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Selbstfindung, Selbstfürsorge und 1000 Fragen an dich selbst – #6

1000 Fragen an dich selbst - mehr Selbstfürsorge im Mama-Alltag (3)

Ob ich ein typischer Zwilling bin? Und bin ich eigentlich stolz auf mich? Bei manchen Fragen lohnt es sich, etwas länger nachzudenken, sich selbst noch mal zu hinterfragen und zu merken: da gibt es ja doch das ein oder andere, worauf ich stolz sein kann.

Auch diesen Samstag habe ich im Sinne der Selbstfürsorge und Selbstfindung wieder 20 von 1000 Fragen an mich selbst beantwortet:

1000 Fragen an dich selbst – #6

101. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu? Ja, auf jeden Fall. Wahrscheinlich findet sich fast jeder in der Beschreibung seines Sternzeichens wieder, aber wenn ich mir zum Beispiel das hier über Zwillinge (ich weiß, ein bisschen eso) durchlese, denke ich: ja. ich. Ob ich an diese ganze Sternzeichen-Geschichte glaube, kann ich gar nicht so hundertprozentig sagen. Aber es beeindruckt mich immer wieder, wie sehr ich mich erkenne. Und es wär manchmal so einfach, dies und das auf die Sterne zu schieben. In Vollmondnächten schlafen wir schließlich auch alle nicht so gut, oder?

102. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank? Alles in Rosa-Rot-Tönen und Muster.

103. Holst du alles aus einem Tag heraus? Nein, ich verplempere oft Zeit. Wenn ich besser strukturiert wäre, würde ich wahrscheinlich mehr schaffen. Andererseits mag ich es auch einfach, zu chillen oder mal nichts zu machen.

104. Wie viele TV-Serien schaust du regelmäßig? TV-Serien schaue ich gar nicht – ich gucke nur Serien auf Netflix oder Amazon Prime und dann meistens zwei parallel.

105. In welcher Beziehung möchtest du für immer Kind bleiben? In Bezug auf Unbeschwertheit und Fantasie.

106. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten? 

Nein, ganz ehrlich gesagt nicht.

107. Wer kennt dich am besten? Mein Freund.

108. Welche Arbeit im Haushalt findest du am langweiligsten? Staub wischen und die Spülmaschine ein- und ausräumen.

109. Bist du manchmal von anderen enttäuscht? Ja, natürlich.

110. Wie sieht ein idealer freier Tag für dich aus? Der perfekte freie Tag würde für mich im Moment tatsächlich ohne Kinder beginnen – eigentlich nur für mich, in einem Hotelzimmer zwischen flauschigen, weißen Kissen und Decken, mit Sonne, die durch die Vorhänge blinzelt. Nach dem Ausschlafen mein Laptop, ein leckeres, gesundes Frühstück mit viel Obst und gutem Kaffee. Einer heißen Dusche in einem schönen Badezimmer, in meinem eigenen Tempo, ohne Unterbrechungen. Ruhe, warme Handtücher und ein schönes, bequemes Outfit, das mir passt. Zum Mittag gäbe es Bibimbap von Umai und den Nachmittag würde ich draußen mit den Kindern verbringen – an einem perfekten freuen Tag natürlich nicht im Winter, sondern im Sommer. Ein Konzert mit meinem Freund oder Essen mit meinen Mädels am Abend würde den perfekten Tag perfekt abrunden.

111. Bist du stolz auf dich? 

Eigentlich würde ich spontan sofort „Nein“ sagen. Denn das, was ich eigentlich erreichen wollte in meinem Leben, war es, Ärztin zu sein. Und auch, wenn das oberflächlich klingt – ich wollte genug Geld verdienen, um mir keine Gedanken darüber machen zu müssen, was ich kaufe, in welchen Urlaub ich fahre und ob meine Kinder Reitstunden bekommen können oder nicht. Und dann hab ich auch noch die Sache mit dem Laden in den Sand gesetzt. Also worauf sollte ich stolz sein? Das wäre mein erster Gedanke. Aber – dann denke ich wieder an meine Gedanken und Worte aus dem Post „Tschüss Laden – Hallo Leben“ zurück. Und weiß, dass ich eigentlich doch stolz sein kann auf mich. Auf meinen Mut, Dinge anzupacken, auszuprobieren.

Und ich gebe zu – auf meine Kinder bin ich auch meistens stolz.

