Und du so?
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Flüchtlinge, ihr seid willkommen!

Gestern Abend wurde mir in meinem Facebook-Feed ein Video angezeigt, mit dem Titel „Papa sagt: „Hallo Flüchtlinge, ihr seid willkommen!„. Gedreht und auf ihrem Blog Mohrenpost online gestellt hat dieses Video Carline Mohr. Sie spricht mit ihrem 78 jährigen Vater, ein bisschen über sein Leben und über seine Meinung, wie Deutschland mit den Flüchtlingen umgehen sollte.

Und mit dem, was er da erzählt, hat er verdammt Recht.

Die Flüchtlingsthematik ist keine neue, aber gerade in den letzten Tagen kocht und brodelt es. Auf der Seite der „Ich bin zwar kein Nazi, aber…-Idioten“ und Intelligenz-Flüchtlinge, wie Klaas und Joko es in ihrem Video Das wird man wohl noch sagen dürfen #mundaufmachen so schön sagen, aber auch und gerade auf der anderen Seite. Auf der Seite der Menschen, die sich engagieren, die helfen, die spenden, liken und teilen, die den Mund aufmachen, öffentlich zu ihrer Meinung stehen und immer, immer und immer wieder klar machen: #refugeeswelcome!

Eine Aktion, in dessen Rahmen auch Carline ihr Video gedreht hat, ist #bloggerfuerfluechtlinge, eine Initiative von Nico Lumma, Stevan Paul, Karla Paul und Paul Huizing. Sie wollen, dass nicht mehr weggeschaut wird, sie wollen die Augen öffnen und die Flüchtlingshilfe unterstützen. Mit Hilfe von Bloggern, die ihre Reichweite nutzen, die Stellung beziehen und dadurch vielleicht ein Vorbild sind. Aber auch mit der Hilfe aller anderen. Denn jeder kann helfen.

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Und jeder sollte helfen, dabei, dass die Menschen, die unglaubliche Strapazen auf sich nehmen, um übers Mittelmeer oder in vollkommen überfüllten Zügen an einen Ort zu gelangen, an dem sie in Sicherheit sind, nicht noch mehr Leid widerfährt. Dabei, dass ihnen kein Hass entgegen schwappt, sondern eine Willkommenswelle.

Wenn ihr helfen wollt, gibt es verschiede Möglichkeiten:

Ich hab eigentlich das Gefühl, dass alles zu diesem Thema irgendwie schon gesagt wurde, aber man kann es eben doch nicht oft genug sagen. Dass es nicht in Ordnung ist, den Flüchtlingen „Weg mit dem Dreck“ entgegen zu brüllen, dass es inakzeptabel ist, Hasskommentare in den Sozialen Medien zu schreiben, nationalsozialistisches Gedankengut zu verbreiten und aktive Gewalt gegen Flüchtlinge und alle anderen Menschen sowieso.

In den letzten Tagen ist mir, wenn ich Aufnahmen von den oben erwähnten „Ich bin ja kein Nazi, aber…-Idioten“ gesehen habe, immer ein Gedanke in den Kopf gekommen, nämlich: „Das denen das nicht peinlich ist!“ . Wenn ich so denken würde, dann wäre das Allerletzte, was mir in den Sinn kommen würde, mich dabei filmen zu lassen, wie ich diese gequirlte Kacke, die sich Meinung nennt, kundtue. So, dass ganz Deutschland sie sehen kann. Wenn ich so denken würde, würde ich mich in mein Zimmer verkriechen und mich schämen.

Leider funktioniert das so nicht, die „Ja, aber…-Wahrheit“ wird laut, hässlich und vehement den Flüchtlingen, den Kameras und allen anderen entgegen gebrüllt. Deswegen bleibt uns nur: helfen und lauter brüllen.

Und zwar: #refugeeswelcome

P.S. Eine schöne Aktion auch bei Seelenschmeichelei auf dem Blog: #deutschlandissbunt – ein kulinarisches Event für Weltoffenheit und Toleranz.

2 Kommentare

  1. Was für ein wunderbares Video, am Schluss sind bei mir sogar Tränen gekullert. Danke fürs Zeigen und für die Worte! #refugeeswelcome

    • Johanna sagt

      Ich hab auch geheult am Schluss! Wahnsinn, wie sehr sowas bewegen und motivieren kann, oder?
      Liebe Grüße!

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