Alle Artikel mit dem Schlagwort: Familie

Familie als Mobilé - wenn die Geburt eines Babys erstmal alles aus dem Gleichgewicht bringt

Holter-Holper-Di-Polter-Stolper. Sechs Wochen zu fünft.

Eigentlich lautete die Überschrift: Holter-Holper-Di-Polter-Stolper. Vier Wochen zu fünft. Eigentlich. Und das ist ziemlich bezeichnend dafür, wie es hier so läuft. Wie unheimlich gerne würde ich schreiben, dass hier alles bestens ist, babypuderleicht, duftig, watteflauschig und rosarot. Dass wir uns alle so sehr lieben wie nie zuvor, dass es hier ganz harmonisch abläuft, ich mein Wochenbett genießen kann und die beiden Großen Ella lieben. Das Einzige, was davon stimmt, ist der letzte Punkt. Lotta und Bo lieben Ella, abgöttisch. Sie beschützen sie und wollen den ganzen Tag Ella-Küsse verteilen. Keine Eifersucht, die sich aufs Baby richtet, zum Glück. Du hast nur noch Ella lieb… Dafür haben sie das Gefühl, dass ich nur noch Ella liebe. Dass ich mich zu wenig mit ihnen beschäftige. Und das lassen sie uns spüren. Nicht mit Absicht natürlich, aber ich sag es mal so: die 3 Wochen kitafreie Zeit, die wir heute hinter uns haben – die hatten es in sich. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass das die härtesten Wochen unseres Lebens waren. Bisher, wer weiß, was noch …

Unser Familienbett mit Beistellbett

Wie wir schlafen – unser Familienbett, Marke Improvisation

0:14 Uhr, ich schleiche ins Schlafzimmer und sondiere die Lage. Die Lage der Kinder in unserem Familienbett. Auf 1,80 Meter liegen sie, einer quer, einer kopfüber. Ich rücke die Kinder ein bisschen zur Seite, quetsche mich zwischen die beiden. Das Stillkissen zwischen den Knien, 33. SSW, anders kann ich nicht mehr gut liegen. Als ich liege, kommt ein bisschen Bewegung in die Schlafenden. Angezogene Beine sinken warm und angenehm schwer gegen meinen Po. Das Kind auf der anderen Seite rückt ein bisschen ab, als ob es mir und dem Bauch Platz schaffen will. Ich liege da, das Baby rumpelt in meinem Bauch, ich lausche in die Dunkelheit auf ihr ruhiges, gleichmäßiges Atmen und bin plötzlich glücklich.

Montagmorgen-Eskalationen, Kitaverweigerung und der Wunsch nach einer schalldichten Dusche

Montagmorgen-Eskalationen, Kitaverweigerung und der Wunsch nach einer schalldichten Dusche

Montagmorgen. Müde stehe ich unter der Dusche, das Wasser rinnt durch die Haare über mein Gesicht. Draußen tobt ein Wutanfall nach dem anderen. Nach einer Stunde „Ich-will-nicht-in-die-Kita-Geheule“ versuche ich, die Wut, die Hilflosigkeit und den Impuls, einfach nachzugeben, den Abfluss hinunter zu spülen. Zum Glück ist André nach seinem 24h Dienst mittlerweile nach Hause gekommen, um kurz zu übernehmen, während ich schnell dusche.