Das Leben Eben
Kommentare 40

Struggles aus 2018 Teil 1 (Nachhaltigkeit + Konsum). Und mein Motto für 2019.

2018 auf Instagram - ein Rückblick, meine struggles und mein Motto für 20192018 auf Instagram - ein Rückblick, meine struggles und mein Motto für 2019

2019.

Es fällt mir schwer, reinzukommen, in dieses Jahr. In den gut funktionierenden Alltag, in unseren Rhythmus. Es hakt und knirscht, an manchen Stellen mehr, an anderen weniger. Das Denken fällt mir schwer, das Schreiben erst recht. Die Momente, in denen die Worte sich in meinem Kopf scheinbar mühelos aneinanderreihen, Sätze, ganze Texte ergeben – sie sind da, ja. Oft sogar. Aber um das alles aufzuschreiben fehlt… ja, was eigentlich? Die Zeit? Die Kraft? Die Motivation? Der springende Punkt? Die Ordnung? Der Mut?

Struggles in 2018

Ich bin blockiert, schwergängig. Genau wie die Tastatur meines MacBooks, bei der die ein oder andere Taste klemmt und dadurch den ganzen Schreib-Flow behindert. Genau so fühle ich mich. Mein Flow ist blockiert, weil ich das ein oder andere kontrovers diskutierte Thema entweder für mich nicht klar habe oder es hier nicht klar kommuniziert haben. Das möchte ich hiermit tun, um danach hoffentlich auf Kurs zu kommen.

2018 war im Großen und Ganzen sehr gut zu mir. Es gab vieles, was gut lief. Manches war schwierig oder einfach auch anders, als ich es mir gewünscht hätte. Aber so what – that’s life. Wir haben Glück, uns geht es gut.

Meine Struggles aus dem letzten Jahr beziehen sich tatsächlich hauptsächlich auf Instagram. Was ich dort wie teile. Was ich von unserem Leben preisgebe, worüber ich mich freue oder auch mal beschwere. Instagram ist eng verbunden mit dem Blog – und mit mir natürlich, denn alles, was ich auf Instagram und/oder dem Blog teile, bin ich. Und zwar in echt. Es gibt kein: ach komm, wir tun mal für Instagram so als ob. Ja klar stelle ich mich mal in Pose für ein Foto. Ich versuche, darauf zu achten, dass ich eher besser als schlechter aussehe. Ich achte darauf, in welchen Situationen meine Familie zu sehen ist. Und wo.

Für all das bekomme ich viele, viele Likes, viele viele nette Kommentare, Direktnachrichten, Emails und auch analoge Post. Darüber freue ich mich immer wahnsinnig. Aber es gibt eben auch Kritik. Vielleicht manchmal angebracht, vielleicht manchmal eher nicht. Aus dieser Kritik resultieren aber meine Struggles. Sie bringt mich zum Nachdenken, das ist gut. Im besten Falle soll Kritik ja nicht verletzen, sondern zum Überdenken eigener Standpunkte und Sichtweisen anregen.

Die Pinkepank – wer ist das eigentlich? Und wenn ja, wie viele?

Je mehr ich das getan habe, desto mehr habe ich mich zeitweise zurückgezogen. Habe weniger gepostet und viel überlegt: Was will ich eigentlich teilen? Was will ich preisgeben? Kann ich dieses noch posten, wenn ich jenes sage oder unterstütze? Ist das nicht sowieso alles Nonsense und Pillepalle? Wer will ich sein, wofür will ich stehen, was kann ich schaffen?

Das sind alles Fragen, die schon für sich selbst schwierig zu beantworten sind und immer wieder hinterfragt, reflektiert und neu justiert werden müssen. Je nach Lebensphase und Lebenssituation. Aber sie so zu beantworten, dass man damit in der Öffentlichkeit stehen und bestehen kann – das empfinde ich noch als eine andere Herausforderung. Denn ja, auch wenn mir das immer noch komisch vorkommt – ich werde oft erkannt. Gerade hier in unserer Hood. Und es folgen mir auf Instagram einfach viele Menschen. Deswegen macht es keinen Sinn, ein Bild zu kreieren, das ich nicht bin. Auch, wenn das vielleicht manchmal besser ankommen würde. Aber nach wie vor ist mir vor allem eins wichtig: Authentizität.

Und um weiterhin kein verfälschtes Bild zu zeigen, hier ein paar Gedanken zu Themen, über die ich viel und oft nachgedacht habe im letzten Jahr. Themen, zu denen ich ein paar Worte loswerden muss, bevor es weitergehen kann. Bevor ich wieder mit einem leichten Gefühl das posten kann, was ich möchte.

Nachhaltigkeit

Letztes Jahr um diese Zeit kam mir der Gedanke zum ersten Mal. Puh, ganz schön viel Müll, den wir da produzieren. Ich war gerade dabei, den gelben Sack zu verschnüren, um ihn auf die Straße zu stellen. Und das, obwohl ich gefühlt genau das gerade erst getan hatte. Woher kam dann dieser ganze Plastikmüll? Diese ganzen Verpackungen? Ohne, dass ich groß drüber nachgedacht hatte, teilte ich André ohne Umschweife mit:

„Dieses Jahr möchte ich gerne versuchen, unseren Plastikmüll zu reduzieren.“

André ist da voll dabei, wir trennen sowieso schon immer unseren Müll (allerdings haben wir leider keine Bio-Tonne) und er war lange Zeit derjenige von uns, der mehr Wert auf Dinge wie „reparieren statt neu kaufen“ gelegt hatte. Ich muss gestehen, über Müll haben wir uns vorher nicht wahnsinnig viele Gedanken gemacht. Seit diesem Moment versuchen wir, Plastik zu reduzieren. Wir haben da noch einen wirklich langen, langen Weg vor uns, aber immerhin ist uns das Problem bewusst und wir versuchen, erstmal Kleinigkeiten zu ändern.

