder? Besonders schön auch, wenn man am Wochenende einen Ausflug machen will.

"Don’t worry, be family". Für mehr Leichtigkeit in Familien, mehr Pizza-Picknick im Pyjama und Tee-Partys im Tüllrock

Unsere Familie, Wochenendausflug

Der Plan: Früh aufstehen, früh aus dem Haus, den Tag am Meer/im Wildpark/Wikingerdorf genießen, für jeden ist was dabei, abends sind alle kaputt aber glücklich, die Kinder schlafen früh und wir Eltern haben noch einen schönen Abend.

Die Realität: Wir stehen viel zu spät auf, keiner macht mit, alle streiten, wir kommen erst Mittags aus dem Haus, vergessen die Hälfte, es ist kalt und windig und regnet, die Laune ist im Keller, die Kinder schlafen im Auto ein und sind dann bis Mitternacht wach.

Andere Familien, Wochenendausflug

Alle anderen Familien machen am Wochenende gemeinsam fröhliche Fernsehwerbung-Ausflüge. Knabbern Gemüsesticks, verlassen nie ohne Wickeltasche das Haus, die Klamotten der Kinder haben keine Flecken und Löcher. Niemand streitet und die wie aus dem Ei gepellten Eltern mit Bauchmuskeln und Idealgewicht werfen sich unter seidig glänzenden Haaren verliebte Blicke zu. Während sie Händchen haltend hinter den friedlichen Kindern herlaufen, die sich interessiert, ohne Streit und leise, vormittags um elf alle spannenden Fakten zum Wikinger-Dorf anhören.

In der eigenen Vorstellung wird die eigene Familie immer furchtbarer und alle anderen, ja, da klappt es einfach. Ich kann euch beruhigen:

So ist es nicht!

Kinder sind nicht immer leise und machen sofort, was man ihnen sagt. Sie schlafen nicht nach 3 Monaten (und manchmal auch nicht nach 3 Jahren) durch, sie räumen nicht von allein und freudenstrahlend ihr Zimmer auf. Sie haben oft keine Lust auf die Ausflüge, die wir machen wollen. Sie wollen viel lieber malen, Fußball in ihrer Höhle gucken, Bücher anschauen, spielen. Sie haben keine Lust auf unser Tempo. Zumindest in 99% aller Fälle, würde ich sagen. Das weiß ich und ich bin froh, dass ich das für die Kampagne „Don’t worry, be family“ von Babyone noch mal laut in die Welt der Eltern-Illusionen hinausschreien darf. Der Babyfachmarkt ist seit 30 Jahren familiengeführt, die Familie weiß also, was es heißt, Kinder zu haben, zu arbeiten, alles unter einen Hut bringen zu müssen.

"Don’t worry, be family". Für mehr Leichtigkeit in Familien, mehr Pizza-Picknick im Pyjama und Tee-Partys im Tüllrock

3 Tipps für mehr Leichtigkeit im Familienleben

Auch bei uns gibt es natürlich Phasen, in denen ich alles hinschmeißen will. Aber es gibt auch andere Tage, schöne Tage, leichte Tage. Solche, an denen ich weiß: ich bin nicht allein. Es ist überall so. Und es ist okay so. Damit wir alle mehr Tage wie diese haben, hier meine 3 besten Tipps für leichte Familientage:

  1. Umgebt euch mit Eltern, die ehrlich zu euch sind und euch gut tun

    Ja, ich weiß, es gibt überall diese Eltern, bei denen alles zu klappen scheint. Bei denen das Kind seit der Geburt durchschläft, nie weint, problemlos in Cafés mitkommt, bei den Großeltern übernachtet und und und. Vielleicht stimmt das sogar, es gibt ja solche Kinder. Wenn es bei euch anders läuft, tut es trotzdem oft nicht gut, sich ausschließlich mit diesen Familien zu umgeben. Weil man sich zwangsläufig vergleicht und dabei gefühlt immer den Kürzen zieht. Übrigens tut es den Vätern genau so gut wie den Müttern, sich mit Gleichgesinnten mal über alles ehrlich und schonungslos auszukotzen. Hinterher kann man nämlich oft gemeinsam drüber lachen. Und zack, da hat man schon ein Stück Leichtigkeit zurück (Das gilt übrigens auch für Instagram).

  2. Traut euch, als Erste zu sagen, was „nicht läuft“.

    „Also mein Kind schläft nicht durch, eigentlich trinkt sie alle zwei Stunden.“ „Boah, meine Kinder wollen nur fernsehen und Süßigkeiten essen, wenn sie aus der Kita nach Hause kommen.“ Traut euch, das zu sagen und ich werdet sehen, wie viele andere Eltern erleichtert sagen: „Wie schön, das zu hören, das kenne ich nur zu gut!“

  3. Sagt einfach öfter JA und weicht vom eigentlichen Plan ab 

    Natürlich muss es Grenzen geben und in manchen Situationen muss ein Nein auch ein Nein bleiben. Aber ernsthaft, wem schadet es, an einem Tag, an dem alle am Ende sind, abends eine Pizza zu bestellen und sie vor dem Fernseher zu essen? Wem schadet es, Ja zur Tee-Party zu sagen und dafür die Wäsche eine halbe Stunde später zusammenzulegen? Wem schadet es, zu sagen: „Okay, heute kein Ausflug, wir chillen alle im Schlafanzug auf dem Sofa?“ Es schadet niemandem. Genau genommen tut es einfach allen verdammt gut.

Ich weiß, die ersten Male fühlt es sich irgendwie nach Versagen und Aufgeben und „die Kinder gewinnen lassen“ an. Aber ich kann euch auch sagen: wir hatten selten schönere Tage als die, an denen wir Pizza-Picknicks im Schlafanzug machen. Puppengeburtstage im Flur feiern und dann eben auch da Mittag essen. Und ganz im Ernst: ich bestell mir jetzt erstmal einen Tüllrock.

"Don’t worry, be family". Für mehr Leichtigkeit in Familien, mehr Pizza-Picknick im Pyjama und Tee-Partys im Tüllrock

Giveaway mit BabyOne

Im Rahmen der Kampagne mit BabyOne darf ich 2×100 Euro an euch verlosen. Erzählt mir dafür einfach in den Kommentaren von eurem „Don’t worry, be family“ Moment, ich bin ganz gespannt auf eure Geschichten. Ich wette, wir entdecken Gemeinsamkeiten! Viel Glück!

Teilnahmebedingungen:

  • Das Gewinnspiel endet am 03.03.2019 um Mitternacht.
  • Alle Teilnehmer müssen volljährig sein.
  • Der Gewinner wird per Mail von mir informiert. Sollte er sich nicht innerhalb von 2 Tagen zurückgemeldet haben, behalte ich mir vor, einen neuen Gewinner auszulosen.
  • Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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