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Die Sache mit dem Fernsehen und schlaue Serien-Tipps für Kinder

Die Sache mit dem Fernsehen und schlaue Serien-Tipps für Kinder

Kinder und fernsehen. Offiziell machen die meisten Eltern den ganzen Nachmittag und auch am Wochenende viele pädagogisch wertvolle Dinge mit den Kindern. Basteln, lesen, bauen, malen, Rollenspiele, Freunde treffen, die Natur und Spielplatz fünftausenddrölfzig entdecken.

Teilweise machen wir das natürlich auch. Aber wenn ich ehrlich bin – nach einem Tag in der Kita wollen die Kinder zuhause vor allem erstmal zwei Dinge: essen (Süßigkeiten) und fernsehen.

Ist so, ich kann’s nicht schön reden. Nachdem ich ein paar Male versucht hatte, richtig schöne Aktivitäten für Nachmittags vorzubereiten, die aber nur mit Maulen und Verweigerung ihrerseits und Enttäuschung darüber meinerseits quittiert wurden, sage ich doch ziemlich häufig einfach „Ja“, wenn die Frage kommt:

„Mama, dürfen wir fernsehen und was Süßes? Biiiiiiitteeee!“

Denn wenn ich ehrlich bin, kann ich das Bedürfnis sehr gut verstehen. Ein Kita-Tag ist lang und anstrengend. Sicherlich nicht weniger als ein Arbeitstag für einen Erwachsenen. Und ich kenne dieses Bedürfnis selbst nur zu gut. Einfach nichts machen zu müssen, sich nur berieseln zu lassen und dabei leckere Dinge zu snacken. Jap.

Zwischen Verständnis und schlechtem Gewissen, das man ja als Mutter oft hat, wenn man seine Kinder fernsehen lässt, haben wir mittlerweile eine guten Weg gefunden.

Fernsehen ja – aber bitte keinen Mist

Ich persönlich finde ja, dass es eine große Rolle spielt, WAS die Kinder gucken. Ich gucke mir jede Serie erstmal mit an und entscheide dann, ob ich sie okay finde. Filme gucken wir bisher quasi gar nicht, die einzigen Ausnahmen waren Die Kleine Hexe (nur Lotta) und Arthur Weihnachtsmann. Findet Nemo haben wir nach der Hälfte abgebrochen, weil es zu unheimlich wurde.

In meinem Post über Mediennutzung von Kindern habe ich schon mal darüber geschrieben, wie wir das mit dem Fernsehen so handhaben. Und die These aufgestellt, dass Fernsehen nicht mehr den schlechten Ruf verdient hat, den es unter Eltern eben oft hat.

Wenn die Kinder denn die richtigen Serien gucken. Wir streamen immer noch oft mit Netflix und Amazon Prime, haben aber vor einiger Zeit YouTube entdeckt. Und sind hier auf richtig tolle Serien gestoßen, bei denen die Kinder wirklich viel lernen.

Die Sache mit dem Fernsehen und schlaue Serien-Tipps für Kinder

Serien, von denen Kinder lernen

  1. Annas und Paulas Tiere
  2. Kann es Johannes?
  3. Checker Tobi
Annas und Paulas Tiere

Unser Einstieg in die Welt der Kinderserien auf YouTube. Entdeckt haben wir sie, als Bo zur Zeit der Fußball-WM im letzten Jahr jeden Tag Fußball-Zusammenfassungen geschaut hat und wir eine Alternative für Lotta gesucht haben. Dabei sind wir auf Anna und die Haustiere und Anna und die wilden Tiere gestoßen. Dass es auch noch eine Paula dazu gibt, wissen wir noch gar nicht so lange. Bei allen drei Formaten handelt es sich aber um Dokus und Reportagen über Tiere.

Unterteilt wird in die Kategorie Haustiere und wilde Tiere. Anna und Paula tauchen in die Welt der Tiere ein, sind ganz nah dran und mittendrin. Schön finde ich, dass es mal allgemeine Dokus zum Theme Pferd (zum Beispiel, weil das hier hoch im Kurs steht) gibt, bei denen grobe Infos über Pflege gegeben und auch Kosten beleuchtet werden. Zusätzlich gibt es zum Oberthema Pferd noch Folgen zu den unterschiedlichen Themen rund ums Pferd und den Pferderassen. So in der Art gibt es das für viele, viele Tiere. Die Chance, dass das Lieblingstier der Kinder dabei ist, ist ziemlich hoch.