112. Welches nutzlose Talent besitzt du? Pffff….da fällt mir nichts ein, muss ich zugeben.

113. Gibt es in deinem etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast?
Mein Medizinstudium. Weder fachlich noch emotional.

114. Warum trinkst du Alkohol bzw. keinen Alkohol?
Kein Alkohol für mich im Moment – weil ich schwanger bin.

115. Welche Sachen machen dich froh? 

Sonne, Freunde, gute Texte, freie Zeit, meine Familie, Reisen, Neues und überraschend oft die Dinge, auf die ich erstmal keine besonders große Lust habe.

116. Hast du heute schonmal nach den Wolken imHimmel geschaut? Heute noch nicht, nein.

117. Welches Wort sagst du zu häufig? Ich hab das Gefühl, dass ich zu häufig Nein zu meinen Kindern sage. Ich würde viel lieber öfter Ja sagen.

118. Stehst du gern im Mittelpunkt? Früher mal mehr, heute ja, wenn ich weiß, warum und das auch schätzen kann.

119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen? Für Paarzeit. Zum lesen. Für Sport.

120. Sind Menschen von Natur aus gut? Das ist eine wirklich schwierige Frage, finde ich. Wahrscheinlich ja. Mit der kleinen Einschränkung – sie sind erstmal von Natur aus gut. Und dann kommt bei einigen das Leben eben. Ich bin aber auch sehr kritisch, was Menschen angeht. Achtlosigkeit und Rücksichtslosigkeit gehen für mich gar nicht, auch nicht, wenn sie nicht beabsichtigt sind. Trotzdem glaube ich, dass es auch immer noch einen Unterschied gibt zwischen dem, wie Menschen sich privat oder öffentlich präsentieren. Dennoch – auch mit vielen Gedanken dazu finde ich die Frage sehr schwierig und nicht ganz eindeutig zu beantworten.

Interessante Fragen auch diesmal – ich bin gespannt, was ihr darauf antwortet, hier kommt euer Link-Up:

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Und wie immer für die Planer die nächsten 20 Fragen:

1000 Fragen an dich selbst – #7

121. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe?
122. Wofür bist du deinen Eltern dankbar?
123. Sagst du immer, was du denkst?
124. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust?
125. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden?
126. Was kaufst du für deine letzten 10 Euro?
127. Verliebst du dich schnell?
128. Woran denkst du, bevor du einschläfst?
129. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?
130. Was würdest du als deinen größten Erfolg bezeichnen?
131. Mit welcher berühmten Person würdest du gern mal einen Tag verbringen?
132. Warst du schon mal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt?
133. Was ist dein Traumberuf?
134. Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten?
135. Was kannst du nicht wegwerfen?
136. Welche Seiten im Internet besuchst du täglich?
137. Sind die besten Dinge im Leben gratis?
138. Hast du schonmal etwas gestohlen?
139. Was kochst du, wenn du Gäste hast?
140. In welchem Laden möchtest du am liebsten mal eine Minute lang gratis einkaufen?

 

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13 Kommentare

  1. Marie sagt

    Hej,
    Ich finde, du kannst mega stolz auf dich sein! Denn du hast es geschafft, ein Leben zu leben, in dem du viel Raum für deine eigenen Bedürfnisse hast, eine tolle Familie, eine tolle Wohnung, etc…

    Weißt du, ich hab das Medizinstudium zu Ende gebracht. Aber damit bin ich auch nicht wirklich glücklich. Ich arbeite mit 65% in der Psychiatrie mit drei Kindern und 60h arbeitendem Mann. Das plus Dienste ist einfach nicht witzig. Wie oft wünsche ich mir, dass ich meine Zeit freier einteilen könnte, auch mal morgens im Café sitzen zu können. Überhaupt emotionale und kognitive Energie zu haben, mich mit unserer Einrichtung zu beschäftigen. Oder überhaupt mit Dingen, die das Leben schöner machen.

    Ich habe kürzlich deinen Post entdeckt, in dem du dich vom Studium verabschiedet hast und ich fand ihn super. Das erfordert doch viel mehr Mut, als durchzuziehen. Du weißt ja selber, wie entbehrungsreich der Job letztlich doch ist. Versuch dich nicht mehr darüber zu grämen.
    Und wenn es dich irgendwann überkommt, kannst du auch mit 50 noch studieren. Nach den Kindern. Oder den Heilpraktiker machen. Das kann, glaube ich, auch ein befriedigender Job sein.