Bio-Kiste Rohkostkiste

Was wir tun

Lebensmittel: Wir haben eine Rohkost-Bio-Kiste bestellt, damit sparen wir schon etwas Verpackung, aber auch hier kommt leider auch nicht alles gänzlich ohne Papier- oder Plastiktüte. Wir haben ab und zu – aber in der Summe leider noch zu selten – wiederverwendbare Beutel für Obst- und Gemüseeinkäufe in den Taschen. Wir haben uns immerhin dem Unverpackt Laden in unserer Straße schon mal angenähert. Hier war ich allerdings ziemlich enttäuscht, dass das meiste doch irgendwie verpackt ist.

Mein Ziel für Lebensmittel wäre:

  • Brot selbst zu backen
  • Obst und Gemüse vom Wochenmarkt in mitgebrachten Beuteln, Gläsern, Dosen
  • den Rest im Unverpackt Laden
  • alles, was wir so nicht kriegen, erstmal zu hinterfragen und dann, wenn wir es wirklich brauchen oder wollen, im Supermarkt zu kaufen

Ich weiß, dass das ein hoch gestecktes Ziel ist – und tatsächlich gerade für uns mit zwei Jobs und den Kindern nicht vollständig umzusetzen. Aber wir arbeiten dran. Und sich Stück für Stück einem Ziel zu nähern ist besser, als gleich aufzugeben oder gar nicht erst anzufangen.

Bio-Kiste Rohkostkiste

Kosmetik und Lifestyle: Ich benutze mittlerweile Stückseife und festes Shampoo. Auch zum Händewaschen nutzen wir ein Stück Seife bzw. Flüssigseife, die wir aus einem Nachhfüllpack in einen Seifenspender aus Glas füllen. Zum Abschminken benutze ich waschbare „Watte“pads und zum Nagellack entfernen einen alten Waschlappen (das funktioniert, aber nervt mich so, dass ich meine Nägel kaum noch lackiere). Unsere Plastik-Zahnbürsten haben wir durch Bambus-Zahnbürsten ersetzt (übrigens auch die der Kinder). Als nächstes steht für mich an, die Zahnpasta-Tube durch eine unverpackte Alternative und meinen Plastikrasierer durch einen Rasierhobel zu ersetzen. Wenn ich neue Kosmetik kaufe, achte ich darauf, dass es möglichst Naturkosmetik ist und im besten Fall auch die Verpackung plastikfrei. Ansonsten brauche ich erstmal auf, was ich habe.

Schritt für Schritt zu mehr Nachhaltigkeit

Nur ein einziges Mal habe ich seit dem Moment (also seit ungefähr einem Jahr) einen Coffee to go Becher gekauft, sonst nehme ich immer meinen eigenen Becher mit, setze mich ins Kaffee oder verzichte auf einen Kaffee. Auch Plastik-Strohhalme gibt es weder bei uns noch auswärts seit diesem Schlüsselmoment.

Deko für Themen-Partys und Geburtstage oder Feiertage habe ich aus dem letzten Jahr wiederverwendet oder neue Deko so abgenommen und verstaut, dass sie im nächsten Jahr wieder aufgehängt werden kann. Aber auch hier geht natürlich noch was.

Fazit: Eigentlich dachte ich, die Erfolge wären eher klein – aber in der Summe habe ich das Gefühl, gerade im Bereich Lifestyle und Kosmetik schon einiges verändert zu haben. Und zwar ohne das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen oder schlechtere (Pflege) Wirkung.

Mein Struggle in Bezug auf Nachhaltigkeit

Ich habe das Gefühl, sobald man anfängt, sich über Müllvermeidung, Nachhaltigkeit, Produktion- und Arbeitsbedingungen öffentlich zu äußern, spalten sich die Leser in drei Gruppen:

  1. Richtig toll: die Gruppe, die sagt: Mensch, das wollte ich auch immer schon mal ausprobieren, dein Post ist eine Motivation, dieses oder jenes endlich mal anzugehen. Hier entsteht oft ein schöner Austausch und es werden Tipps weitergegeben.
  2. Hier fängt mein Struggle an: die Gruppe, die sagt: Schön und gut, würde ich auch gerne machen, aber das kann ich mir einfach nicht leisten. Sie unterstellt, dass man sich als Normalverdiener Müllvermeidung und Nachhaltigkeit nicht leisten kann. Da behaupte ich einfach mal: das stimmt so nicht. Als Beispiel: Mein Stück Seife zum Duschen benutze ich seit Juni, es wird auch noch mindestens 2-3 Monate reichen – und hat 5 oder 6 Euro gekostet. Duschgel aus der Flasche habe ich schätzungsweise alle 2 Monate neu gekauft – und selbst, wenn ich hier das günstige für 99 Cent genommen hätte, wäre ich bei einer Dauer von 10 Monaten (auf die Seife bezogen) auch bei 5 Euro. Ich glaube, dass das Argument des „sich Nachhaltigkeit nicht leisten zu können“, hinkt. Aber ja – man muss sich erstmal drauf einlassen, um diese Erfahrung machen zu können. Und vielleicht stimmt es auch nicht in allen Bereichen – aber sich deswegen komplett aus der Verantwortung zu ziehen, finde ich auch falsch.
  3. Weiter geht der Struggle – und hier kommen wir zu der Gruppe, die mir das Leben eigentlich schwer macht. Die Gruppe: Du redest von Nachhaltigkeit und fliegst trotzdem in den Urlaub/kaufst ein Produkt, das doch nicht fair, nachhaltig, regional/unverpackt ist/kaufst überhaupt irgendetwas/bestellst bei Amazon/fährst Auto/kaufst nicht Second Hand/machst Werbung für ein großes Unternehmen/Bio-Kiste schön und gut aber warum ist die Kiste denn aus Plastik/…erzähl DU mir mal nichts von Nachhaltigkeit. Die Vorwurfs-Gruppe, die Perfektion „verlangt“, für die man 110% umsetzen muss, bevor man sich überhaupt zu einem Thema äußern „darf“. Die Gruppe, die suggeriert, dass kleine Schritte nicht zählen und eigentlich auch hinfällig sind, sobald man sich auch noch „konventionell“ verhält oder kauft.

