Das Leben Eben
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18 Wochen

18 Wochen Babybauch Die Zeit vergeht im Moment wie im Flug, ich kann gar nicht glauben, dass in zwei Wochen schon die Hälfte der Schwangerschaft vorbei sein wird. Ein Thema, dass nicht nur die Medien, sondern auch uns gerade vermehrt beschäftigt, ist das Thema Hebamme.

Bei Lotta hätte ich eigentlich gerne eine Beleghebamme gehabt, ich fand den Gedanken einfach schöner, die Person, die mich in so einer extremen und lebensverändernden Situation begleitet, schon vorher zu kennen. Das hat natürlich nicht geklappt, als ich mich direkt nach der 12. Woche darum bemüht habe, eine Beleghebamme zu finden, waren die zwei (!), die für unser Krankenhaus in Frage gekommen wären, natürlich schon ausgebucht.

Dieses Mal habe ich gar nicht erst versucht, eine Beleghebamme zu bekommen, da das Baby ja im Sommer kommt – wie die meisten anderen Babys in Deutschland auch. Viel zu tun also für die Hebammen. Dass unsere Nachsorgehebamme, die wir schon von Lotta kennen und mit der ich fest auch für’s zweite Kind gerechnet hatte, allerdings auch schon „ausgebucht“ sein könnte, damit  hatte ich nicht gerechnet. Und damit, dass im August dieses Jahr noch Sommerferien sind, die das Ganze noch komplizierter machen, auch nicht.

Jetzt hadere ich ein bisschen mit der Situation und frage mich, ob man beim zweiten Kind wirklich eine Nachsorgehebamme braucht oder ob es auch ohne geht. Ehrlich gesagt bin ich auch einfach nicht besonders scharf darauf, mich noch an eine neue Hebamme zu gewöhnen –  zusätzlich zur Herausforderung, plötzlich zu viert zu sein,

Rückblickend haben mich diese festen Termine während der Wochenbettzeit auch eher gestresst – und da mit Lotta immer alles in Ordnung war und wir von Anfang an super zurecht gekommen sind, war unsere Hebamme auch selten lange da. Beruhigend war aber sicherlich das Gefühl, sie jederzeit anrufen und mit Fragen bombardieren zu können – was ich allerdings auch nur ein einziges Mal in Anspruch genommen hab.

Für das erste Kind halte ich eine Nachsorgehebamme trotzdem auf jeden Fall für sinnvoll – aber beim Zweiten? Hat da irgendjemand von euch, der schon zwei Kinder hat, Erfahrungen mit? Oder fällt man damit den Hebammen, gerade in Bezug auf den aktuellen politischen Hintergrund, in den Rücken? Was meint ihr?

13 Kommentare

  1. Liebe Johanna.
    Das ist ein Gedanke, den ich auch kurz mal hatte beim zweiten Kind. Aber ich bin froh, dass ich ihn schnell wieder verworfen habe. Aus diversen Gründen. Du weißt nie, was kommt. Du kannst die Zeit während die Hebamme da ist auch als Entspannung nutzen. Unser Großer fand es immer total klasse, wenn das Baby gewogen und gemessen wurde und hat sich angeregt mit der Hebamme unterhalten. Ich fand es auch wundervoll, danach von ihr massiert zu werden und somit etwas Verwöhnung zu erhalten. Ich war ihr dankbar, dass sie mir den Stress, den ich mir am Anfang mit dem Baby gemacht habe genommen hat und mich immer wieder beruhigt hat. Zum Beispiel hatte ich beim zweiten Kind einen Milchstau, das war entsetzlich und ich war extrem froh, dass die Hebamme da war und teilweise sogar zweimal noch angerufen hat und mir Tipps gegeben hat. Man weiß nie, was so kommt und dann muss man die nehmen, die noch frei ist.
    Ich würde das NIE NIE NIE ohne Hebamme machen! Hebammen sind für mich in der Schwangerschaft/Geburt und danach die einzig wahren Ratgeber und Helfer!
    Die Gewöhnung zu viert zu sein geht so schnell, wenn man da eine nette Hebamme hat, dann ist das nur ein Zugewinn. Leider kann ich Dir meine nicht empfehlen, weil sie zu weit weg wohnt, aber die war super. Frag doch mal die Mütter aus unserer Runde, die auch in Deiner Nähe wohnen, vielleicht hat da eine ja noch einen Tipp?
    Am Ende ist es ja auch so, wenn alles gut läuft, dann kann man die Betreuung ja auch vorher beenden.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.
    Martina.

