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Baby Bump Update SSW 24: Sohn oder Tochter, Junge oder Mädchen – wie wichtig ist das Geschlecht?

Baby Bump Update, ein Outing und die Frage: Wie wichtig ist eigentlich das Geschlecht?

Die 24. SSW ist rum, einer dieser Meilensteine, auf die man während der Schwangerschaft so „hinarbeitet“. Ab jetzt wäre das Baby theoretisch überlebensfähig.

Die letzten Wochen sind nur so verflogen, heute morgen stand in einer meiner Schwangerschafts-Apps: noch 16 Wochen bis zur Geburt. 16 Wochen nur noch? Das klingt plötzlich ziemlich wenig und ich fühle mich ziemlich unvorbereitet – im Vergleich mit anderen, die auf Instagram schön das neue Babyzimmer zeigen.

Andererseits weiß ich, wie albern vergleichen ist – und ich weiß, dass auch dieses dritte Kind in den ersten Wochen nicht wirklich viel braucht. Mich, meine Brust, ein bisschen Kleidung, Windeln, vielleicht ein Tragetuch. Und der Rest, der kommt. Wobei es vielleicht auch beruhigend ist, alles vorbereitet und schön gemacht zu haben.

Spüren, spüren, spüren

Ich versuche diesmal, mich mehr auf das Baby zu konzentrieren als mich zu hetzen, als alles fertig zu haben. Ich nehme mir Zeit, die Hand auf dem Bauch und spüre. Spüre die Füße, die Ellenbogen, den Po und mittlerweile schon den ganzen Körper. Die Tritte und wie sich mein Kind von innen an meine Hand schmiegt, sich gegen die Bauchwand drückt und Kontakt aufnimmt mit mir.

Baby Bump Update SSW 24., ein Outing und die Frage: wie wichtig ist eigentlich das Geschlecht?

Und was wird es jetzt?

Die Antwort auf diese Frage ist leicht. Mein Kind. Unsern Kind.

Ich wollte zwar auch diesmal unbedingt wissen, was es wird und ein paar Mal hab ich gedacht: „Hach, ein Mädchen wär‘ schon schön.“, wenn ich die niedlichen Lauflernsandalen von Angulus gesehen habe, die schon Lotta in ihrem ersten Sommer mit Schuhen hatte.

Aber, und das kann ich wirklich aus tiefstem Herzen sagen – ich wäre mit beidem vollkommene glücklich gewesen. Denn egal, ob dieses Kind ein Junge oder ein Mädchen ist – es ist mein Kind.

Vielleicht kann ich das sagen, weil ich beides habe. Vielleicht aber auch einfach, weil ich mich entspannt habe in der Geschlechterfrage. Das war nicht immer so:

Flashback SSW 15:

Endlich Mittagszeit. Kommt die Post am Wochenende eigentlich auch immer gegen 11 Uhr? Ich weiß es nicht – aber ich habe auch noch nie so sehnsüchtig einen Brief erwartet wie diesen. Halt, nein, das stimmt nicht. Dieses eine Jahr, 2010, als die Zulassungsbescheide für’s Medizinstudium verschickt wurden, ich glaube, da war ich noch angespannter, noch aufgeregter.

Und jetzt? Jetzt warte ich auf die Ergebnisse des Harmony Tests. Wenn ich ehrlich sein soll, steht eigentlich nur noch die Antwort auf die Frage nach dem Geschlecht unseres Babys aus. Nach den gesundheitlich relevanten Testergebnissen hatte ich mich zwischen den Jahren schon telefonisch erkundigt. Ungeduldig, aufgeregt, ängstlich.

Und bis zum dem Zeitpunkt, dem Moment, in dem mir die Hebamme am Telefon mitteilte, dass alles in Ordnung sei und mir plötzlich die Tränen in Strömen die Wangen runterliefen, war mir nicht mal bewusst gewesen, wie angespannt ich auf dieses Ergebnis gewartet hatte. Dass es dem Baby im Bauch gut geht, ist vermutlich für alle Eltern die allerwichtigste Frage.

Baby Bump Update, ein Outing und die Frage: Wie wichtig ist eigentlich das Geschlecht?

