Hallo Hamburg
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Hallo Frau Nachbar!

Markt, Lokal, Sommer, Fest

Die besten Tage sind meistens die, an denen nichts so läuft wie geplant. Man muss sich nur drauf einlassen (das sagt genau die Richtige, ja ja, ich weiß). Letzten Samstag wollten wir, also ich, eigentlich unbedingt einen Buggy kaufen. Einen ganz bestimmten Buggy natürlich, der, wie sich nach intensiver Internetrecherche und einigen Anrufen in Geschäften für Babyausstattung herausstellte, nicht ganz so leicht zu kriegen ist. Man könnte auch sagen: gar nicht, außer im Internet. Damit hatte sich ja dann der Plan „Wir fahren an unserem freien Samstag einen Buggy kaufen“ erledigt und der Tag lag lang, sonnig und plötzlich unverplant vor uns.

Perfekte Voraussetzungen also für einen entspannten Nachmittag auf dem Nachbarschaftsmarkt „Hallo Frau Nachbar“, der im Herzen der Schanzenhöfe glücklicherweise genau an diesem letzten Samstag stattfand. Im Hof zwischen der Ratsherrn-Brauerei, dem dazugehörigen Braugasthaus „Altes Mädchen“ und dem Craft Beer Store wurden am Samstag zum dritten Mal Wimpelketten gespannt, Lampions aufgehängt, Stände mit lokal produzierten Produkten aufgebaut und es wurde „gemenschelt“.

Genau das ist es auch, was bei „Hallo Frau Nachbar“ passieren soll. Weniger Anonymität, mehr „Ach duuu machst diese tollen Ketten! Erzähl doch mal!“ Ein Austausch zwischen Nachbarn soll er sein dieser Markt, ein Treffpunkt und eine Möglichkeit für lokale Geschäfte und Kreative, sich und ihre Arbeit zu präsentieren.

Heart, Herz, Sprechblaseweiße Lampions, blauer Himmelpink, BlumenHugo, Drink, Markt, Lokal, Limonade

Es fühlt sich ein bisschen an wie ein stylisches Dorffest, auf Heuballen sitzend schlürft man zwischen Tresen, Ständen und Blumenkübeln aus Holz einen Hugo, beobachtet die hippen Schanzenbewohner und lauscht der Live-Musik, die von einer Bühne aus Europaletten durch den Hof schallt.

Den Hugo haben wir uns auch gegönnt, den gabs nämlich umsonst, wenn man ein Foto von sich mit Kussmund am Stiel bei Facebook hochgeladen und sich beim „Hallo Frau Nachbar“-Markt markiert hatte. Kann man mal machen, ne?

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Großartig finde ich natürlich auch, dass man hier Störtebecker Freibier bekommt, seit der Schwangerschaft mein absolutes Lieblingsbier ohne Alkohol.

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Womit man mich ja noch begeistern kann, sind Kopfbedeckungen. Und ich meine Hüte, ja, aber vor allem meine ich Fascinator oder opulente Haarreifen wie die von maschalone, die ihre wunderschönen Kreationen tatsächlich auch im Alltag trägt. Mir fehlt dazu bisher ja leider irgendwie der Mut, aber vielleicht, vielleicht traue ich mich ja irgendwann auch, als Blumenmädchen oder ganz maritim mit einem kleinen Schiff auf dem Kopf durch die Straßen der Schanze zu flanieren.

Fascinator, WeddingBlumenkranz, Haarschmuck, Hüte, Kopfbedeckung

Schiffe, maritim, Fascinator, Schiff, Faltboot

Ganz verliebt bin ich auch in die niedlichen Tierketten in angesagten Farben wie Neon und Kupfer von Jana alias Farbgrau. Und entsprechend meiner mädchenklischeehaften Vorliebe für Ponys und Punkte ist mein Favorit das kupfergepunktete Pony Polly. Hach. Nach Aussage meines Liebsten würde allerdings die Ziege besser zu mir passen. Männer, also wirklich!

Unglücklicherweise würde im Moment noch jedes Tier, das an einer Kette um meinen Hals baumelt, augenblicklich in die ewigen Jagdgründe eingehen, sobald unser Lottakind es in die Finger bekäme. Deswegen habe ich lieber erstmal keine Kette gekauft, so schwer es mir auch gefallen ist bei der tollen Auswahl.

Plastiktiere, Spielzeug, Ketten, Ohrringe, Neon, LegoPapiertüten

Dafür durfte ein Breenbüdel von Semper Klacks mit zu uns nach Hause kommen, gefüllt mit Glitzersternchen, die im Fall der Fälle Beulen und Insektenstiche kühlen und den Schmerz lindern. Nebenbei sehen sie auch noch toll aus und sind nicht nur für Kinder ein tolles Geschenk. Weil die Füllung individualisierbar ist, sind die Breenbüdel eine tolle Möglichkeit, persönliche Erinnerungen festzuhalten, zum Beispiel in Form von Muscheln oder Münzen aus einem Urlaub oder Kronkorken vom ersten gemeinsamen Bier.

Toll finde ich auch, dass die witzigen Kühlelemente sich super für themenspezifische Geschenke eignen, für Babyparties, Geburtstage, Hochzeiten – der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt.

Den Wunsch eines kleinen Jungen, der einen Fruchtgummi Schlumpf vom Kiosk um die Ecke in seinem Breenbüdel schwimmen sehen wollte, konnten die beiden Textildesignerinnen Janina Sticken und Linda Langer allerdings nicht erfüllen, der hätte sich nämlich nach ein paar Tagen aufgelöst.

Glitzersterne, CoolpackCoolpack, Seemann

Neben den Breenbüdeln gibt es bei Janina und Linda in ihrem Laden Semper Klacks noch viele andere schöne Dinge, die die beiden als „ehrliche Kleinigkeiten“ bezeichnen und die alle in Hamburg entworfen und angefertigt werden. Ein Besuch lohnt sich bestimmt, ich werd demnächst auf jeden Fall mal in der Rendsburger Str. 11 vorbei schauen.

Mit den ganzen leckeren Getränken, der Sonne, den netten Schnacks und dem Breenbüdel in der Tasche hat sich der Tag zu einem der bisher schönsten in diesem Sommer entwickelt. Und das haben wir „Hallo Frau Nachbar“ zu verdanken – und eben der Tatsache, dass manchmal eben alles richtig läuft, gerade weil es vom Plan abweicht.

Hallo Frau Nachbar, Flyer

Falls ihr auch mal bei „Hallo Frau Nachbar“ vorbei schauen wollt, die nächsten beiden Termine sind der 03.08. und der 07.09. 2013, es lohnt sich auf jeden Fall!

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2 Kommentare

  1. Immer, wenn Sachen in Hamburg sind, bin ich ein bisschen neidisch, dass ich da nicht wohne. Ach Johanna, du hast es gut!:) Der Markt wirkt richtig herzig auf deinen Bildern – wie gut, dass ihr den Buggy nicht im Geschäft kaufen konntet.
    Liebe Grüße
    Julia

    • Ja, da haben wir Glück gehabt, das stimmt. Ach ja, man will immer das, was man nicht haben kann – ich bin immer neidisch auf die Berliner, weil die so viele tolle Etsy-und Dawanda-Workshops haben. Irgendwas ist immer. Bei dir gibts doch bestimmt auch tolle Sachen, oder?
      Liebe Grüße!

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