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Struggles aus 2018 Teil 1 (Nachhaltigkeit + Konsum). Und mein Motto für 2019.

2018 auf Instagram - ein Rückblick, meine struggles und mein Motto für 20192018 auf Instagram - ein Rückblick, meine struggles und mein Motto für 2019

2019.

Es fällt mir schwer, reinzukommen, in dieses Jahr. In den gut funktionierenden Alltag, in unseren Rhythmus. Es hakt und knirscht, an manchen Stellen mehr, an anderen weniger. Das Denken fällt mir schwer, das Schreiben erst recht. Die Momente, in denen die Worte sich in meinem Kopf scheinbar mühelos aneinanderreihen, Sätze, ganze Texte ergeben – sie sind da, ja. Oft sogar. Aber um das alles aufzuschreiben fehlt… ja, was eigentlich? Die Zeit? Die Kraft? Die Motivation? Der springende Punkt? Die Ordnung? Der Mut?

Struggles in 2018

Ich bin blockiert, schwergängig. Genau wie die Tastatur meines MacBooks, bei der die ein oder andere Taste klemmt und dadurch den ganzen Schreib-Flow behindert. Genau so fühle ich mich. Mein Flow ist blockiert, weil ich das ein oder andere kontrovers diskutierte Thema entweder für mich nicht klar habe oder es hier nicht klar kommuniziert haben. Das möchte ich hiermit tun, um danach hoffentlich auf Kurs zu kommen.

2018 war im Großen und Ganzen sehr gut zu mir. Es gab vieles, was gut lief. Manches war schwierig oder einfach auch anders, als ich es mir gewünscht hätte. Aber so what – that’s life. Wir haben Glück, uns geht es gut.

Meine Struggles aus dem letzten Jahr beziehen sich tatsächlich hauptsächlich auf Instagram. Was ich dort wie teile. Was ich von unserem Leben preisgebe, worüber ich mich freue oder auch mal beschwere. Instagram ist eng verbunden mit dem Blog – und mit mir natürlich, denn alles, was ich auf Instagram und/oder dem Blog teile, bin ich. Und zwar in echt. Es gibt kein: ach komm, wir tun mal für Instagram so als ob. Ja klar stelle ich mich mal in Pose für ein Foto. Ich versuche, darauf zu achten, dass ich eher besser als schlechter aussehe. Ich achte darauf, in welchen Situationen meine Familie zu sehen ist. Und wo.

Für all das bekomme ich viele, viele Likes, viele viele nette Kommentare, Direktnachrichten, Emails und auch analoge Post. Darüber freue ich mich immer wahnsinnig. Aber es gibt eben auch Kritik. Vielleicht manchmal angebracht, vielleicht manchmal eher nicht. Aus dieser Kritik resultieren aber meine Struggles. Sie bringt mich zum Nachdenken, das ist gut. Im besten Falle soll Kritik ja nicht verletzen, sondern zum Überdenken eigener Standpunkte und Sichtweisen anregen.

Die Pinkepank – wer ist das eigentlich? Und wenn ja, wie viele?

Je mehr ich das getan habe, desto mehr habe ich mich zeitweise zurückgezogen. Habe weniger gepostet und viel überlegt: Was will ich eigentlich teilen? Was will ich preisgeben? Kann ich dieses noch posten, wenn ich jenes sage oder unterstütze? Ist das nicht sowieso alles Nonsense und Pillepalle? Wer will ich sein, wofür will ich stehen, was kann ich schaffen?

Das sind alles Fragen, die schon für sich selbst schwierig zu beantworten sind und immer wieder hinterfragt, reflektiert und neu justiert werden müssen. Je nach Lebensphase und Lebenssituation. Aber sie so zu beantworten, dass man damit in der Öffentlichkeit stehen und bestehen kann – das empfinde ich noch als eine andere Herausforderung. Denn ja, auch wenn mir das immer noch komisch vorkommt – ich werde oft erkannt. Gerade hier in unserer Hood. Und es folgen mir auf Instagram einfach viele Menschen. Deswegen macht es keinen Sinn, ein Bild zu kreieren, das ich nicht bin. Auch, wenn das vielleicht manchmal besser ankommen würde. Aber nach wie vor ist mir vor allem eins wichtig: Authentizität.