Und die Frage nach dem Geschlecht? Wie wichtig ist es, ob man einen Sohn oder eine Tochter bekommt?

Ich will ganz ehrlich sein – in meiner ersten Schwangerschaft war ich äußert angespannt, bis ich endlich wusste, dass wir ein Mädchen bekommen. Ich habe mir immer immer immer ein Mädchen gewünscht und ich bin wirklich auch im Nachhinein noch froh, dass dieser Wunsch sich erfüllt hat.

Am besten ein Pärchen?!

Nachdem das erste Kind ein Mädchen war, haben die meisten gesagt: na, dann muss doch jetzt ein Junge kommen, dann habt ihr ein Pärchen, das wär doch perfekt.

Ich hab’ mir trotzdem sehnlichst noch ein zweites Mädchen gewünscht. Vielleicht, weil ich auch eine Schwester habe. Und weil ich viele kleine Jungs einfach doof finde. (Viele kleine Mädchen mittlerweile übrigens auch…).

Als der Arzt uns bei meiner zweiten Schwangerschaft beim First Trimester Screening schon sehr früh gesagt hat, dass wir einen Jungen bekommen, lag ich auf der Trage und musste schlucken. Den dicken Enttäuschungskloß musste ich runterschlucken. Sagen konnte ich nichts, sonst wäre ich in Tränen ausgebrochen.

Ein Mädchen gewünscht – einen Jungen bekommen

Ich war wirklich erstmal wahnsinnig enttäuscht. Aber dann hab ich mich schnell mit dem Gedanken angefreundet, an die paar netten Jungs gedacht, die ich so kenne und mir klar gemacht, dass ich einfach ein tolles KIND bekommen werde. Ein tolles Kind, das hoffentlich zu einem glücklichen Erwachsene wird.

Die restliche Zeit der Schwangerschaft und auch, nachdem Bo dann da war, hab ich damals immer wieder drüber nachgedacht, warum ich mir so sehr noch ein zweites Mädchen gewünscht habe. Aus den oben genannten Gründen, vielleicht. Aber vielleicht doch auch eher noch ein bisschen mehr, weil ich es immer schon so furchtbar fand, dass Jungs mehr zählen.

Das eine Familie erst mit einem Jungen perfekt zu sein scheint. Und weil ich eine Verfechterin davon bin, dass Mädchen genauso viel können und dürfen und genau so gut sind wie Jungs, hat sich das wohl irgendwie in meinem Wunsch nach einem zweiten Mädchen niedergeschlagen.

Hauptsache, dem Kind geht es gut

Auch, wenn das nach einer Floskel klingt – es stimmt. Mein Sohn ist genau so wundervoll wie meine Tochter. Es ist genau so toll, Söhne zu haben wie Töchter. Natürlich gibt es immer wieder Dinge, die geschlechtsspezifisch sind und uns in dem Rahmen beschäftigen. Aber grundlegend sind die beiden einfach meine Kinder und die Hauptsache ist, dass es ihnen gut geht und sie glücklich sind.

Baby Bump Update, ein Outing und die Frage: Wie wichtig ist eigentlich das Geschlecht?

Und das neue Baby?

Das neue Baby wird ein Mädchen. Lotta und Bo haben sich tatsächlich beide eine Schwester gewünscht und sind happy, dass es jetzt ein Mädchen wird. Und ich freu mich darüber, dass uns die Namenswahl wahrscheinlich ein bisschen leichter fallen wird als bei einem Jungen.

Ansonsten sind wir einfach nur sehr glücklich über das Baby und dass wir bald zu fünft sind.

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28 Kommentare

  1. Elli sagt

    Wünsche Dir noch eine tolle entspannte und glückliche Kugelzeit. Bin schon gespannt auf den Namen. Vielleicht Ida? Oder Martha oder Edda? : )
    Liebste Grüße
    Elli

  2. So schön zu lesen! Ich fühle mich unglaublich getröstet gerade. Eigentlich war hier auch ein Riesenwunsch nach einer Schwester und es kamen noch zwei Brüder. Also haben wir nun Mädchen – Junge – Mädchen – Junge – Junge – Junge. Und auch wenn unsere Jungs ganz toll sind, ist da immer noch diese Sehnsucht. Und ich habe mir auch unglaublich viele Vorwürfe gemacht, weil unser jüngster ein Frühchen ist und ich mir ja die ganze Zeit ein Mädchen gewünscht hatte. Natürlich ist es im Endeffekt egal, denn sowohl Junge als auch Mädchen haben tolle und auch doofe Seiten. Aber was wenn da so Sehnsüchte ganz tief in dir drinnen sind? Wie abschalten und sich einfach trotzdem freuen?