    • Johanna sagt

      Liebe Martina,

      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Tatsächlich sind die ganzen Aspekte, die du ansprichst, auch das, was ich überlege – meine Hebamme hat mich auch immer wieder gemahnt, es ein bisschen ruhiger und langsamer angehen zu lassen und nicht den ganzen Tag auf den Beinen zu sein, meinen Freund auch mal was machen zu lassen. Und die Bauchmassage war tatsächlich sehr entspannend, das stimmt;-).
      Wahrscheinlich hast du Recht – man weiß ja tatsächlich nie, was kommt und es kann ja zum Beispiel auch mal mit dem Stillen schwierig sein. Nur weil das bei Lotta relativ problemlos geklappt hat, muss das jetzt ja nicht wieder so sein.
      Ich werd mich mal umhören, ob jemand noch eine gute Hebamme empfehlen kann, wahrscheinlich fühle ich mich mit auch einfach sicherer.

      Viele liebe Grüße und dir auch noch ein schönes Wochenende!

  2. Hallo Johanna

    Ich habe selbst vor vier Wochen mein zweites Kind bekommen und mich schon sehr früh wieder für eine Nachsorgehebamme entschieden. Man weiß ja nie ob alles in Ordnung ist. Auch wenn beim ersten alles gut geklappt hat und man sich sichr fühlt, kann es beim zweiten doch ganz anders sein. Egal ob Hautprobleme, Blähungen oder andere Kleinigkeiten. Es ist doch immer schön jemanden zu haben, der einen guten Rat hat. Abgesehen davon vergisst man auch das ein oder andere nach zwei Jahren und eine Hebamme gibt einem einfach Sicherheit. Außerdem finde ich es auch einfach schön jemanden Unbeteiligten zum Reden zu haben. Im Prinzip gibt es bei uns nicht viel zu tun und so sitze ich mit meiner Hebamme nach dem Wiegen der Kleinen einfach noch etwas zum Quatschen zusammen und auch das tut einfach gut.
    Also von mir ein klares Ja zum Thema Nachsorgehebamme beim zweiten Kind :)

    • Johanna sagt

      Hallo Dani,

      oh, wie schön, herzlichen Glückwunsch!
      Das man so einiges vergisst, stimmt wahrscheinlich. Ich kann mir auch schon gar nicht mehr vorstellen, wie es ist, so ein winziges Baby im Arm zu halten, jetzt nachdem Lotta schon so groß ist…man hat halt wahrscheinlich doch keine Routine, auch wenn ich mich, zumindest bei Lotta, immer auf mein Gefühl verlassen konnte, was geht und was nicht und damit bin ich immer gut gefahren. Aber du hast schon Recht, eine unbeteiligte Person ist auf jeden Fall Gold wert. Und wenn es nur zum Quatschen ist;-).

      Nochmal danke und viele liebe Grüße!

  3. Liebe Johanna,
    ich würde Dir auch beim zweiten Kind eine Nachsorgehebamme empfehlen. Du weißt nie was kommt, und plötzlich hilft Dir die Erfahrung mit dem ersten Kind vielleicht gar nicht mehr. Bei mir fing das schon in der Schwangerschaft an: Ungefähr in der 27. Woche wurde Ss-Diabetes diagnostiziert. Ich hatte eine tolle Diabetologin, aber ohne meine Hebamme, die ich deswegen ungefähr 100 Mal anrief, wäre es sehr schwer gewesen. Beim ersten Kind hatte ich kein Diabetes. Nach der Geburt sollten die Werte eigentlich wieder ok sein- waren sie aber nicht und ich komplett panisch. Ohne Hebamme wäre ich durchgedreht. Dazu kamen Neugeborenengelbsucht, Koliken, Stillprobleme und tausend Dinge, die ich vom ersten Kind nicht kannte. Meine Erfahrung ist: Auch beim zweiten Kind gibt es viele erste Male, deshalb kann eine Hebamme sehr wichtig sein. Und wenn doch alles wie am Schnürchen läuft: Umso besser. Die Hebamme MUSS ja nicht jeden Tag vorbei kommen. Viele liebe Grüße
    Mia

    • Johanna sagt

      Liebe Mia,

      erstmal vielen Dank für deinen Kommentar. Du hast Recht – es gibt so viele Situationen, die beim zweiten Kind anders sein können und in denen man wahrscheinlich wirklich froh ist, wenn jemand da ist, den man um Rat fragen kann. Oder der einfach mal zuhört.
      Tatsächlich waren bei mir die ersten 3 Monate auch ganz anders als bei Lotta und echt hart, mir war die ganze Zeit schlecht und ich glaube, ich bin knapp an einer Schwangerschaftsdepression vorbeigeschrammt – da hätte ich zumindest auch gut eine Hebamme gebrauchen können.
      Also ist es wohl eine gute Sache, auch für die Nachsorge eine zu haben. Und wie du schon sagst – wenn es gut läuft, muss sie nicht jeden Tag kommen.
      Viele liebe Grüße an dich,
      Johanna

  4. Liebe Johanna,

    für mich stellt sich zwar die Frage leider nicht mehr, aber wenn, würde ich auch ein zweites Mal nicht drauf verzichten wollen.