Und um weiterhin kein verfälschtes Bild zu zeigen, hier ein paar Gedanken zu Themen, über die ich viel und oft nachgedacht habe im letzten Jahr. Themen, zu denen ich ein paar Worte loswerden muss, bevor es weitergehen kann. Bevor ich wieder mit einem leichten Gefühl das posten kann, was ich möchte.

Nachhaltigkeit

Letztes Jahr um diese Zeit kam mir der Gedanke zum ersten Mal. Puh, ganz schön viel Müll, den wir da produzieren. Ich war gerade dabei, den gelben Sack zu verschnüren, um ihn auf die Straße zu stellen. Und das, obwohl ich gefühlt genau das gerade erst getan hatte. Woher kam dann dieser ganze Plastikmüll? Diese ganzen Verpackungen? Ohne, dass ich groß drüber nachgedacht hatte, teilte ich André ohne Umschweife mit:

„Dieses Jahr möchte ich gerne versuchen, unseren Plastikmüll zu reduzieren.“

André ist da voll dabei, wir trennen sowieso schon immer unseren Müll (allerdings haben wir leider keine Bio-Tonne) und er war lange Zeit derjenige von uns, der mehr Wert auf Dinge wie „reparieren statt neu kaufen“ gelegt hatte. Ich muss gestehen, über Müll haben wir uns vorher nicht wahnsinnig viele Gedanken gemacht. Seit diesem Moment versuchen wir, Plastik zu reduzieren. Wir haben da noch einen wirklich langen, langen Weg vor uns, aber immerhin ist uns das Problem bewusst und wir versuchen, erstmal Kleinigkeiten zu ändern.

Bio-Kiste Rohkostkiste

Was wir tun

Lebensmittel: Wir haben eine Rohkost-Bio-Kiste bestellt, damit sparen wir schon etwas Verpackung, aber auch hier kommt leider auch nicht alles gänzlich ohne Papier- oder Plastiktüte. Wir haben ab und zu – aber in der Summe leider noch zu selten – wiederverwendbare Beutel für Obst- und Gemüseeinkäufe in den Taschen. Wir haben uns immerhin dem Unverpackt Laden in unserer Straße schon mal angenähert. Hier war ich allerdings ziemlich enttäuscht, dass das meiste doch irgendwie verpackt ist.

Mein Ziel für Lebensmittel wäre:

  • Brot selbst zu backen
  • Obst und Gemüse vom Wochenmarkt in mitgebrachten Beuteln, Gläsern, Dosen
  • den Rest im Unverpackt Laden
  • alles, was wir so nicht kriegen, erstmal zu hinterfragen und dann, wenn wir es wirklich brauchen oder wollen, im Supermarkt zu kaufen

Ich weiß, dass das ein hoch gestecktes Ziel ist – und tatsächlich gerade für uns mit zwei Jobs und den Kindern nicht vollständig umzusetzen. Aber wir arbeiten dran. Und sich Stück für Stück einem Ziel zu nähern ist besser, als gleich aufzugeben oder gar nicht erst anzufangen.

Bio-Kiste Rohkostkiste

Kosmetik und Lifestyle: Ich benutze mittlerweile Stückseife und festes Shampoo. Auch zum Händewaschen nutzen wir ein Stück Seife bzw. Flüssigseife, die wir aus einem Nachhfüllpack in einen Seifenspender aus Glas füllen. Zum Abschminken benutze ich waschbare „Watte“pads und zum Nagellack entfernen einen alten Waschlappen (das funktioniert, aber nervt mich so, dass ich meine Nägel kaum noch lackiere). Unsere Plastik-Zahnbürsten haben wir durch Bambus-Zahnbürsten ersetzt (übrigens auch die der Kinder). Als nächstes steht für mich an, die Zahnpasta-Tube durch eine unverpackte Alternative und meinen Plastikrasierer durch einen Rasierhobel zu ersetzen. Wenn ich neue Kosmetik kaufe, achte ich darauf, dass es möglichst Naturkosmetik ist und im besten Fall auch die Verpackung plastikfrei. Ansonsten brauche ich erstmal auf, was ich habe.