  3. Nori sagt

    yay! 💖
    und ich finde ja – mit Blick auf die Namensliste – dass sich Lotta Bo und Smilla total toll zusammen kombiniert :)

  4. Susanne sagt

    Hallo Johanna,
    Ich kann sie gut nachfühlen, diese erste Enttäuschung dass es ein Junge wird. Die hatte ich auch. Warum auch immer!?! Die ist aber schnell wieder verflogen denn ich musste lange auf dieses Wunder warten. Die Namensfindung für unseren kleinen Bub war auch schwierig, für ein Mädchen hatte ich viel mehr Ideen 😁 nun ist unser Piet grade 1 Jahr alt geworden und bin einfach nur dankbar das es ihn gibt.
    Ich wünsche Dir alles alles gute für die restlichen 16 Wochen 😘

  5. Liebe Johanna,

    wow, nur noch 16 Wochen? Irgendwie geht das immer so schnell, wenn man unbeteiligt ist 😅
    Ich freue mich weiterhin für euch und bin gespannt auf dein BabyGirl ❤️ Liebe Grüße an dich

    • Johanna sagt

      Liebe Sarah, ja, Wahnsinn, oder? Ich hab auch das Gefühl, dass es diesmal so unheimlich schnell geht, obwohl ich beteiligt bin;-).

      Ganz lieben Dank dir und liebe Grüße,
      Johanna

  6. Katharina sagt

    Ach wie cool!! Du sprichst mir aus der Seele..
    Bin auch in der 25. SSW und bekomme mein 2. Mädchen ❤️ Ich war total happy, aber leider habe ich auch oft das Gefühl vermittelt bekommen, dass nur eine Junge die Famie komplett macht 😏
    Jetzt freue ich mich auf unsere Girlgang und dem Hahn im Korb und bin schon gespannt auf euren Namen! Wir finden es diesmal viiiel schwieriger und überlegen die ganze Zeit was denn zu unserer großen Mathilda passen könnte.. Leider finde ich aber jeden Tag neue Gründe für oder gegen einen Namen.. Der arme Mann 😬🙈
    Alles Gute liebe Johanna 😊

  7. Frau Tilly sagt

    Ach wie schön.
    Danke für deine Worte. Unser erstes Kind ist eine wundervolle Lotti geworden und in der zweiten schwangerschaft hab ich mir einen Sohn gewünscht, damit das Lottikind ihre „Prinzessinnenrolle“ behält. Als ich erfahren habe, dass wir ein zweites Mädchen bekommen, musste ich ebenso schlucken. Und es hat etwa 3 Wochen gedauert, bis ich nicht mehr „enttäuscht“ war. Natürlich wusste ich, dass das Geschlecht egal ist, denn ich bekomme unser Kind. Und unsere Kinder sind das wunderbarste auf der Welt.

  8. Bine sagt

    Das kenne ich. Ich bin mit drei Brüdern großgeworden und hatte mir so sehr ein Mädchen gewünscht. Ich habe mich auch immer gefragt, warum ich so enttäuscht war, als es ein Junge wurde. Ich denke, bei mir waren es die Vorurteile und dass ich glaube, dass es Mädchen (nicht Frauen) leichter haben. Die passen oftmals besser in die Gesellschaft und „stören“ nicht so wie Jungs. Und nun habe ich einen so unglaublich liebevollen, wilden, lustigen Typen an meiner Seite, der mit meinem schlechten Männerbild gehörig aufräumt.

  9. Karo sagt

    Ich finde es ist ein gesellschaftliches Tabu über das biologische Geschlecht des eigenen Babys Bedauern zu zeigen. Ich erlebte es bei einer Freundin mit 2 Jungs und als dann der dritte kam, haben ihr echt viele auf ihre Trauer ( denn sie war traurig) nur gesagt, sie solle doch froh sein, dass es gesund ist. Dann hat sie aufgehört darüber zu sprechen.