    Aber am coolsten ist doch das, was du grade machst!

    • Johanna sagt

      Liebe Marie,

      ich glaub dir sofort, dass eure Arbeits- und Familienkonstellation absolut nicht witzig ist. Ich find es ja schon mit zwei Kindern nicht witzig, diesen Schichtdienst, die ganzen Dienste, die Unregelmäßigkeit und so. Und das, obwohl ich mir meine Arbeitszeit frei einteilen kann (theoretisch. Denn das führt oft dazu, dass ich einfach gar nicht arbeiten kann, was wiederum zu Druck, Unzufriedenheit und Streit führt. Aber das ist ein anderes Thema)

      Ich weiß das ja theoretisch auch alles, dass es viel mehr Mut braucht, ein Studium abzubrechen, als es durchzuziehen. Trotzdem vermisse ich die Medizin und das Krankenhaus einfach manchmal. Zusammen mit dem Gefühl, etwas wirklich sinnvolles zu tun. Ich hab schon mehrfach überlegt, mich ehrenamtlich zu engagieren, ich finde auch den Bereich der Sterbebegleitung und Hospize so unheimlich wichtig.

      Aber das kann ich immer noch machen, genau wie studieren. Jetzt kommt erstmal das dritte Kind und dann sehe ich mal in 1,5 Jahren weiter. Ganz liebe Grüße, Johanna

  2. Pingback: 1000 Fragen an dich selbst #6 – Mein digitaler Jakobsweg ·

  3. Pingback: #1000Fragen An Dich Selbst | Unverbogen Kind Sein

  4. Pingback: 1000 Fragen an mich selbst - #6 - Mama Maus Blog

  5. Marie sagt

    Liebe Johanna,

    Ich kann deine Argumente gut verstehen. Und wahrscheinlich hätte ich ähnliche Empfindungen/Gedanken an deiner Stelle. Man vermisst halt immer das, was man nicht hat.

    Aber dein Plan klingt doch total gut. Und recht hast du auch – erst einmal im jetzt bleiben – und das ist das Baby. Und wenn du weißt, was dein Herz möchte, ergeben sich die weiteren Optionen ja häufig von ganz allein.

    Und als letztes – unterschätzte nicht die „Sinnvolligkeit“ deines Blogs. Sicher hat es viele Konsumaspekte. Aber eben nicht nur. Und ich glaube, dass du mit deiner „Mischung“ viele erreichst und dadurch auch Themen wie Achtsamkeit, etc. unter die Menschen bringen kannst! Und dasss letztlich auch die Lebensqualität von vielen anderen verbessern kannst!

    Hab einen schönen Sonntag, liebe Grüße von Marie

  6. Liebe Johanna,

    Du kannst ganz doll stolz auf dich sein. Du gehst deinen Weg, du stehst zu dem, was du tust, du bist du, eine echte Persönlichkeit. Du inspirierst andere, du hinterfragst dich und reflektierst viel, du bist ehrlich, du bist eine echte, authentische, liebevolle Mama, du bist tolerant und denkst an andere, du traust dich viel, du hast Ideen und setzt sie um. Hinter deinem Wunsch Ärztin zu werden stecken vielleicht Antriebe, die du anders leben kannst – vielleicht ehrenamtlich? Du wirst deinen Weg gehen, das weiß ich!!! Deine Lisa

  7. Pingback: angeltearz liest - Privates | 1000 Fragen an mich selbst #6

  8. Pingback: Mein Selbstversuch – 1000 Fragen an mich selbst - Familienblog Mama notes

  9. Pingback: 1000 Fragen an dich selbst #5 und #6 - Bidilis-Welt

  10. Hallo,

    doofe Frage, aber kann man noch mitmachen? Ich bin wohl schon ziemlich spät dran, aber ich finde die Idee einfach großartig – so wie auch deinen restlichen Blog 🙂

    LG
    Manuela

    • Johanna sagt

      Liebe Manuela,

      gar keine doofe Frage – natürlich kannst du sehr gerne noch mitmachen. Jederzeit, wie es dir gefällt.

      Ich freu mich auf deine Antworten und ganz lieben Dank für das Kompliment! Lg, Johanna

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