Schritt für Schritt zu mehr Nachhaltigkeit

Nur ein einziges Mal habe ich seit dem Moment (also seit ungefähr einem Jahr) einen Coffee to go Becher gekauft, sonst nehme ich immer meinen eigenen Becher mit, setze mich ins Kaffee oder verzichte auf einen Kaffee. Auch Plastik-Strohhalme gibt es weder bei uns noch auswärts seit diesem Schlüsselmoment.

Deko für Themen-Partys und Geburtstage oder Feiertage habe ich aus dem letzten Jahr wiederverwendet oder neue Deko so abgenommen und verstaut, dass sie im nächsten Jahr wieder aufgehängt werden kann. Aber auch hier geht natürlich noch was.

Fazit: Eigentlich dachte ich, die Erfolge wären eher klein – aber in der Summe habe ich das Gefühl, gerade im Bereich Lifestyle und Kosmetik schon einiges verändert zu haben. Und zwar ohne das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen oder schlechtere (Pflege) Wirkung.

Mein Struggle in Bezug auf Nachhaltigkeit

Ich habe das Gefühl, sobald man anfängt, sich über Müllvermeidung, Nachhaltigkeit, Produktion- und Arbeitsbedingungen öffentlich zu äußern, spalten sich die Leser in drei Gruppen:

  1. Richtig toll: die Gruppe, die sagt: Mensch, das wollte ich auch immer schon mal ausprobieren, dein Post ist eine Motivation, dieses oder jenes endlich mal anzugehen. Hier entsteht oft ein schöner Austausch und es werden Tipps weitergegeben.
  2. Hier fängt mein Struggle an: die Gruppe, die sagt: Schön und gut, würde ich auch gerne machen, aber das kann ich mir einfach nicht leisten. Sie unterstellt, dass man sich als Normalverdiener Müllvermeidung und Nachhaltigkeit nicht leisten kann. Da behaupte ich einfach mal: das stimmt so nicht. Als Beispiel: Mein Stück Seife zum Duschen benutze ich seit Juni, es wird auch noch mindestens 2-3 Monate reichen – und hat 5 oder 6 Euro gekostet. Duschgel aus der Flasche habe ich schätzungsweise alle 2 Monate neu gekauft – und selbst, wenn ich hier das günstige für 99 Cent genommen hätte, wäre ich bei einer Dauer von 10 Monaten (auf die Seife bezogen) auch bei 5 Euro. Ich glaube, dass das Argument des „sich Nachhaltigkeit nicht leisten zu können“, hinkt. Aber ja – man muss sich erstmal drauf einlassen, um diese Erfahrung machen zu können. Und vielleicht stimmt es auch nicht in allen Bereichen – aber sich deswegen komplett aus der Verantwortung zu ziehen, finde ich auch falsch.
  3. Weiter geht der Struggle – und hier kommen wir zu der Gruppe, die mir das Leben eigentlich schwer macht. Die Gruppe: Du redest von Nachhaltigkeit und fliegst trotzdem in den Urlaub/kaufst ein Produkt, das doch nicht fair, nachhaltig, regional/unverpackt ist/kaufst überhaupt irgendetwas/bestellst bei Amazon/fährst Auto/kaufst nicht Second Hand/machst Werbung für ein großes Unternehmen/Bio-Kiste schön und gut aber warum ist die Kiste denn aus Plastik/…erzähl DU mir mal nichts von Nachhaltigkeit. Die Vorwurfs-Gruppe, die Perfektion „verlangt“, für die man 110% umsetzen muss, bevor man sich überhaupt zu einem Thema äußern „darf“. Die Gruppe, die suggeriert, dass kleine Schritte nicht zählen und eigentlich auch hinfällig sind, sobald man sich auch noch „konventionell“ verhält oder kauft.