    • Johanna sagt

      Liebe Karo,

      das scheint tatsächlich so zu sein – in den Kommentaren und Nachrichten bekomme ich das jetzt auch mit. Ich finde, dass es gerade Müttern, die sich sowieso schon wegen allem einen Kopf machen, Vorwürfe anhören müssen und sich ein schlechtes Gewissen machen, einfach erlaubt sein muss, alle Gefühle, die sie in einer Schwangerschaft in Bezug auf sich und das Kind haben, haben und auch äußern zu dürfen. Man muss sagen dürfen, dass man lieber ein Mädchen gehabt hätte, auch wenn andere Paare keine Kinder kriegen können.

  10. Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, das Geschlecht erst bei der Geburt erfahren zu wollen und ich würde es auch bei jeder weiteren Schwangerschsft wieder so machen. Es ist nämlich wirklich total egal, was es für ein Geschlecht hat – wir lieben Junge, wie auch Mädchen gleich doll und würden in keinster Weise irgendwie anders handeln…

    Ganz schlimm find ich ja diese Aussagen: „Jetzt brauchst du noch das andere Geschlecht und das ist alles perfekt!“ Wieso wäre es mit 2 Mädchen odet 2 Jungen denn nicht so? Und wer weiß, ob man nicht eh vor hat 5 Kindet zu bekommen? Ich mag solche Aussagen gar nicht…

    Aber schön, dass es eurem Baby in deinem Bauch gut geht und noch schöner, dass sich auch Lotta und Bo auf eine kleine Schwester freuen!

    Alles Gute weiterhin!
    Liebe Grüße
    Anna

  11. Liebe Johanna,
    herzlichen Glückwunsch zum Mädchen-Outing. <3
    Ich kann die Gedanken sehr nachvollziehen. Wir hatten einen Jungen, der lange ein Mädchen war im Bauch, wollten dann noch ein Kind (ein Mädchen!) und bekamen noch einen Jungen.
    Wir versuchten unser Glück und bekamen ein drittes Kind: ein Mädchen.
    Ich finde, man darf diesen Wunsch haben dürfen. Mit dieser Verurteilung anderer kann ich nicht umgehen.
    Ja, wir wollten ein Mädchen haben.
    Und wir sind glücklich, dass es nun doch klappte.
    Liebe Grüße
    Sarah

  12. Liebe Johanna,
    das hast Du sehr schön geschrieben. Ich als zweifache Jungsmama hätte ehrlicherweise auch nichts gegen ein Mädchen gehabt ;). Aber nun habe ich zwei wundervolle Räuber, die ich für nichts in der Welt mehr hergeben möchte.
    Ich wünsche Dir eine schöne und entspannte (das machst Du richtig so!) restliche Schwangerschaft.
    Liebst,
    Saskia

    • Johanna sagt

      Liebe Saskia,

      ganz lieben Dank! Ich finde es auch nicht verwerflich, sich das eine oder das andere zu wünschen – ich bin fest davon überzeugt, dass man das Kind, das man am Ende bekommt, liebt. Egal, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird – man liebt ja den Menschen.
      Ganz liebe Grüße, Johanna

  13. Liebe Johanna,
    erstmal Glückwunsch zu eurem gesunden Mädchen Nr2!
    Ich kann es sehr nachempfinden, denn auch ich habe mir ein drittes (!) Mädchen gewünscht und war tatsächlich auch enttäuscht, als es hieß, wir bekommen einen Jungen. Oft habe auch ich darüber nachgedacht, weshalb ich das so schlimm fand und es gab zwei Gründe: erstens wäre ein Junge etwas „neues“ gewesen und ich wusste ja nicht, ob ich auch einem Jungen eine gute Mutter sein kann. Im Nachhinein ziemlich bescheuert. Natürlich. Zweitens kenne ich in meinem Familien- und Freundeskreis nur bedeutend wenige Männer, die ihrer Mutter das Gefühl geben, sie wäre noch wichtig in ihrem Leben. Das macht mich sehr traurig und ich fürchte mich davor, dass auch mein kleiner Junge irgendwann auszieht und für immer weg ist. Sich kaum sehen lässt oder sogar kaum meldet. Das sehe ich so unglaublich oft! Mädels sind da wirklich anders!
    Ich liebe meinen kleinen Sohn so sehr und es würde mir das Herz brechen. Das denke ich jedenfalls jetzt. Aber natürlich wachsen wir da alle rein und ich hoffe, das wird helfen.
    Liebe Grüße, Fanny