Diese beiden letzten Gruppen lassen mich zögern, wenn ich über unsere Fortschritte berichten will. Lassen mich viel länger über einen Post nachdenken und ihn manchmal am Ende nicht posten. Weil ich es einfach leid bin, mich zu rechtfertigen. Dabei finde ich: mit dieser Kritik seid ihr bei mir an der falschen Stelle. Ihr könnt diese Fragen gerne an Menschen richten, die jeden Tag 2 volle Plastiktüten aus Fast Fashion Ketten schleppen, um die Hälfte nach einem Monat wieder zu entsorgen. Richtet diese Fragen an diejenigen, die mehrmals im Jahr fliegen – und nicht an solche wie mich, die in ihrem Leben 4x interkontinental geflogen ist. An die, die viel Auto fahren – und nicht wie ich 95% aller Strecken zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Bus erledigen.

Und wenn ihr den richtigen Adressaten gefunden habt, überlegt gut und formuliert eure Verbesserungsvorschläge als Anregung, als Frage, als Tipp. Vermeidet Vorwürfe, denn damit erreicht ihr genau das Gegenteil. Und bevor ihr Kritik äußert, fragt euch mal: Habe ich eigentlich 100% Ökostrom? Handelt meine Bank ausschließlich mit fairen Aktien? Sind alle Teile in meinem Kleiderschrank fair und nachhaltig? Und by the way – woher stammt eigentlich mein Kleiderschrank? Und: wieso investiere ich eigentlich wertvolle Zeit und Energie um Menschen zu kritisieren, die ich gar nicht kenne? Von denen ich viel weniger weiß als ich meine zu wissen.

2018 auf Instagram - ein Rückblick, meine struggles und mein Motto für 2019

Austausch statt Gehässigkeit

Versteht mich nicht falsch – ich finde Meinungen gut. Auch andere Meinungen, selbst wenn ich im ersten Moment empört bin über die Aussage. Meistens wirkt ein Hinterfragen viel länger nach als ein „Oh wie schön“. Austausch ist wertvoll und wichtig. Aber unangebrachte und übertriebene Kritik, Sticheleien von Menschen, die mich eigentlich nicht mögen, sich nach einem gemeinen Kommentar aber besser fühlen – darauf kann ich einfach gut verzichten. Diese negativen Energien blockieren mich, ich nehme mir so etwas zu Herzen. Und wenn ich so richtig ehrlich bin – sie nerven. Und machen mich oft auch ein bisschen fassungslos.

Das muss man dir schon mal sagen dürfen, wenn du in der Öffentlichkeit stehst

Ja – wenn ihr einfach mal einer anderen Meinung seid als ich, das dürft ihr mir gerne sagen. Solange ihr es respektvoll tut. Bevor man einen Kommentar abschickt, ist es immer eine gute Übung, sich zu fragen: „Würde ich der Person (die ich im Grunde nicht kenne) genau das Gleiche so ins Gesicht sagen?“

Wenn nicht, feilt vielleicht noch etwas an dem, was ihr geschrieben habt. Und vielleicht behaltet ihr im Hinterkopf, dass hier hinter dem Text, hinter dem Blog, hinter jedem Wort und jedem Bild ich stehe. Johanna. Keine Redaktion, die am Fließband Content produziert und in der Mittagspause herzhaft über gemeine Kommentare lacht.

Konsum

Das Thema Nachhaltigkeit geht Hand in Hand mit Konsumkritik. Denn am nachhaltigsten ist es natürlich, gar nichts zu kaufen. Das wäre toll – aber solange man nicht vollkommen autark lebt, wird man immer das ein oder andere kaufen. Ich habe, für mein Gefühl, meinen Konsum im letzten Jahr stark eingeschränkt. Aber ich kaufe immer noch. Meistens Dinge, die ich brauche. Aber manchmal auch Dinge, die ich einfach haben möchte. Obwohl ich sie nicht brauche. Obwohl ich immer wieder versuche, die Wohnung auszumisten.

Im letzten Jahr habe ich mich irgendwann nicht mehr wirklich getraut, Dinge zu zeigen, die ich gekauft habe. Ich habe es vermeiden, Fotos zu zeigen, auf denen etwas Neues zu sehen ist. Habe Inspirations-Posts und Wunschlisten vermieden. Weil es darin ja auch irgendwie immer um Konsum geht. Aber ich merke: das bin ich nicht.

Und ich merke: viele von meinen Lesern wünschen sich Inspiration. Interior, Klamotten, Beauty. Tipps für schöne Dinge. Deswegen wird es die in Zukunft wieder geben. Und ich denke mir einfach: meine Zielgruppe besteht nicht aus 10-15jährigen Teenies, die blind alles nachkaufen, was ich empfehle. Sondern aus mündigen und intelligenten Frauen, die selbst entscheiden, was sie kaufen. Und was nicht.

Mein Learning in 2018

Anfang des Jahres haben mich solche Kommentare wie oben erwähnt noch zu empörten Antworten verleitet. Ich habe mich verteidigt und war einfach wahnsinnig wütend. Über das Jahr hinweg bin ich gelassener geworden. Beantworte solche Kommentare entweder gar nicht oder freundlich. Trotzdem habe ich gemerkt, dass sich mich blockieren. Weil ich zögere, einfach Dinge zu schreiben, die mir durch den Kopf gehen. Ich zögere, Fotos zu posten, weil auf ihnen zu sehen ist, dass ich einen gekauften Snack in einer Plastikverpackung dabei habe statt selbst gebackene in einer Bambusbrotdose. Weil ich ein altes Fast Fashion Teil trage. Ich zögere, (Style-)Inspiration zu posten, die nicht zu 100% aus fairen und nachhaltigen Produkten bestehen. Diese Liste könnte ich endlos fortsetzen.

Für 2019 habe ich mir allerdings vorgenommen, nicht mehr zu zögern.