Anna und die Haustiere ist immer ungefähr 15 Minuten lang. Das kommt mir äußerst entgegen, weil ich entspannt sagen kann: Alles klar, ihr dürft zwei Folgen gucken, jeder sucht eine aus, danach macht ihr aus. Das klappt meistens wirklich gut. Außerdem gibt es immer eine Quizfrage, die die Kinder am Ende beantworten müssen.

Anna/Paula und die wilden Tiere läuft 25-30 Minuten und ist auch wirklich eine schöne Alternative zu den Haustieren. Die beiden Frauen reisen in die verschiedensten Länder, um über die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu berichten. Sehr schön für die Kinder zu sehen, wo Löwen, Elefanten und Co. eigentlich leben (nicht im Zoo nämlich). Spannende Infos über das Land gibt es meistens obendrauf.

Ein wirklich tolles Format vom br Kinder, auf dessen Homepage ich noch auf die Serie Ich bin ich gestoßen bin. Ein Format, das sich an Vorschüler richtet. Wir haben noch nicht reingeschaut, werden das aber sicher bald machen. KiKA für Erwachsene finde ich auch spannend, wenn das Thema Medien für euch relevant ist, klickt euch da mal durch.

Kann es Johannes?

Kann es Johannes ist ein Format des WDR. Hier geht es nicht um Tiere, sondern um Sport. Johannes probiert die unterschiedlichsten Sportarten aus, von Rhönrad über Westernreiten bis hin zu American Football. Dabei stellt er sich der Herausforderung, innerhalb kürzester Zeit die Techniken und bestimmte Küren der jeweiligen Sportarten zu lernen. Und unter Wettkampfbedingungen vorzuführen.

Die Trainer, die Johannes zeigen, worauf es ankommt, Technik und Theorie vermitteln, sind immer Kinder. Und am Ende zeigt sich: Kann es Johannes? Wirklich eine schöne Serie, die einen Einblick in die verschiedensten Sportarten vermittelt und Lust am Bewegen macht.

Checker Tobi

Checker Tobi haben wir ganz neu entdeckt und auch erst wenige Folgen geschaut. Soweit ich das bisher überblicken kann, gibt es die Checker-Reportagen, bei denen Tobi spannende Dinge abcheckt. Es gibt zum Beispiel den Ekel-Check, den Römer-Check, den Schwimmbad-Check, den Leben-und-Sterben-Check. Außerdem gibt es noch CheXperimente – die Entdeckershow. Experimente, checken, entdecken – genau das Richtige für die Kinder.

Die Folgen gefallen uns wirklich gut und ich kann mir gut vorstellen, dass Checker Tobi auch für etwas ältere Kinder noch spannend ist.

Ein bisschen traurig bin ich, dass wir noch nicht ins Kino gehen bzw. das mit Ella im Moment schwer umzusetzen ist – es gibt nämlich gerade auch den Kinofilm Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten (hier ist der Trailer). Wenn ich ehrlich bin, würde ich ihn selbst gerne sehen, die Landschaftsaufnahmen sehen atemberaubend schön aus und die Kinder waren schon vom Trailer total fasziniert.

Bis Kino für uns wieder eine Option ist, halten wir uns also an die Serien. Immer mal eine oder zwei. Nach der Kita oder am Wochenende. Manchmal mit Süßigkeiten, manchmal mit Obst und Gemüse. Manchmal gemeinsam kuschelnd auf dem Sofa, manchmal, um mir einfach mal eine viertel Stunde Luft zu verschaffen. Aber ich gucke tatsächlich auch gerne mit, im Gegensatz zu vielen anderen Serien habe ich bei diesen dreien nämlich nicht das Gefühl, total zu verblöden. Und ja – oft lerne ich auch noch was dabei.

Wie läuft das mit dem Fernsehen so bei euch? Habt ihr feste Regeln? Dürfen die Kinder bei Krankheiten oder an Katastrophentagen auch mal mehr gucken? Habt ihr noch Serienempfehlungen, die in eine ähnliche Richtung gehen?

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