    • Johanna sagt

      Liebe Fanny,

      oh, das kann ich gut nachvollziehen. Ich hab eben bei einem anderen Kommentar auch noch mal drüber nachgedacht und mir ist genau das noch eingefallen – man wünscht sich vielleicht eher ein Mädchen, weil man das Gefühl hat, dem eigenen Geschlecht näher zu sein, ein Mädchen mit eigenen Erfahrungen besser unterstützen zu können, weil man eben selbst weiß, wie das alles ist. Ich finde auch, dass das ein verständliches Gefühl ist, denn natürlich ist man sicherer im Umgang mit Situationen, die man kennt. Aber ich glaube, wir kriegen das auch mit unseren Jungs hin – mir geht es da genau wie dir – ich liebe meinen Sohn so unendlich, sein Wesen, ihn als Menschen. Da spielt es überhaupt gar keine Rolle, welches Geschlecht.
      Ich fände das ehrlich gesagt bei beiden Kindern schlimm – aber ich hab zum Beispiel eher gehört, dass Jungs eine bessere Bindung zu ihren Müttern haben. Tatsächlich glaube ich auch, dass es viel mit Erziehung und dem richtigen Nähe-Distanz-Verhältnis zu tun hat, wie viel Kontakt man noch hat, wenn die Kinder groß sind.
      Wir wachsen da rein, da hast du absolut recht, es ist und bleibt ein Abenteuer.
      Ganz liebe Grüße, Johanna

    • Aleksi sagt

      Du hättest es nicht besser formulieren können! Mir geht es genauso, ich bekomme in 4 Wochen mein erstes Kind, ein Junge, obwohl ich mir so sehr ein Mädchen gewünscht habe! Und einer der Gründe ist eben die Distanz, die viele Männer, die ich kenne, zu ihren Müttern haben! Ich habe auch das Gefühl dass Frauen da anders sind…

  14. Irene sagt

    Ich folge Deinem Blog noch nicht so lange und musste gerade beim Lesen eher darüber stutzen, dass Ihr den Harmony Test habt machen lassen – ich fände es sehr spannend, etwas über die Beweggründe dafür zu erfahren.

    Und bzgl der Frage nach dem Geschlecht: komischerweise war es meinem Mann und mir wirklich nie wichtig, was es wird. Ich bin auch immer ein bisschen verstört, wenn ich Leute darüber lamentieren höre, dass es jetzt „leider“ ein Junge oder Mädchen wird. Ich denke mir immer, dass solche Aussagen sicher einmal
    bei dem Kind landen und das zu erfahren stelle ich mir nicht besonders schön vor.

    Alles Gute für Euch!

  15. Steffi sagt

    Ich finde es erstaunlich wie viele Mütter enttäuscht sind wenn sie einen oder mehrer Jungen bekommen . Ich kann das nicht verstehen u denke immer wollten die nur ein Mädchen oder ein Kind ? Ich frage mich woher diese Enttäuschung kommt u hoffe , dass diese Frauen wenigstens Männer haben , die sich auf das meist „nicht gewünschte “ Geschlecht freuen .

    • Johanna sagt

      Ich glaube, es hat vielleicht auch ein bisschen damit zu tun, dass man denkt, dass man mit Mädchen mehr „anfangen“ kann, sie vielleicht besser begleiten kann, weil man ihnen die eigene Erfahrung weitergeben kann?
      Es gibt doch genau so viele Väter, die unheimlich enttäuscht sind, wenn sie keinen Jungen bekommen, mit dem sie Fußball spielen können. Und ich finde, man darf sich auch was wünschen. Genau so, wie man enttäuscht sein darf, wenn es dann das andere Geschlecht wird. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass man das Kind genau so liebt wie wenn es das „gewünschte“ Geschlecht gehabt hätte. Und dass sich auch diese Mütter dann auf das Kind freuen – und nicht nur „wenigstens“ die Väter.
      Gerade Mütter machen sich sowieso schon so viele Gedanken und haben wegen jedem Pups ein schlechtes Gewissen – ich finde es wirklich wichtig, zu kommunizieren, dass man auch in der Schwangerschaft mal enttäuscht oder traurig oder genervt sein darf von all dem. Selbst wenn man sich das Kind von Herzen gewünscht hat.