Einfach machen, einfach machen! Mein Motto für 2019

Ich möchte mehr machen und weniger zögern. Ich denke über alles, was ich mache, sage, poste, sehr gut nach. In den letzten Monaten zu viel. Klar, ich möchte nicht gedankenlos irgendwas posten, aber ich möchte mir ein bisschen die Leichtigkeit zurückholen, die ich beim Posten von Bildern und Storys auf Instagram und Texten hier mal hatte. Ich möchte weniger schwerfällig arbeiten, nicht mehr jedes mögliche Szenario überdenken, nicht mehr hinter jedem Bild, jeder Meinung, jedem Kauf eine Sprengfalle vermuten.

Nie habe ich behauptet, perfekt zu sein. Nie habe ich verlangt, dass jeder so leben soll wie ich oder wie wir. Ich gebe mir größte Mühe, nicht zu schnell zu urteilen, niemals zu verurteilen. Natürlich klappt das auch nicht, sonst wäre ich ja perfekt. Aber ich gebe mir Mühe. Ich hinterfrage und reflektiere mich und mein Verhalten, aber ich bin einfach nicht perfekt. An vielen Tagen mache ich Fehler, ich bin müde, gestresst, kaufe plastikverpackte Dinge und sage Ja zu Plastikspielzeug, das nicht pädagogisch wertvoll ist, aber meine Kinder für 10 Minuten glücklich macht. Ich gebe mir größte Mühe, in unserer Familie alle Abläufe und Routinen zu strukturieren, alle glücklich zu machen – und gleichzeitig achte ich immer darauf, dass niemand über Instagram den Eindruck bekommt, hier würde immer alles rund laufen. Das tut es nämlich nicht. Ich bin ein Mensch, ich mache Fehler.

Und in 2019 akzeptiere ich, dass ich sie auch online mache. Ich möchte nicht, dass das alles hier ein Eiertanz ist. Ich möchte mich nicht vorher fragen, wer ein Bild oder eine Aussage von mir vielleicht doof, langweilig, banal oder überflüssig finden könnte. Denn das wird ganz sicher passieren. Aber ich möchte mir davon nicht mehr meinen Flow nehmen lassen.

Related Post

40 Kommentare

  1. Vielen Dank, liebe Johanna, für diesen ganz tollen Post!
    Du sprichst vieles an, was mich ebenfalls beschäftigt – und ich stimme dir zu, einfach mal anfangen, einfach mal machen, erst mal 70% ist besser als 0% vor lauter Angst, die 110% nicht erreichen zu können. 😊

  2. Sophie sagt

    Recht hast Du! Hoffen wir mal, dass die Hater/Kritiker das hier auch lesen. Ich mag Dich und Deine Arbeit!
    LG

    • Johanna sagt

      Liebe Sophie,

      das hoffe ich auch – aber ich bin immer wieder überrascht, wie viel diejenigen, die mich und das, was ich mache, eigentlich nicht mögen, eigentlich von mir lesen;-).
      Ganz liebe Grüße und vielen lieben Dank!

  3. Ja, ja und ja! Kenne ich alles und fühle total mit Dir. Ich schreibe übers Reisen und Leben mit Kindern und mir ist völlig klar, dass ich ein umweltbesorgter Umweltsünder bin. Ich gebe mir die größte Mühe in vielen kleinen Schritten unser Leben zu ändern, aber das klappt halt auch nicht so einfach von heute auf morgen. Ich kann nicht auf nem Dorf einfach aufs Auto verzichten, ich kann nicht auf das Dach unseres Miethauses eine Solaranlage schrauben, ich kann nicht ständig in die Stadt fahren um nur noch beim Unverpackt Laden einzukaufen, etc. etc. Mir ist aufgefallen, dass die meiste Kritik von kinderlosen Menschen kommt. Die können sich halt auch noch zu 100 % dem Thema Nachhaltigkeit widmen, weil sie die Zeit haben und sich nicht um Job, Haus und ne Bande Kinder kümmern müssen. Die können mir halt auch empfehlen doch mit der Bahn bis nach Italien zu fahren, weil sie nicht nachvollziehen können, dass das mit 2-3 Kindern an der Hand und 100 kg Gepäck einer Weltreise gleicht. Kritik stecke ich auch ständig ein, aber ich versuche trotzdem meinen Weg zu gehen. Aber ich kann Deine Scheu weniger zu schreiben und zu zeigen, mehr als gut nachvollziehen. LG, Nadine

  4. Fritzi sagt

    Liebe Johanna,

    es ist doch ganz einfach: Alle aus der letzen Gruppe, die zu viel Nörgeln und dich kritisieren, du lebst nicht nachhaltig, den kannst du sagen, ihr auch nicht: Meckern und Motzen ist so was von nicht Nachhaltig. Die ganze Energie die dadurch verloren geht, kann man besser einspeisen. Dann klappt das auch mit der Energiewende. :-D

  5. Liebe Johanna,
    Toller Artikel, tolle Johanna!
    Du machst einen ganz großartigen Job! Du bist super authentisch so wie du bist und ich mag deinen unfaken instaaccount sehr sehr sehr.

    Eva

  6. Renée sagt

    Liebe Johanna, du bist nicht perfekt, und du musst es auch gar nicht sein! Ich finde, du hast im vergangenen Jahr schon sehr viel geleistet und verändert und das ist wahnsinnig toll! Du kannst stolz auf dich sein und musst dir von Kritikern auch nicht den von dir eingeschlagenen Weg schlecht reden lassen. Ich wünschte ich könnte wie du behaupten im vergangenen Jahr nur einen einzigen Togobecher gekauft zu haben! Ich freue mich darauf, dir auch im neuen Jahr zu folgen und freue mich auf deine Beiträge! herzliche Grüße aus dem Süden Deutschlands, Renée

  7. Ich kann Dich sehr gut verstehen! Und beim „Einfach mal machen“ bin ich ganz bei Dir. Pragmatismus ist eben manchmal mehr als praktisch, oder?! Mein Motto für 2019: Choose your battles.
    Ich ziehe nicht mehr in jede Schlacht, das macht mich nur müde.
    Und wenn ich es jetzt noch schaffe, die Obst- und Gemüsebeutel, die ich mir extra gekauft habe, auch endlich mal zu nutzen und nicht immer zu vergessen (aargh), dann bin ich für
    den Anfang schon zufrieden.
    Liebe Grüße
    V.

