Alle Artikel mit dem Schlagwort: Alltagsgeschichten

Alltagsgeschichten – Gedankensalat

Es fällt mir schwer, das schreiben. Zwischen Schule, Kita, Kooperationen. Zwischen stillen, streiten, Fußball im Flur und Schwimmkurs. Zwischen Wäscheständer und dem Staub, der durch die Wohnung wirbelt. Zwischen immer aufmerksam sein. Zahnpastaflecken, helfen. Leben üben, vorleben, Vorbild sein. Zwischen Gesang und Geplapper, Begleitung, MamaMamaMama, Fragen, Terminen und Plänen. Meine Gedanken gehören nie ganz mir. Zwischen Trends, Trockenblumen und Klimakatastrophe, zwischen Milch und Margarine. Zwischen Herzschmerz und Weltschmerz. Ich stehle mich heimlich zum Laptop, meine Finger fliegen über die Tasten. Schaffen, schnell viel schaffen. Gleich gleich, nur noch schnell zu Ende schreiben. Eine kleine warme Hand zieht mich weg. Meine Worte bleiben noch im Textfeld hängen, mein Körper ist schon halb aus dem Zimmer. Stapel, überall Stapel. Chaos im Kopf, Chaos im Herzen. In der Wohnung sowieso. Frage, Fragen. So viele Fragen Was ist gut, was ist gut genug? Was ist heute wirklich wichtig? Wie viel Banalität ist noch erlaubt? Wie viele Texte über dies und das braucht die Welt? Und brauchen wir es vielleicht mehr denn je? Schönes Geschreibsel, Alltagsgeschichten? Um nicht durchzudrehen, nicht …

Alltagsgeschichten. Vom Wutvulkan und Krümeln des Tages

Alltagsgeschichten. Vom Wutvulkan und Krümeln des Tages

Die Wut schnürt mir den Brustkorb zu, während ich die Krümel des Tages aufsauge. Rechts den Staubsauger, mit dem linken Arm halte ich das Baby auf meiner Hüfte. Ihr bananenklebriger Arm reibt an meinem. Zuvor habe ich zum Abendbrot Erdnüsse geknackt, Rührei zubereitet, Kamillentee gekocht, Brote geschmiert und „im Spiel“ das Ganze wie in einem Restaurant serviert. „Die Dame, der Herr, darf es noch etwas Rührei sein? Ach, mit einer Prise Salz, sehr gerne, kommt sofort.“ Ich spüre meine Müdigkeit und merke, dass mich langsam die Geduld verlässt. Trotzdem räume ich die Küche auf, mit einem Lächeln und bitte währenddessen sehr freundlich immer wieder darum, schon mal das abendliche „fertigmachen“ anzufangen. Zähne putzen, ausziehen, Wäsche in den Wäschekorb oder an den Haken, Schlafanzug anziehen. Die Kinder machen alles, aber nichts von dem, worum ich sie bitte. Ich formuliere noch mal anders, bitte mit Augenkontakt, stelle sicher, dass sie mich hören. Teile ruhig mit, dass ich langsam in die „Wenn-dann-Situation“ komme. Die mögen die Kinder genauso wenig wie ich. Drohen wollen wir also nicht mehr. Brüllen …

Alltagsgeschichten. Von Familienmüdigkeit und Familienfrust.

Alltagsgeschichten. Von Familienmüdigkeit und Familienfrust.

Freitagvormittag. Das Baby hängt zufrieden in der Trage, nuckelt am Träger und streckt immer mal wieder die kleine Hand nach mir aus. Befühlt mein Gesicht. Schaut mich mit großen, blauen Augen und in diesen kurzen Momenten ist jede Faser meines Körpers glücklich. Einen Wimpernschlag meiner müden Augen später spüre ich sie wieder. Die Erschöpfung. Weil das Baby die halbe Nacht gespuckt hat und fiebert. Die Enttäuschung, weil ich schon wieder einen Termin absagen muss. Kind krank, Mama bleibt zuhause. Dass der Zug nach Berlin bezahlt ist, ich mich auf diesen Tag, die Themen und Menschen gefreut habe – egal. Natürlich gehen die Kinder vor. Immer. Seit fast 7 Jahren, wenn man die Schwangerschaft mitzählt. Einer dieser Tage – wenn alles zusammen kommt Dazu kommt – Kitafrei. André kam heute morgen aus dem Nachtdienst. Eigentlich hätte er heute auf die Kinder aufgepasst und für den Kindergeburtstag eingekauft. Während ich in Berlin arbeite. Das wäre nach einer ganzen Nachtdienstwoche, direkt nach dem Nachtdienst ohne Schlaf vor allem eins: ziemlich hart. Das weiß ich. Trotzdem war ich so …

Alltagsgeschichten. Von Zimtduft, Kaffeesucht und 5-Minuten-Mama-Make Up.

Alltagsgeschichten. Von Zimtduft, Kaffeesucht und 5-Minuten-Mama-Make Up.

In der Wohnung riecht es leise nach Zimt, als ich die Tür aufschließe. In meinen Augenringen spüre ich deutlich die 5 Bleche Muffins, die ich bis um 1:00 gebacken habe. Ich atme tief ein und greife nach der Tasse mit kaltem Kaffee, die auf der Ecke vom Schuhschrank steht. Ein letzter Schluck heißer Kaffee, bevor wir losgehen zur Kita. Und ein erster Schluck, wenn ich mit Ella wieder reinkomme. Kalt. Aber das macht nichts.