  16. Melanie sagt

    Liebe Johanna, bei mir war es tatsächlich genau andersherum: ich bin als einziges Mädchen unter Brüdern und Cousins aufgewachsen. Mädchen haben mich oft wegen des Gezickes (Achtung: Klischee, aber als Kind fand ich es genauso) eher genervt. Lange dachte ich, ich bin eine Jungsmama – und bekam natürlich ein Mädchen. So froh bin ich um die kleine, wunderbare Dame im Leben und darum ihr ganz viel von der Welt erklären und zeigen zu dürfen. Einen Jungen gab es dann doch noch… ;-)
    Tatsächlich haben wir ganz unterschiedliche Mutter-Kind-Beziehungen zueinander. Ob das mit dem Geschlecht oder einfach dem Typ Mensch zusammenhängt, kann ich nicht sagen.
    Wunderschön ist beides, aber eben doch bei jedem der Kinder anders. Ich finde, jeder sollte seine Sehnsucht äußern dürfen, ganz ohne Wertung. Ich habe bisher – ganz anders als hier in vielen Beiträgen – oft eher den Wunsch nach Mädchen erlebt. Komisch, wie unterschiedlich das ist… euch alles Gute und weiterhin eine wunderschöne Schwangerschaft!

    • Bine sagt

      Da kann ich dir zustimmen. Ich höre auch eher den Wunsch nach Mädchen. Und oft die Aussage, dass Jungs doch so laut und wild sind und Mädchen einer Mama näher sind.

      Ich war nach meiner Kindheit unter Männern enttäuscht, dass ich dann auch noch einen Sohn bekommen sollte.

      Und jetzt habe ich einen kleinen Mann an meiner Seite, der raufen liebt und sehr viel Energie hat – der mich aber so liebt wie das noch keiner getan hat. Und sehr, sehr viel Körperkontakt braucht er. Das rührt mich immer wahnsinnig. Aber wer weiß, vielleicht hätte eine Tochter das auch getan.

  17. Herzlichen Glueckwunsch zum zweiten Maedchen. Bei uns war es ganz genauso. Unser erstes Baby war ein Junge und wir waren am Anfang etwas enttaeuscht, da ich mir sehnlichst ein Maedchen gewuenscht hatte. Das zweite wurde dann ein Maedchen. Wir haben uns fest vorgenommen, wenn wir ein Maedchen und einen Jungen haben, ist Schluss. Waere natuerlich lustig gewesen, wenn wir einen weiteren Jungen gehabt haetten, dann haette man nochmal ran gemusst. lol Aber die Hauptsache ist trotzdem immer nur, dass das Kind gesund ist. Da sollte dann auch das Geschlecht nicht zaehlen.