  8. Heike sagt

    Liebe Johanna,
    Das hast du so schön geschrieben😍
    Bleib so wie du bist, ich lese deine Blogbeiträge total gerne.
    Das mit der Nachhaltigkeit ist auch nicht so einfach umzusetzen, vor allem wenn man Kinder hat und berufstätig ist. Ich versuche auch, weniger Plastikmüll zu verursachen, benutze Seife statt Duschgel, aber obst kaufe ich trotzdem noch oft in Plastikverpackzngen. Toll finde ich das nicht, aber alles auf einmal geht halt nicht. Da denke ich mir lieber in kleinen Schritten als gar nicht. Liebe Grüße, Heike

  9. Cathrin sagt

    Hey!
    Du bist auch nur ein Mensch!
    Take it easy! Und jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten, und wir versuchen uns auch am Zero Waste im Rahmen der Möglichkeiten , trotzdem mag ich gerne deine Styles in Fashion und Interior und kaufe sehr gerne auch nach 😉

  10. Ines sagt

    Liebe Johanna,

    zum Thema Struggle:

    Habe vor dem dritten Kind (ist über vier Jahre her) über ein Jahr mich vegan ernährt (und zwar nur unter der Woche).

    Das war ein Ding… und die Reaktionen erst. Von „Spielverderber“ bis „und dann darfst Du nun keine Lederschuhe mehr tragen“. Manch eine / einer hat es verstanden, wenn ich gesagt habe, dass es mir um meine persönliche Bilanz geht und es mir schnuppe ist, was die anderen davon halten (und essen). Ähnlich ja, dies habe natürlich freundlicher formuliert ;-).

    Und nun zum Kern / Struggle: Was ich aus der Zeit mitgenommen habe, die Vegetarier haben sich am meisten aufgeplustert. Warum auch immer.
    Insofern, ich kann Dich sehr gut verstehen….

    Und was mich und meine Ernährung betrifft: Ich gehe das Ganze nun langsam an und versuche es wie damals. Start in der Fastenzeit (für zwei Wochen) und dann 5 Tage vegan und am Wochenende kommt auf den Teller, worauf ich gerade Lust habe….vielleicht werden auch diesmal aus dem zwei Wochen 14 Monate, vielleicht aber auch nicht. Denn das Beäugen geht mir – neben den Kommentaren – am meisten auf den Keks….

    Herzlich
    Ines

  11. Heike sagt

    Liebe Johanna,
    das hast du toll geschrieben :-)
    Bitte bleib so wie du bist, ich lese deine Blogbeiträge total gerne. Das mit der Nachhaltigkeit ist aber auch nicht zu leicht umzusetzen, vor allem wenn man berufstätig ist und Kinder hat. Ich versuche auch Plastikmüll zu vermeiden, nutze Seife anstatt Duschgel und benutze waschbare Pads. Aber trotzdem kaufe ich noch öfters Obst in Plastikverpackungen, das finde ich nicht toll, aber ich habe (mit Beruf und Kindern) einfach nicht die Zeit, drei Supermärkte etc. anzusteuern. Ich denke für mich, dass es besser ist, sich in kleinen Schritten seinem Ziel zu nähern, als gar nichts zu machen.
    Liebe Grüße, Heike

  12. Anika Bargsten sagt

    Liebe Johanna, das ist ein toller Vorsatz für 2019 und ich freu mich darauf, mehr von dir zu lesen und zu sehen. Nimm dir die Kommentare niemals zu Herzen, allzu schnell wird man online ja auch zum Ventil für den Frust der Menschen auf anderen Ebenen (ohne damit jemanden anzugreifen oder alle über einen Kamm scheren zu wollen). Klar, ist es gut, sich auch mal zu hinterfragen, aber das tust du ja auch. Ich finde es jedenfalls toll, wie du dich hier zeigst und präsentierst und mit deinem Streben nach Verbesserung in Sachen Nachhaltigkeit, Konsum und einem entspannten Familienleben eine große Inspiration und Motivation bist für ganz viele Leserinnen. Wer immer glaubt, es ginge noch besser oder müsste perfekt sein, hat vom echten (Familien-) Leben noch nicht viel verstanden. Ich werde jedenfalls motiviert bei dir weiterschauen und -lesen :-) Liebe Grüße und ein tolles 2019!!

  13. Talke sagt

    Ach toll! Mir ging’s in 2018 genauso und ich hab exakt diese Umstellung hinter mir bzw bin mittendrin und finde es ist einfach ein großes Experiment was für die eigene Familie läuft und was nicht. Es muss ja auch realistisch bleiben das man dabei bleibt. Ich hab mir vor allem vorgenommen positiv und aktiv mit dem Thema ‚was kann ich tun um die Zukunft besser zu machen‘ umzugehen als vor lauter Angst um Klima und Katastrophen stecken zu bleiben.
    Ich find immer toll wie du schreibst!