    Weil sie so wertvoll für jede Mutter in der Nachversorgung sind. Egal, glaube ich, beim wie vielten Kind! Und wenn sie vielleicht auch einfach nur zum Reden da ist, weil wieder alles super läuft. Oder vielleicht ist es dann auch einfach für Lotta gut, der Moment wo sich die Hebamme kurz um das neue Baby kümmert, du Sie im Arm halten kannst und Ihr ihr dabei zu schaut. ❤

    Meine sehr, sehr liebenswerte Hebamme war Yasemin Büyükkoc, die einige Frauen betreut die in St.Pauli wohnen. Sie würde ich jederzeit weiter empfehlen.

    Liebe Grüße
    Maria

    • Johanna sagt

      Liebe Maria,

      vielen Dank für deinen Kommentar und die Empfehlung deiner Hebamme! Dass die Momente, in denen die Hebamme da ist, für mich auch mal Momente sein können, in denen ich Lotta mehr Aufmerksamkeit schenken kann, ist so ein gutes Argument, dass es fast mehr wiegt als alle anderen. Davor hab ich nämlich wirklich Angst, dass Lotta sich vernachlässigt fühlt und das will ich auf jeden Fall vermeiden.
      Vielen, vielen Dank für diesen Tipp,

      allerliebste Grüße,
      Johanna

  5. Miss S. sagt

    Alles Wichtige ist ja fast schon gesagt – was mir noch einfiel: die Hebamme schaut ja auch genauer nach dem Baby, also ob der Nabel gut verheilt und es beim Trinken genug zunimmt und so weiter.
    Und gerade bei kleineren Problemen kann man so vielleicht einen Arztbesuch sparen.

    Das Argument, die Hebammen weiter zu stärken und ihre Dienste in Anspruch zu nehmen, gerade in schwierigen Zeiten für den Berufsstand, finde ich auch sehr gut.
    Weil die Arbeit eben nicht überflüssig ist.

    Wenn du dann merkst, dass du kaum Hilfe brauchst, kannst du ja weniger Termine in Anspruch nehmen – aber vielleicht bist du auch froh um die Unterstützung.

    • Johanna sagt

      Vielen Dank für deinen Kommentar – du hast Recht, die Hebamme hat natürlich einen geschulten Blick auf das Baby und kann vieles professioneller beurteilen. Ich werd dann wohl eine in Anspruch nehmen, erstens haben mich die ganzen Kommentare tatsächlich überzeugt und zweitens stimmt es einfach, dass man gerade in der jetzigen Situation zeigen muss, dass die Hebammen gebraucht werden.
      Danke dir nochmal!

  6. Liebe Johanna,
    ich schließe mich der Meinung der Vorredner auch an. Ich würde Dir auf alle Fälle eine Hebamme empfehlen. Wir selbst haben bisher zwar nur ein Kind, meine Freundin hat jedoch vor kurzem das Zweite bekommen. Und was soll man sagen: Es ist eine komplett andere kleine Persönlichkeit als das erste Kind. In wirklichen allen Aspekten! Und gerade dann braucht man vielleicht doch noch mal bei der ein oder anderen Frage einen Rat. Obwohl ich Euch natürlich wünsche, dass alles reibungslos und glücklich läuft und Ihr die Hebamme dann doch nicht braucht!
    Liebe Grüße und Glück bei der Suche,
    Gesa

    • Johanna sagt

      Liebe Gesa,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Tatsächlich scheint die Meinung zu dem Thema eindeutig zur Hebamme beim zweiten Kind zu tendieren. Ich hab zumindest nicht einen Gegenteiligen Kommentar bekommen. Dass das zweite Kind komplett anders sein kann und auch Probleme haben/machen kann, die wir von Lotta nicht kennen, stimmt natürlich. Ich denke, ich werd mich dann wohl an eine neue Hebamme gewöhnen!
      Danke nochmal und viele liebe Grüße,
      Johanna

  7. Liebe Johanna,

    vermutlich hast Du Dich inzwischen schon dafür oder dagegen entschieden. Falls Du Dich für eine Hebamme entschieden hast, hoffe ich Du bist noch fündig geworden. Mein 2. Kind kam auch in den Sommerferien zur Welt (übrigens mault dieses Kind seit vielen Jahren dass da keine Freunde verfügbar sind zum Feiern ;-)) und wir waren sehr dankbar für die Hebamme (nun sind alle Kinder bei uns zu Hause geboren, daher hatten wir ohnehin Hebammen). Vor allem das Stillen erwies sich als recht schwierig, einige andere Problemen traten auf, die beim 1. Kind gar nicht da waren. Auch beim 3.Kind (als wir dachten wir sind „alte“ Hasen haben wir noch hilfreiche Tips bekommen). So, nun hoffe ich Ihr seid durch die aktuelle Krankheitswelle durch dank lecker Ingwer und Orange und Ihr genießt den Frühling samt Sandkasten, liebste Grüße Christine

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