  18. Ich habe länger überlegt, ob ich kommentiere oder nicht, da hier einige Kommentare schon nicht ganz nett und empathisch sind und ein wenig pauschalisieren. Warum sollte man nicht einen Wunsch haben? Das ist doch alles ein eher abstraktes Konstrukt, was man sich vorstellt und wünscht. Es geht nicht um das konkrete Kind. Ich glaube nicht, dass irgendeine Mama das konkrete Kind gern anders hätte. Ja, ich habe mir immer ein Mädchen gewünscht, eine Mini-Me, die wie ich ist, eine Tochter, die irgendwann auch Kinder hat, die mit Sachen spielt, mit denen ich gern gespielt habe. Denn meine Jungs interessiert das nicht, ich glaube nicht, dass alle Jungs-Klischees anerzogen sind (wie übrigens alle Jungenmamas, die ich kenne), klar haben sie zum 1. Geburtstag eine Puppe bekommen. Ich würde niemals meine Kinder „umtauschen“ und sie sind perfekt, wie sie sind. Abstrakt hätte ich aber gern ein Mädchen gehabt und es ist schon hart, dass wir nie eins haben werden. Daher finde ich es irgendwie halt schwierig, wenn eine Mama, die beide Geschlechter hat, dann urteilt oder sich wundert, dass andere sich etwas wünschen. Es steht doch ausser Frage, dass sich jede Schwangere in erster Linie ein lebendiges Kind wünscht, das im Idealfall keine schlimmeren Erkrankungen hat. Aber ich glaube trotzdem, dass die Mehrheit aller Frauen einen mehr oder minder heimlichen Wunsch haben, welches Geschlecht das Baby hat. Und das ist völlig in Ordnung so. Es sind Gefühle und richten sich nicht gegen das konkrete Kind, sondern wie gesagt, es geht um ein Konstruktiv eine Vorstellung, eine Idee, die man vom Leben mit Kind hat. Ich habe nur ein einziges Mal eine Mutter erlebt, wo ich wirklich den Eindruck hatte, sie mochte ihren Sohn nicht und die sich so explizit ein Mädchen wünschte, dass, als das zweite Kind ein Mädchen war, es schon extrem auffiel, wieviel mehr sie dieses Kind mochte.
    Warum müssen Mütter eigentlich immer urteilen? Meinem Eindruck nach sind übrigens unter Müttern Mädchen mehr wert. Zu unserem dritten Jungen kamen so viele negative Reaktionen bis hin zu „wie furchtbar!“. Eine Bekannte hat es auch beobachtet in ihrer GVK, bei Mädchenoutings jubelten allen, als sie erzählt hat, sie bekäme einen Jungen, kam als Reaktion „oh“. Im KiGa bekam eine Mutter nach zwei Mädchen einen Jungen. Eine andere Mama fragte, was es werde, sie strahlte „ein Junge“, die andere Mutter „oh“ und wechselte das Thema. Ich kenne sie wenig, daher weiß ich nicht, ob sie einen Jungen gewünscht haben, es egal war oder sie eigentlich gern noch ein Mädchen gewollt hätten. Aber im letzteren Fall wäre eine solche Reaktion noch gemeiner. Abgesehen davon, dass jedes Baby ein Grund zur Freude ist.
    Sorry, langer Kommentar…

  19. Ich habe mir beim 2. nicht sagen lassen, was es wird und gehofft, dass sich der Wunsch meines Mannes nach einem Sohn erfüllt. Hat geklappt und wir haben so eine tolle Tochter und einen mindestens genauso tollen Sohn … glücklicher könnte ich nicht sein mit den beiden!
    Ich wünsche dir noch eine unbeschwerte Schwangerschaft!

  20. Maike sagt

    Auch in meiner Umgebung sind Mädchen irgendwie mehr gewünscht. Ich muss zugeben, auch ich habe dezent den Wunsch nach einer Tochter, habe nun zwei Söhne und plane prinzipiell noch eine Nummer 3. Beim Großen musste ich nicht unbedingt Schlucken, als ich es erfahren habe, aber mich doch umorientieren, beim Kleinen bin ich einfach direkt von einem Jungen ausgegangen. Schade, dass man oft so was hört wie „Hoffentlich wird es dieses Mal ein Mädchen“ oder „Noch ein Junge? OH, Sch…!“ Ich finde es wirklich unter aller Kanone, solche Kommentare abzulassen, wo doch jedes Kind gleich viel wert ist und Jungs nicht zwangsläufig komplizierter sind. Meine beiden sind auf jeden Fall die besten Zwerge, die ich mir vorstellen kann und ich gebe keinen davon mehr her. Und für eine hoffentliche Nummer 3 wünsche ich mit einfach schon jetzt einen kleinen Buben, denn so ein munteres Trio wäre doch fein und die blöden lästernden Leute können dann schön doof aus der Wäsche gucken. :-P Ein Mädchen wäre natürlich auch weiterhin willkommen, tatsächlich wird es mir von Kind zu Kind egaler. Mein Kind, mein Lieblingsmenschlein, mit Schnippi oder ohne. :-D Dir alles Gute für die nächsten Wochen, ich vermisse das Gemurmel im Bauch auch immer noch. <3

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