  14. Katharina sagt

    Liebe Johanna,

    ich bin eine eher gelegentliche Leserin deines Blogs – aber er ist großartig und du machst das toll und beschreibst das Leben so wie es eben ist (mit drei Kindern). Auch wir haben drei Kinder (2,4 und 6 Jahre) und es ist einfach nicht immer alles RosaRot und perfekt – und gerade das macht dich so authentisch und sympathisch. Lass dich von den guten Kritiken inspirieren und die unfairen, verletzenden, unbegründet Kritiken, versuch sie bitte bitte zu ignorieren (auch wenn das mega schwer ist)!! Du machst das so toll und die Mischung aus allem macht deinen Blog so einzigartig! Bleib wie du bist ❤️

    Herzliche Grüße
    Katharina

  15. Jenny sagt

    Liebe Johanna, wir kennen uns nicht persönlich, ich finde dich und deine Familie aber unheimlich sympathisch und authentisch. Habe auch zwei kleine Kinder und lasse mich modisch und sonst auch gerne von dir inspirieren. Und das schon einige Jahre. Klar gibt es immer wieder andere Meinungen, gerade im Internet. Die sind insgeheim bestimmt alle nur neidisch. :) Ich persönlich abboniere bei Insta auch nur Inhalte, die ich sehen/lesen möchte und das können diese Menschen doch auch machen! Nimm dir das Alles bitte nicht so zu Herzen und bleib wie du bist! Du bist nämlich ganz großartig!

  16. Martina sagt

    Liebe Johanna,
    du machst alles so toll. Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt mich auch sehr stark in letzter Zeit. Aber ist es nicht wichtig, dass Stück für Stück zu machen? Ich weiß auch, dass ich unseren Alltag nicht von heute auf morgen umstellen kann. Aber man kann es doch stückweise tun. Vielen Leute muss es doch erst bewusst werden, dass wir was ändern müssen. Es ist doch bereits nach zwölf.
    Seit Mitte letztes Jahr sind wir auf Seifen umgestiegen. Erstaunlich für mich, wie lange man doch damit reicht. Bienenwachstücher, Edelstahlflaschen, Zahnbürsten aus Bambus usw. folgten. Ich habe mit allen Änderungen bisher gute Erfahrungen gemacht. Selbst versuche ich auch ganz bewusst über dieses Thema mit ihnen zu sprechen. Sie sind ja auch die nachfolgende Generation und da kann man doch als Elternteil auch viel bewirken. Mittlerweile helfen sie auch ganz tatkräftig mit. Alles Liebe und bleib so. LG Martina

  17. Juliana sagt

    Ja! Mach das! Das, was du für richtig hälst und was Du möchtest. Ich verstehe, dass das schwer ist, wenn Menschen unreflektiert rausschwatzen und verurteilen.
    Aber gerade das macht dich doch aus, dass deine Inspirationen dich und deinen Geschmack widerspiegeln. Und mir ist es völlig egal, ob da nun nur nachhaltige und faire Labels zu sehen sind oder auch andere. Ich freue mich über die Inspiration. Punkt. Ich bin großer Johnna-Fan! Mach weiter so! 😊

  18. Steff i. sagt

    Liebe Johanna,

    ich lese schon seit ein paar Jahren bei dir und freue mich über deinen fröhlichen Insta-Account. Ungefähr so lange beschäftigen mich schon das Thema Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Konsumkritik. Und nachdem ich über diese drei Dinge schon wirklich viel gelesen habe, kann ich aus vollem Herzen sagen (und das sagt auch die Wissenschaft und sogar der gesunde Menschenverstand): Jeder Schritt zählt! Und NIEMAND muss perfekt sein bzw. ist es. Und das reicht völlig. Plastik sparen, wo es geht, den Kindern bewussten Konsum vorleben, zu erklären, warum man auf was achtet, aber den Spaß und die Freude an den kleinen Dingen (und wenn es ein Ü-Ei ist für die Kinder) nicht verlieren – unser Leben ist ein Balanceakt zwischen den Extremen, zwischen Was-kann-ich-leisten für unseren Planeten und für uns und dem, was in einer fünfköpfigen Familie möglich ist. Lass dir das, was du schaffst, nicht kaputtmachen! Du schaffst doch schon verdammt viel. Und allein dass du darüber so viel nachdenkst, über Konsum und Nachhaltigkeit, hilft dem Planeten schon, denn Denken endet meist in Taten und wenn jeder auf der Welt so denken würde, wie wir, dann wären wir schon einen Schritt weiter. Es gibt nie schwarz und weiß, ganz viele Handlungen sind grau und in dieser Insta-Blog-Blase, in der du und ich und alle deine Follower sich bewegen, da mögen es manche als keine Leistung abtun, wenn man nicht 100 prozent nachhaltig lebt, aber wenn wir schauen, wie die Gesellschaft aussieht, welche Schichten sie hat und wer sich da um was kümmern kann, dann ist doch das, was wir in unserer ja, schon privilegierten Situation (finanziell und sozial gesehen) tun, schon etwas. Ja, es ist auch unsere Verantwortung, denn wer sich jeden Bissen für die Familie vom Mund abspart, kann sich nicht auch noch um biofairvegannachhaltig kümmern, das sehe ich schon so, wer existenzielle Probleme hat, muss die erstmal lösen, aber wir, wir können uns kümmern und nachdenken. Und dadurch, dass wir das tun, machen wir schon viel richtig. Und alles richtig macht eh keiner. Also: Bleib, wie du bist, mach was du gern tust, lass dich nicht unterkriegen. Sei einfach Johanna.
    Danke!
    Steff i.

  19. Janina sagt

    Liebe Johanna,
    ein toller Beitrag und ich hoffe das diesen auch die Kritiker und Nörgler lesen! Ich mag deine Themen und Beiträge (alle!), lasse mich gern von dir Inspirieren und hoffe du bleibst einfach so wie du bist. Ich finde dich, obwohl wir uns nicht kennen, sehr authentisch und sympatisch und deswegen lese ich hier und auf Insta auch so gerne mit. Ich finde Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema, aber jeder muss für sich selbst entscheiden wie er damit umgeht und was er dafür tut und auch tun kann. Es passt einfach nicht immer und in allen Lebenslagen total nachhaltig zu kaufen oder zu agieren. Das verstehen einige nur leider nicht und meinen belehren und kritisieren zu müssen. Ich selbst versuche auch in den Bereichen Kosmetik , Mode und beim Einkauf im Supermarkt Müll zu vermeiden und nachhaltiger zu kaufen. Mitterlweile nähe ich viel Kleidung selbst (das macht mir auch sehr viel Spaß), repariere bevor ich es weg tue, kaufe gebraucht usw. Aber ich lebe in einem kleinen Dorf, hier gibt es keinen Unverpacktladen, der Wochenmarkt hat nur geöffnet wenn ich arbeiten bin, auf mein Auto bin ich angewiesen um zur Arbeit zu kommen, Busse und Bahnen fahren da nicht und die Liste ließe sich noch beliebig weiter fortführen. Aber trotzdem finde ich wenn das Bewusstsein erstmal dafür da ist und man sich damit beschäftigt, findet man immer mehr Möglichkeiten. Und jeder kleiner Schritt ist doch wichtig und immerhin besser als gar nichts zu machen!
    LG Janina