Diese beiden letzten Gruppen lassen mich zögern, wenn ich über unsere Fortschritte berichten will. Lassen mich viel länger über einen Post nachdenken und ihn manchmal am Ende nicht posten. Weil ich es einfach leid bin, mich zu rechtfertigen. Dabei finde ich: mit dieser Kritik seid ihr bei mir an der falschen Stelle. Ihr könnt diese Fragen gerne an Menschen richten, die jeden Tag 2 volle Plastiktüten aus Fast Fashion Ketten schleppen, um die Hälfte nach einem Monat wieder zu entsorgen. Richtet diese Fragen an diejenigen, die mehrmals im Jahr fliegen – und nicht an solche wie mich, die in ihrem Leben 4x interkontinental geflogen ist. An die, die viel Auto fahren – und nicht wie ich 95% aller Strecken zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Bus erledigen.

Und wenn ihr den richtigen Adressaten gefunden habt, überlegt gut und formuliert eure Verbesserungsvorschläge als Anregung, als Frage, als Tipp. Vermeidet Vorwürfe, denn damit erreicht ihr genau das Gegenteil. Und bevor ihr Kritik äußert, fragt euch mal: Habe ich eigentlich 100% Ökostrom? Handelt meine Bank ausschließlich mit fairen Aktien? Sind alle Teile in meinem Kleiderschrank fair und nachhaltig? Und by the way – woher stammt eigentlich mein Kleiderschrank? Und: wieso investiere ich eigentlich wertvolle Zeit und Energie um Menschen zu kritisieren, die ich gar nicht kenne? Von denen ich viel weniger weiß als ich meine zu wissen.

2018 auf Instagram - ein Rückblick, meine struggles und mein Motto für 2019

Austausch statt Gehässigkeit

Versteht mich nicht falsch – ich finde Meinungen gut. Auch andere Meinungen, selbst wenn ich im ersten Moment empört bin über die Aussage. Meistens wirkt ein Hinterfragen viel länger nach als ein „Oh wie schön“. Austausch ist wertvoll und wichtig. Aber unangebrachte und übertriebene Kritik, Sticheleien von Menschen, die mich eigentlich nicht mögen, sich nach einem gemeinen Kommentar aber besser fühlen – darauf kann ich einfach gut verzichten. Diese negativen Energien blockieren mich, ich nehme mir so etwas zu Herzen. Und wenn ich so richtig ehrlich bin – sie nerven. Und machen mich oft auch ein bisschen fassungslos.

Das muss man dir schon mal sagen dürfen, wenn du in der Öffentlichkeit stehst

Ja – wenn ihr einfach mal einer anderen Meinung seid als ich, das dürft ihr mir gerne sagen. Solange ihr es respektvoll tut. Bevor man einen Kommentar abschickt, ist es immer eine gute Übung, sich zu fragen: „Würde ich der Person (die ich im Grunde nicht kenne) genau das Gleiche so ins Gesicht sagen?“

Wenn nicht, feilt vielleicht noch etwas an dem, was ihr geschrieben habt. Und vielleicht behaltet ihr im Hinterkopf, dass hier hinter dem Text, hinter dem Blog, hinter jedem Wort und jedem Bild ich stehe. Johanna. Keine Redaktion, die am Fließband Content produziert und in der Mittagspause herzhaft über gemeine Kommentare lacht.

Konsum

Das Thema Nachhaltigkeit geht Hand in Hand mit Konsumkritik. Denn am nachhaltigsten ist es natürlich, gar nichts zu kaufen. Das wäre toll – aber solange man nicht vollkommen autark lebt, wird man immer das ein oder andere kaufen. Ich habe, für mein Gefühl, meinen Konsum im letzten Jahr stark eingeschränkt. Aber ich kaufe immer noch. Meistens Dinge, die ich brauche. Aber manchmal auch Dinge, die ich einfach haben möchte. Obwohl ich sie nicht brauche. Obwohl ich immer wieder versuche, die Wohnung auszumisten.

