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Grüne Birnen im Noktober – Rumtopf Rezept

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Noktober?

Hat die Pinkepank nicht mehr alle Latten am Zaun? Doch, hat sie. Obwohl –  vielleicht doch nicht, wer redet schon in der dritten Person von sich? Ähm, ja, vergessen wir das einfach mal schnell und ich sage: Herzlich Willkommen im Noktober.

Als Noktober bezeichnet man (also ich) den Zeitraum zwischen Oktober und November, in dem man Dinge macht, die man eigentlich schon im Oktober hätte erledigen müssen, zu denen man aber erst im November kommt. Ziemlich logisch, oder?

Und wir ihr unschwer erkennen könnt, geht es heute im Noktober um die letzte Rumtopf-Zutat, die Birne.

Die Birne, die uns von den Fotos in knallig-frischem Frühlingsgrün entgegenleuchtet, statt sich gelb-braun gesprenkelt und rotwangig der herbstlichen Atmosphäre anzupassen. Warum ich ausgerechnet grüne Birnen für das Rezept und den Post gewählt habe?

Um es kurz zu machen – nach einer siebenstündigen Autofahrt mit, verständlicherweise, nölendem Baby und mehrstündiger, zweistimmiger „Der Cowboy Jim aus Texas“ Performance dachte ich im Supermarkt, als wir nach dem Höllenritt von Bischofswerda nach Hamburg noch mal eben schnell einkaufen wollten und es nur knallgrüne statt der gewünschten Herbst-Birnen gab: Egal. Die nehmen wir jetzt.

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Das fand ich schon ziemlich lässig und entspannt von mir, normalerweise hätte auch gut die Blogger-Furie in mir aus ihrem Versteck geschossen kommen können um zu kreischen: „Ich brauch aber unbedingt gelbe Birnen mit braunen Sprenkeln und roten Flecken, das passt doch sonst nicht zur Jahreszeit und versaut mir die ganzen Fotos – wir müssen noch in einen anderen Laden fahren!“ Hört ihr die schrille Stimme, die sich vor Wut, Enttäuschung und Empörung überschlägt?

Tja, hätte passieren können, ist es aber nicht. Die Furie war zu geschwächt vom Spielen, Singen, Trösten, Rasseln, Vorlesen und Tierstimmen nachmachen und deshalb leuchtet euch jetzt eine Frühlingsbirne entgegen.

Ich bin mit den Fotos trotzdem zufrieden und mal so ganz unter uns – letztendlich werden die Birnen eh geschält, bevor sie zu allen anderen Früchten in den Rumtopf dürfen. Und auch sonst macht ihr mit den Birnen alles so wie mit den anderen Obstsorten auch – entkernen, kleinschneiden, Zucker und Rum drauf und fertig.

noktober-rezeptDas heißt, ich war danach fertig, denn unser Rumtopf ist mit Birnen, Zucker und Rum randvoll, da geht nix mehr rein. Falls ihr noch Platz habt, könnt ihr noch Zimtstangen und oder Sternanis reinwerfen, das gibt dem Ganzen natürlich noch eine etwas weihnachtlichere Note.

Aber – das war‘s dann! Der Rumtopf muss jetzt noch 4 Wochen stehen und ziehen, dann ist er fertig! Eigentlich darf man ihn „traditionell“ am 1. Advent zum ersten Mal probieren, da das bei uns jetzt allerdings nicht mehr ganz hinkommt, sehen wir die Zeitvorgabe mal eher als Vorschlag und geben dem guten Gebräu mal noch drei Wochen.

Ich freu mich schon wahnsinnig drauf, unseren Rumtopf zusammen mit einer Kugel Vanilleeis am zweiten Weihnachtsfeiertag gemeinsam mit Freunden zu genießen, wenn wir ganz entspannt Weihnachten ausklingen lassen.

So, und jetzt interessiert mich ja mal brennend – hat noch jemand Rumtopf gemacht? Und wenn ja, was macht ihr damit? Einfach nur trinken oder habt ihr andere Sachen geplant? Ich hab noch das ein oder andere Rezept in petto, die Rumtopfserie endet hier also nicht, sie bekommt nur ein anderes Gesicht.

Also, macht euch ein schönes Wochenende und nutzt den Noktember, falls ihr auch noch was zu erledigen habt!

 

 

 

 

4 Kommentare

  1. Unser Supermarkt spuckt in letzter Zeit grundsätzlich nur grüne Birnen aus. Unverschämtheit. Ich wittere eine deutschlandweite Verschwörung gegen Blogger. Mindestens…

    • Johanna sagt

      Frechheit! Aber wie ich dich kenne, hast du schon einen Plan geschmiedet, wie wir diese Verschwörung aufdecken und zerschlagen können und damit den Weg frei machen, damit Blogger-freundliches Obst bald wieder Einzug in allen Supermärkten hält,oder? ;-)

  2. Das hört sich nach einem ziemlich actiongeladenen Tag an. Die Birnenfarbe ist doch da echt egal. So lacht uns noch ein bisschen Frühlingsfröhlichkeit an. ;)
    Dein Rumtopf wird sicher fantastisch schmecken. Ich hab zwar nicht mitgemacht, aber das nach jeder Zutat ein bisschen mehr bereut. Erinnerst du mich nächstes Jahr, wenn es wieder die Chance gibt, von vorne anzufangen?
    Hab eine tolle Woche, liebste Grüße, Eva

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