  20. Claudia sagt

    Liebe Johanna,

    Vielen Dank für Deinen tollen Text-mich haben Deine Nachhaltigkeitspost gleich doppelt inspiriert und motiviert. Ich hatte schon vorher etwas angefangen, aber mit der Seife zum Duschen war dann Dein Post ausschlaggebend. Was mich aber auch motiviert:ich habe manchmal in diesem Bereich das Gefühl, dass ich die einzige bin die kleine Schritte macht und dass es ja alles nichts bringt. Aber dann zu sehen, nein man ist doch nicht alleine, auch andere machen ihre kleinen Schritte motiviert mich jedes Mal. Und es hat ja auch jeder andere Felder die einem leicht fallen und schwerer fallen und dann bei jemand anderem nochmal eine Idee zu bekommen finde ich super. Also freue ich mich über weitere Posts dazu!
    Viele Grüße
    Claudia

  21. Sarah sagt

    Liebe Johanna,

    Ich arbeite als familientherapeutin (grade in Elternzeit) und bin mir daher der Tragweite der Aussage bewusst, dennoch sehr davon überzeugt:

    Jeder macht es so gut er kann.

    Mantra.mantra.mantra.

    Bestimmt kannst du dir vorstellen, wie oft ich mir das als neu-Mama schulterklopfend selbst sagen muss. Ich mache es so gut ich kann, und alle, alle, alle anderen auch. Versöhnender Gedanke daher – auch die hater, wenn sie ihre Kritik besser formulieren könnten, würden sie es vermutlich machen. Auch mich nervt der oft erhobene Zeigefinger manchmal maßlos (ich bin seit fast 20 Jahren Vegetarierin, höre aber so so oft „Infos“ zum Thema Eier, Milch etc und dass das doch nix halbes und nix ganzes sei, wenn dann schon komplett vegan usw) aber nach etwas luftholen denke ich oft – was steckt da dahinter bei meinem gegenüber? Profilierung? Selbstdarstellung? Ein ständig anscheinend notwendiges „du-bist-nicht-gut-genug“? Wir sind es wohl, gut genug und häufig sogar sehr sehr gut.

    Ich wünsche dir Gleichmut was das betrifft, denn du hast eine wunderbar, tolle Art und ich folge/sehe/lese dich sehr gern.

    Hab es gut,

    Sarah

    • Sarah, was für ein netter, wertschätzender Kommentar! Dass es auch Kritiker und Neider irgendwie nicht besser wissen oder können, dieser Gedanke tröstet und bietet neue Perspektiven. Danke!

  22. Jessi sagt

    Liebe Johanna,

    ich freue mich sehr über Deine Entscheidung! Denn genau das wünsche ich mir von dir. Alles was du schreibst, kann ich sehr gut nachvollziehen und verstehe, dass du dich innerlich etwas zerissen fühlst. Dabei ging es dir nicht gut und du änderst es. Genau, wie du dich für die Schließung des Ladens entschieden hast. Es ist mutig – keine Frage, aber es wir dir besser gehen. Lass die Neider und Nörgeler reden (oder schreiben). Wichtig ist, dass es dir gut geht, denn dann kannst du auch uns viel mehr geben.
    Auf dem Weg in Richtung (noch!) mehr Nachhaltigkeit begleite ich dich sehr gerne und bin gespannt, was da noch kommt. Auch ich mache ganz kleine Schritte und weiß, dass diese besser sind, als gar keine zu machen.
    So, und jetzt stelle ich der Gemüsetante einen Korb mit Decke (Frostschutz) raus, denn das wird hier auch plastikfrei geliefert.
    GO FOR IT! Alles Liebe, Jessi

  23. Henrike sagt

    Hallo Johanna!
    Ich finde deine Entscheidung zu weniger Müllproduktion auch toll und im Laufe der Zeit werden dir immer mehr Dinge und Möglichkeiten begegnen, auf die du gut verzichten kannst. Alles Stück für Stück. Der Anfang und die Einstellung sind am wichtigsten und schließlich ist es dein Leben und es sind deine Entscheidungen und drin Gefühl.
    Ich habe zum Beispiel schon vor langer Zeit mit Geschenkpapier aufgehört…passt gerade so gut zu deinem neuen Post auf Insta. Für mich ergibt es einfach keinen Sinn, Papier zu kaufen, was wohlmöglich noch am selben Tag wieder in die Tonne wandert. Wofür? Schöne Verpackungen gibt es auch umsonst!
    Vll hast du ja Lust, auch mal Alternativen auszuprobieren, es macht Spaß, kreativ zu sein und umso besser kommt es beim Beschenkten an. Liebe Grüße und viel Spaß beim Abenteuer zero waste;)

  24. Soelvi sagt

    Das Wichtigste bei allem ist doch, dass du es nicht anderen, sondern dir und bestenfalls deiner Familie recht machst. Jeder Beitrag, den du bewusst leistet, ist mehr als alles, was andere nicht tun. In einer Welt voller Begehrlichkeiten zu bestehen ist ein enormer Kraftakt. Aber auch der konsequenteste Mensch nascht mal an verbotenen Früchten. Aber DU machst dir jedenfalls Gedanken. Und Du regst andere zum Denken an. Besser kannst du es gar nicht machen! Also mach unbedingt weiter so. Bleib authentisch. Bleib du.

