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Stylisch trotz Fahrradhelm?

Peinlich oder stylisch, Fahrradhelm oder Schädel-Hirn-Trauma, das ist hier die Frage! Oder?

Mit dem Sommer (endlich!) kommt auch die Lust, wieder Fahrrad zu fahren. Und obwohl ich mich jedes Mal über Fußgänger und Autofahrer aufrege und Hamburg wirklich keine fahrradfreundliche Stadt ist, finde ich es überaus verlockend, mich einfach mal eben aufs Rad zu schwingen, um zum Sport zu fahren. Das ist leider im Moment noch die einzige Situation, in der ich schon wieder in die Pedale treten kann. Solange Lotta noch nicht alleine sitzen kann, kommt gemeinsames Fahrrad fahren ja nicht in Frage. Aber trotz der klingelresistenten Menschengruppen auf Fahrradwegen und Autofahrern, die zu gerne deutlich machen, dass Fahrradfahrer auf „ihrer“ Straße stören – ich liebe Fahrrad fahren und fiebere dem Tag entgegen, an dem Lotta und ich gemeinsam mit dem Rad die Stadt erkunden können.

Bisher habe ich mich erfolgreich um den Kauf und das Tragen eines Fahrradhelmes gedrückt. Obwohl mein Freund mir vor Jahren, gleich zu unserem ersten gemeinsamen Weihnachten, einen Gutschein für einen Fahrradhelm geschenkt hat. Ja, ich war kurz vorher auf dem Weg zur Arbeit von einem abbiegenden Auto vom Fahrrad geholt worden, glücklicherweise ohne ernsthafte Verletzungen, aber ich und Helm? Das ist ungefähr so wie ich und Oliven – das passt einfach nicht. Denn wann immer mein Vernunft-Stimmchen mir ins Gewissen redete und mich an die schweren Kopfverletzungen durch Fahrradunfälle erinnerte, die ich durch meinen Job schon gesehen hatte, brüllte meine Eitelkeits- und Bequemlichkeitsstimme dagegen an. Irgendwas von „Wie sehen denn deine dann Haare aus?“, „Den blöden Helm musst du immer und überall mitschleppen“ und „Die Helme sind doch alle hässlich und passen zu keinem Outfit“. Und bisher war das Brüllen einfach immer lauter als das Stimmchen.

Allerdings war ich bisher auch ausschließlich für mich allein verantwortlich. Jetzt ist Lotta da und ich muss mich beim Fahrrad fahren immer auch fragen, ob ich es riskieren will, dass sie ohne Mutter aufwächst, nur weil die zu eitel und zu bequem ist, einen Fahrradhelm zu tragen. Natürlich will ich das nicht. Deswegen haben ich mich auf die Suche gemacht, nach Fahrradhelmen, die mir gefallen. Und die nicht nur auf dem gestylten Bild mit Model gut aussehen, sondern auch noch, wenn man sie im Alltag ohne Stylistenunterstützung auf dem Kopf trägt. Und was soll ich sagen – ich bin fündig geworden. Tatsächlich habe ich gleich mehrere Helme gefunden, mit denen ich mich anfreunden könnte, von den Firmen „Nutcase“ und „Bern“.

Die Philosophie der Firma Nutcase ist, dass ein Helm seinem Träger nicht nur Sicherheit, sondern durch die Wahl des Design auch die Möglichkeit bieten soll, seine Persönlichkeit auszudrücken. Und das sollte wirklich jedem gelingen, denn es gibt die Fahrradhelme in wirklich vielen verschiedenen Farben, mit Mustern oder auch ganz schlicht in klassischem Schwarz.

Für die Sicherheit von Kinderköpfen ist natürlich auch gesorgt, hier sind meine Favoriten für Lotta und mich:

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Das Besondere an den Helmen von Bern, die diese ebenfalls nicht nur als Kopfschutz, sondern als modisches Accessoire, ja sogar als Fashionstatement verstehen, ist das Ganzjahreskonzept. Das Innenfutter kann so ausgewechselt werden, dass der Kopf im Sommer schön kühl bleibt und die Augen durch den Blendschutz geschützt werden. Im Winter dagegen wird der Helm durch ein Innenfutter kuschelig warm und kann so auch als Ski- oder Snowboardhelm genutzt werden. In diesem Fall gibt es sogar die Möglichkeit, noch ein Skibrillenhalter an den Helm zu schrauben. Ziemlich gut durchdacht, finde ich. Außerdem ist die Passform der Frauenhelme extra schmal und flach, was mir sehr entgegen kommt – mein bisheriger Skihelm ist einer für Kinder, weil mir alle anderen zu groß waren.

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Foto von Love Taza

Dass so ein Fahrradhelm von Bern richtig gut und stylisch aussehen kann, zeigt die bekannte Bloggerin Naomi Davis vom Familien- und Lifestyle-Blog Love Taza, wenn sie mit Mann und Kindern durch New York City radelt. Alle vier tragen einen Fahrradhelme und sie sehen kein bisschen komisch aus dabei. Vielleicht ist so ein Fahrradhelm auch ein Anlass für eine kleine Style-Challenge – wie integriert man den Helm am besten ins Outfit? Naomi hat das auf jeden Fall schon mal ziemlich gut vorgemacht und ich finde es toll, dass sie zeigt, dass man auch mit Helm gut aussehen kann.

I love my brain – dieser Spruch steht hinten auf jedem Nutcase-Helm. Und weil ich dieser Aussage nur zustimmen kann, werde ich mich demnächst auf den Weg machen, um einen Helm zu kaufen. Und dann mein treues, rotes Hollandrad aus dem Winterschlaf wecken. Wie macht ihr das so? Ist euch euer Style und die Leichtigkeit des Seins, ohne lästigen Helm im Gepäck wichtiger als die potentielle Gefahr eines Unfalls, so wie mir bisher? Tragt ihr sowieso schon einen Helm?

Oder haltet ihr das so wie mein Freund, der sagt, Fahrrad fahren ohne Helm geht nicht, Helm nervt – dann fahr ich eben kein Fahrrad?

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