Im letzten Jahr habe ich mich irgendwann nicht mehr wirklich getraut, Dinge zu zeigen, die ich gekauft habe. Ich habe es vermeiden, Fotos zu zeigen, auf denen etwas Neues zu sehen ist. Habe Inspirations-Posts und Wunschlisten vermieden. Weil es darin ja auch irgendwie immer um Konsum geht. Aber ich merke: das bin ich nicht.

Und ich merke: viele von meinen Lesern wünschen sich Inspiration. Interior, Klamotten, Beauty. Tipps für schöne Dinge. Deswegen wird es die in Zukunft wieder geben. Und ich denke mir einfach: meine Zielgruppe besteht nicht aus 10-15jährigen Teenies, die blind alles nachkaufen, was ich empfehle. Sondern aus mündigen und intelligenten Frauen, die selbst entscheiden, was sie kaufen. Und was nicht.

Mein Learning in 2018

Anfang des Jahres haben mich solche Kommentare wie oben erwähnt noch zu empörten Antworten verleitet. Ich habe mich verteidigt und war einfach wahnsinnig wütend. Über das Jahr hinweg bin ich gelassener geworden. Beantworte solche Kommentare entweder gar nicht oder freundlich. Trotzdem habe ich gemerkt, dass sich mich blockieren. Weil ich zögere, einfach Dinge zu schreiben, die mir durch den Kopf gehen. Ich zögere, Fotos zu posten, weil auf ihnen zu sehen ist, dass ich einen gekauften Snack in einer Plastikverpackung dabei habe statt selbst gebackene in einer Bambusbrotdose. Weil ich ein altes Fast Fashion Teil trage. Ich zögere, (Style-)Inspiration zu posten, die nicht zu 100% aus fairen und nachhaltigen Produkten bestehen. Diese Liste könnte ich endlos fortsetzen.

Für 2019 habe ich mir allerdings vorgenommen, nicht mehr zu zögern.

Einfach machen, einfach machen! Mein Motto für 2019

Ich möchte mehr machen und weniger zögern. Ich denke über alles, was ich mache, sage, poste, sehr gut nach. In den letzten Monaten zu viel. Klar, ich möchte nicht gedankenlos irgendwas posten, aber ich möchte mir ein bisschen die Leichtigkeit zurückholen, die ich beim Posten von Bildern und Storys auf Instagram und Texten hier mal hatte. Ich möchte weniger schwerfällig arbeiten, nicht mehr jedes mögliche Szenario überdenken, nicht mehr hinter jedem Bild, jeder Meinung, jedem Kauf eine Sprengfalle vermuten.

Nie habe ich behauptet, perfekt zu sein. Nie habe ich verlangt, dass jeder so leben soll wie ich oder wie wir. Ich gebe mir größte Mühe, nicht zu schnell zu urteilen, niemals zu verurteilen. Natürlich klappt das auch nicht, sonst wäre ich ja perfekt. Aber ich gebe mir Mühe. Ich hinterfrage und reflektiere mich und mein Verhalten, aber ich bin einfach nicht perfekt. An vielen Tagen mache ich Fehler, ich bin müde, gestresst, kaufe plastikverpackte Dinge und sage Ja zu Plastikspielzeug, das nicht pädagogisch wertvoll ist, aber meine Kinder für 10 Minuten glücklich macht. Ich gebe mir größte Mühe, in unserer Familie alle Abläufe und Routinen zu strukturieren, alle glücklich zu machen – und gleichzeitig achte ich immer darauf, dass niemand über Instagram den Eindruck bekommt, hier würde immer alles rund laufen. Das tut es nämlich nicht. Ich bin ein Mensch, ich mache Fehler.

Und in 2019 akzeptiere ich, dass ich sie auch online mache. Ich möchte nicht, dass das alles hier ein Eiertanz ist. Ich möchte mich nicht vorher fragen, wer ein Bild oder eine Aussage von mir vielleicht doof, langweilig, banal oder überflüssig finden könnte. Denn das wird ganz sicher passieren. Aber ich möchte mir davon nicht mehr meinen Flow nehmen lassen.

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