  25. Steffi sagt

    Vielen Dank liebe Johanna für den offenen und ehrlichen Text!
    Mach weiter so – bin gerne mit dabei uuuund würde außerdem gern wissen, welche Haarseife du benutzt und empfehlen kannst. Ich habe leider noch keine gute Alternative zum Shampoo gefunden.

  26. Liebe Johanna,
    es gibt einen Buchtitel, der heißt: „Machen ist wie wollen, nur krasser“.
    Das hatte ich mir als Matra aus einer Zeitschrift ausgerissen … und lange vergessen … Danke fürs Erinnern :–)

    Ich finde diese Themen auch unglaublich schwer, aber wichtig … und meinen Mann mache ich damit auch schon verrückt … der traut sich schon nicht mehr, seine Lieblingssachen zu essen, weil ich ihm vorhalte, wie ungesund und umweltschädlich das und das und das ist … ich finde es total wichtig, darauf zu achten, dass wir Menschen nicht allein auf diesem Planeten leben und finde, das sollten wir unbedingt an die nächsten Generationen weitergeben … doch ich merke, dass ICH einfach nicht überall „korrekt“ handeln kann, ohne durchzudrehen. Ja, ganz manchmal kaufe ich einen bestimmten Schokoriegel, obwohl ich weiß, dass er von einer richtig schlimmen Firma hergestellt wird … und –oh Gott– er ist verpackt und mit Zucker … aber das ist mal eine Ausnahme und ich bin mir dessen bewusst, was ich da konsumiere. An den anderen 350 Tagen tue ich es nicht. Und sich etwas bewusst zu machen, ist doch so wichtig, oder? Jeder kann ein bisschen beitragen, niemand muss alles, oder? Daher finde ich deinen Post sehr schön und freu mich auf das, was von dir noch kommt.
    Liebe Grüße,
    Dorthe

  27. Nina sagt

    Ach das ist ja wirklich schade dass dir die negativ Meinungen so zu schaffen machen(auch wenn ich es verstehen kann, dass man es sich zu Herzen nimmt) ich kann solche Leute wirklich gar nicht verstehen, du schenkst uns mit deinem instagram Account und deinem blog so tolle und authentische Einblicke in dein Leben, es macht einfach immer Spaß deine Texte zu lesen und(vor allem) deine Storys zu sehen. Du gibst einem immer das Gefühl wie eine Freundin zu sein, da du ehrlich über Probleme, lustig über den Alltag und ja auch über deine neuen „Errungenschaften“berichtest, so wie man sich eben auch mit Freundinnen austauscht.
    Lass dich nicht unterkriegen, du machst das toll

  28. Dein Post hat mich wirklich sehr zum Nachdenken gebracht, in mehreren Hinsichten. Zum Beispiel mit dem Struggle, öffentlich was zu zeigen/preiszugeben. Ich würde liebend gern mal Storys auf Instagram machen, traue mich aber nicht, aus Angst davor, was die Leute, die mich persönlich kennen, dazu sagen. Ob die das lächerlich finden, wenn ich „einen auf Influencer mache“ oder so. Heutzutage wird irgendwie alles ganz schnell auf die Goldwaage gelegt, was man öffentlich tut oder sagt. Wie du schon meintest, es wird erwartet, dass man perfekt ist. Vielleicht gibts auch deshalb gefühlt nur noch inszenierte Fotos auf den richtig großen Accounts. Idk🤷🏼‍♀️ Hasten vielleicht nen Tipp, wie man einfach drauflos labert in Storys oder wie du dich bei der ersten gefühlt hast.
    Liebe Grüße aus Hildesheim 🙋🏼‍♀️

  29. Sabine sagt

    Liebe Johanna, schöner Text, musste die ganze Zeit dazu mit dem Kopf nicken. Mur fällt in solchen Situationen des Rechtfertigenmüssens oft ein: Halt, Stop: ich bin frei. Frei, dieses und jenes zu kaufen, meine Einstellungen zu korrigieren oder auch mich einer Haltung persönlich zu verpflichten, aber trotzdem auch mal davon abzuweichen. Einfach, weil ich es als freier Mensch für mein Leben so gestalten möchte. Da sehe ich die Kritiker dann in ihren Zwängen verhaftet und fühle mich noch freier…
    Freue mich über noch viele Inspirationen und Gedanken auf deinen Kanälen,

    Liebe Grüsse
    Sabine

  30. Michi sagt

    Wow, das war ein echt toller Einblick in deine Gefühls- und Gedankenwelt. Ich kann das so gut verstehen – ich bin selbst leider so leicht aus der Bahn zu werfen durch Kommentare, Einwände, blöde Sprüche. Da stelle ich mir das echt heftig vor, wenn man sich auf Instagram so „nackig“ macht, ehrlich ist und dann mit ganz viel Kritik umgehen muss. Wie du es sagst, ehrliche ernstgemeinte Kritik kann einen ja weiterbringen, aber auf Instagram wird ja leider viel gegiftet.
    Ich kann nur sagen: trau dich alles aus dem Bauch heraus zu posten! Hör auf deine Intuition! Selbst wenn die Plastikverpackung zu sehen ist oder mal wieder ein neues Teil. Ich finde deinen Account total toll – gerade weil ich auch oft Inspiration zu Klamotten, aber auch zu Farbkombinationen usw. bekomme.
    Ich hoffe, dein Fell wird dicker und du bleibst wie du bist!
    Liebe Grüße
    Michi

  31. Lusa sagt

    Hach das kenne ich aus meinem Leben auch. Ich versuche immer an mir zu arbeiten. Zum Beispiel bin ich schon sehr lange Vegetarier und versuche vegan zu sein. Die Kommentare dazu sind oft so dumm, zb die Hinweise auf mein h&m Shirt das nicht politisch korrekt ist oder das ich die Kinder mit dem Auto zum Schwimmen fahre etc. Sollte ich es wohlmöglich gar nicht erst versuchen? Ich versteh die Intention echt nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.